Kursy

Gewerbegebiete sind wesentliche Bestandteile urbaner Regionen, die eine bedeutende Rolle als Arbeits-, Handels- und Verkehrszentren im Alltag der Bevölkerung spielen. Trotz ihrer Bedeutung werden sie in planerischer und architektonischer Hinsicht eher vernachlässigt und scheinen nicht den städtebaulichen Zielen wie Kompaktheit, Nutzungsmischung und Fuß- sowie Radwegefreundlichkeit zu entsprechen, die für andere Stadtbereiche längst gelten.
Diese Vernachlässigung ist teilweise darauf zurückzuführen, dass die Planung von Gewerbegebieten lange Zeit von dem Leitbild der Nutzungstrennung geprägt war, das in der Nachkriegszeit entstand. Der Strukturwandel, insbesondere die zunehmende Bedeutung von Dienstleistungen und die Veränderungen in der industriellen Produktion (z.B. Digitalisierung, Automatisierung), stellt neue Anforderungen an die räumliche Gestaltung, aber auch an die soziale wie ökologische Vernetzung. Kennzeichen des Strukturwandels ist die Abkehr von der fordistischen Massenproduktion mit hohen Emissionen und großem Flächenverbrauch an ausgewählten Standorten zu einem Wirtschaftsmodell, das von mehr Flexibilität, stärkerer Kleinteiligkeit, wissensintensiven Tätigkeiten und einer organisatorischen Vernetzung von oft geographisch weit auseinanderliegenden Betrieben in komplexen Lieferketten gekennzeichnet ist. Dies erfordert Änderungen in den baulichen und planerischen Konzepten von Gewerbegebieten und eröffnet neue Möglichkeiten für die städtebauliche Weiterentwicklung von Verkehrsnetzen, Freiräumen und zentralen Orten. Diese Transformationspotenziale weisen zwei unterschiedliche mögliche Entwicklungsrichtungen auf, die sich aus der Lage, Branchenstruktur und Körnigkeit der Mischung ergeben: zum einen die Weiterentwicklung von Gewerbegebieten in integrierten Lagen zu stadtaffinen Produktionsstandorten und zum anderen den Umbau stadtferner Gewerbegebiete zu vernetzten und kreislauf-orientierten Produktions-, Logistik- und Industriestandorten.
- Trainer/in: Felix Bentlin
- Trainer/in: Sophie von Woedtke
- Trainer/in: Kira Joline Wollenweber

Built environment education, or BEE for children and youth is as multifaceted as its subject: the built, designed environment. BEE is also known as architecture education for young people. BEE incorporates educational activities related to cultural, arts, democratic, and environmental education. All of these types of learning activities are linked by the use of cities, buildings, places and spaces – as a subject, a context for learning and a curricular resource.
The number of initiatives dedicated to teaching about architecture and built environment has risen in the past two decades. It has become an interdisciplinary movement bringing together various professionals.
Based on this expertise the students will gain insights in the frameworks, methods, and outcomes of built environment education BEE for children and youth and its linkage to children and youth participation. They will gain applicable skills to teach BEE respecting the specific circumstances and contexts in which children and young people grow up in. They will get an overview on BEE practice world-wide and be able to identify needs and gaps in BEE policies. The class will be an online course as MOOC via OnCampus.plattform with an introduction and conclusion meeting with the lecturer.
- Trainer/in: Nina Bäckström
- Trainer/in: Angela Million
- Trainer/in: Sophie von Woedtke
- Trainer/in: Kira Joline Wollenweber
- Trainer/in: Sophia Lina Zwietasch

The Scientific Colloquium supports and accompanies the process of writing a master thesis. It provides guidance with identifying and refining the research question as well as developing an appropriate research design or research plan. In a series of joint workshops with the root disciplines (Architecture, Urban and Regional Planning, Landscape Architecture and Sociology) questions of the right methodology or methodological mix for the specific requirements of the individual thesis project are discussed. The course is comprised of block seminars, with the introduction event held later in the semester.
- Trainer/in: Nina Bäckström
- Trainer/in: Franziska Berger
- Trainer/in: Angela Million
- Trainer/in: William Banjo Armstrong Scobie
- Trainer/in: Jörg Stollmann
- Trainer/in: Sophia Lina Zwietasch

Im Rahmen der Übung sollen die Fähigkeiten, städtebauliche Qualitäten und Eigenschaften zu erkennen, zu analysieren und zu bewerten erlernt werden. Darauf aufbauen wird konzeptionelle Arbeit und selbstständiges städtebauliches Entwerfen – als Zusammenspiel intuitiven und analytischen Handelns – geübt und praktiziert.
In Kleingruppen werden eine konkrete städtebauliche Situation analysiert, Ideen und Leitbilder entwickelt und Gestaltungsansätze abgeleitet. Die Erarbeitung der städtebaulichen Konzepte und Entwürfe erfolgt in Einzel- und Gruppenarbeiten. Die Entwurfstätigkeit wird durch Teilübungen, fachliche und methodische Inputs und Werkstatttage unterstützt. Es werden unterschiedliche Darstellungsformen (u. a. Handskizzen, CAD, Modellbau) angewendet. Die Kleingruppenarbeit wird über Konsultationen begleitet. Im Rahmen der Veranstaltung werden die Zwischenergebnisse präsentiert, diskutiert und bewertet.
Diese Veranstaltung baut auf die Veranstaltung "B8 Städtebauliches Entwerfen und Gebäudekunde // Visuelle Kommunikation und Darstellungslehre" auf und ist Teil eines Pflichtmoduls für Studierende der Stadt- und Regionalplanung in Bachelor.
Keine Gasthörer*innen zugelassen.
- Trainer/in: Nina Bäckström
- Trainer/in: Felix Bentlin
- Trainer/in: Anna Juliane Heinrich
- Trainer/in: Angela Million
- Trainer/in: Sarina Schmidt
- Trainer/in: Zuzana Tabackova
- Trainer/in: Sophie von Woedtke
- Trainer/in: Kira Joline Wollenweber