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Entwicklung und Durchführung eines Planspiels zum risikobasierten Ansatz der planerischen Hochwasservorsorge

 

 

Im Bereich Regionalplanung geht es um den risikobasierten Ansatz der planerischen Hochwasservorsorge. Die Studierenden arbeiten zunächst den Risikobegriff und dessen planerische Anwendung heraus. Sie befassen sich dann mit der Verordnung über die Raumordnung im Bund für einen länderübergreifenden Hochwasserschutz (BRPHV) (https://www.gesetze-im-internet.de/brphv/BJNR371200021.html) einschl. des Länderübergreifenden Raumordnungsplans für den Hochwasserschutz (Anlage zur Verordnung über die Raumordnung im Bund für einen länderübergreifenden Hochwasserschutz) (https://www.gesetze-im-internet.de/brphvanl/BJNR371210021.html).

 

Die Studierenden untersuchen die Raumordnungspläne bzw. Programme der Länder einschl. deren informeller Planungen, ob und wenn ja, inwieweit dort dieser Ansatz zur Anwendung kommt. Schließlich suchen sich die Studierenden stichprobenartig Planungsregionen, in denen man diesen Ansatz sinnvoll näher untersuchen könnte. Ein mögliches Beispiel ist die 2. Gesamtfortschreibung des Regionalplans Oberes Elbtal – Osterzgebirge von 2020, dessen Festlegungen zum planerischen Hochwasserschutz zwar aufgrund eines Formfehlers bei der Bekanntmachung für unwirksam erklärt wurden, aber inhaltlich einen innovativen Ansatz darstellen (https://rpv-elbtalosterz.de/regionalplanung/regionalplan-2020), so dass die Lektüre ausdrücklich empfohlen wird, es sind jedoch auch andere mögliche Beispiele in die Betrachtung einzubeziehen. Dies erfolgt abschließend in Form eines Planspiels, dessen Ergebnisse dokumentiert werden, wobei im Verlauf des Projekts zu entscheiden ist, ob ein existierender oder ein fiktiver Planentwurf zugrunde gelegt werden.

Präsenzveranstaltung, montags 16:00 – 18:00 Uhr, Raum A 802

MTS #60662 / 61554 (StuPo 2023)

Projektstart: 21.10.2024 l Anmeldung über die Projektplatzvergabe (Labor K)or K)

Betreuung: Prof. Dr. János Brenner

 

Regionalplanung

Der offizielle Titel der Lehrveranstaltung deckt den vorgesehenen Inhalt nicht vollständig ab, er wurde jedoch sozusagen traditionsbedingt übernommen. Die Vorlesungen gruppieren sich unter dem zusammenfassenden Obertitel „Raumentwicklung und Raumordnung in Deutschland“ in vier Themenbereiche:

 

1.     Leitbilder und Handlungsstrategien

2.     Rechtsgrundlagen und Instrumente

3.     Konzepte, Zentrale Orte, Landes- und Regionalplanung, Resilienz

4.     Einfluss der europäischen Ebene

 

Die Vorlesungen sollen nicht als „Frontalveranstaltungen“, sondern teilweise – je nachdem, welche Teile der Thematik sich dafür besonders eignen – im Dialog mit den Studierenden stattfinden. Dabei wird ausdrücklich angeboten, aufgrund von Erkenntnissen im Verlauf des Semesters einzelne Themen detaillierter zu behandeln oder auch um Fragen zu ergänzen, die aus Sicht der Studierenden fehlen.

 

Empfohlen wird die Beschäftigung mit dem Raumordnungsgesetz (ROG – https://www.gesetze-im-internet.de/rog_2008/) sowie den Leitbildern und Handlungsstrategien für die Raumentwicklung in Deutschland von 2016 (https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/themen/_alt/Raumentwicklung/RaumentwicklungDeutschland/Leitbilder/leitbildbroschuere-deutsch.pdf?__blob=publicationFile&v=1).

Präsenzveranstaltung, montags 14:00 – 16:00 Uhr, Raum EB 222

MTS #61632

Projektstart: 21.10.2024; Anmeldung über ISIS

Betreuung: Prof. Dr. János Brenner

Im Bereich Regionalplanung geht es um die Umsetzung des 2-%-Flächenziels nach dem Gesetz zur Festlegung von Flächenbedarfen für Windenergieanlagen an Land (Windenergieflächenbedarfs-gesetz - WindBG), umgangssprachlich bekannt als „Wind-an-Land-Gesetz“ (https://www.gesetze-im-internet.de/windbg/BJNR135310022.html). Die Umsetzung dieses besonderes anspruchsvollen Ziels stellt erhebliche Anforderungen an die Landes- und Regionalplanung.

 

Die Studierenden befassen sich zunächst mit dem Gesetz und arbeiten heraus, welches „Alleinstellungsmerkmal“ dieses Gesetz hat. Sie untersuchen die Raumordnungspläne bzw. Programme der Länder einschl. deren informeller Planungen, ob und wenn ja, inwieweit dort diesem gesetzlichen Planungsauftrag Rechnung getragen wird. Dabei wird eine vergleichende Betrachtung der Flächenländer angestellt. Die Studierenden untersuchen stichprobenartig, in welchen Planungsregionen bereits die Vorgaben des jeweiligen Landes umgesetzt werden oder zumindest die Umsetzung angegangen wird.

 

Sofern eine geeignete Planungsregion gefunden wurde, wird anhand dieses konkreten Falls ein Planspiel durchgeführt, ansonsten wird eine fiktive Region angenommen. Die Ergebnisse des Planspiels werden dokumentiert und münden – soweit es sich um eine reale Planungsregion handelt – in einen Beitrag zum Regionalplan, ansonsten als Beitrag zum fiktiven Regionalplan. Ein Exkurs gilt den Stadtstaaten.

 

Die Studierenden dokumentieren insbesondere die im Laufe des Verfahrens auftretenden Konflikte und Ansätze zu deren Lösung.

Präsenzveranstaltung, donnerstags 14:00 – 18:00 Uhr, Raum A 802

MTS #60678 / 60679

Projektstart: 24.10.2024; Anmeldung über die Projektplatzvergabe (Labor K) 

Betreuung: Prof. Dr. János Brenner