Cours

Modul: Stadt, Raum, Ungleichheit 1-10

Stadtteilentwicklung: Segregation und Integration

Donnerstags 10-12 Uhr

Raum: H7112

- Blockveranstaltung | Die Auftaktveranstaltung findet am 26.04 von 10-12 Uhr statt. Danach erfolgt das Seminar in Blocksitzungen am 31.05, 21.06, 12.07 und am 19.07 jeweils von 10-16 Uhr. - 

Die Veranstaltung findet im Raum BH-N 230 (2. OG) statt. Eine genaue Wegbeschreibung erfolgt via ISIS vor der ersten Sitzung

Natur und Kultur, Mythos und Wissenschaft, Gemeinschaft und Gesellschaft, das Profane und das Sakrale, Imagination und Rationalisierung – dies sind nur einige der Konzepte, welche die Klassiker der Soziologie zur (Selbst-)beschreibung der Moderne bereitgestellt haben. Emblematisch steht dafür Webers Formel der „Entzauberung der Welt“. Seit dem letzten Drittel des vergangenen Jahrhunderts – auch dank des zunehmenden Einflusses der cultural- und postcolonial studies – mehren sich jedoch diejenigen Stimmen, die eben jene binären Beschreibungen der Moderne als zu einseitig bemängeln. Dabei ist beispielsweise nicht nur von Wiederverzauberung die Rede, vielmehr finden sich Hinweise darauf, dass auch der säkularisierte Westen nie ganz entzaubert war (z.B. Charles Taylor, Hans Joas, Bruno Latour, Jane Bennett, Viveros de Castro usw.). Betont wird, dass es neben der kühlen Rationalität der Aufklärung auch andere Konstruktionsweisen gibt, um der Welt Sinn zu verleihen. Ein Weg, um sich alternativen Strategien von Weltbearbeitung und -zugriff zu nähern, liege gerade im Zusammendenken der vormals getrennt gedachten, binären Sphären. Die Herausforderung ist dabei nicht nur, aufzuzeigen, dass auch als überholt verstandene Elemente in unserer gegenwärtigen Zeit nach wie vor wirksam sind. Vielmehr sind es die Überschneidungen, in denen beide Seiten der Unterscheidungen zusammenkommen, die schwer zu greifen sind.

Hier wollen wir ansetzen und im Seminar gemeinsam an Figuren arbeiten, die sich im Zwischenraum von Mythos und Wissenschaft bewegen. Von Interesse sind daher vor allem diejenigen Momente, in denen mythische Gestalten zu realweltlichen Verstrickungen geführt haben. Momente also, in denen sie nicht Figuren der Folklore geblieben sind, sondern als Motive in der empirischen Welt wirksam werden. Just in diesem Moment können wir sie aus kultur- und wissenssoziologischer Perspektive als hermeneutische Probleme beobachten: Wie lassen sich die Geschehnisse der Hexenprozesse von Salem begreifen und erklären? Was ist die Logik magischer Sprechakte und worin unterscheiden sich Priester von Schamanen? Wie könnte die hermeneutische Funktion von Gespenstern aussehen? Was genau soll mit dem Begriff des Unheimlichen bezeichnet werden? Und welcher Ordnung folgen eigentlich Séances, wenn dabei Temperatur, Blutdruck und magnetische Felder gemessen werden?

Es soll weniger um parapsychologische Beschreibungen der Gespensterkunde gehen als vielmehr um die Frage, wie mythisches, magisches und rationales Denken zueinander ins Verhältnis gesetzt werden können. Dazu werden wir sowohl anthropologische als auch soziologische Klassiker lesen und ihre Perspektiven mit gegenwärtigen kultur- und wissenssoziologischen Texten verbinden.

Prüfungsleistung: mündlich (benotet)

Lehrforschungsprojekt Teil II für MA Soziologie

Raum: FH 313

Termine:

17.05.2024, 14:00-18:00 Uhr

28.05.2024, 14:00-18:00 Uhr

16.08.2024, 14:00-18:00 Uhr

16.07.2024, 14:00-18:00 Uhr

DO

10-12

FH 311

Modul: Spezielle Theorien der Soziologie 3

06371400 L 10

Thema des Seminars:

Was lässt sich über eine Gesellschaft lernen, wenn man die Art und Weise analysiert, wie sie ihre Räume konstituiert? Was verraten die spezifischen Raumvorstellungen und -erfahrungen einer Gesellschaft über diese? Welche Schlüsse erlaubt ein analytischer Blick auf Raum über eine Gesellschaft? Dieses Seminar bietet eine Einführung in makrosoziologische Fragestellung mit einem Schwerpunkt auf der Raumanalyse als Mittel zur Gesellschaftsanalyse. Das Modul vermittelt dezidiert makrosoziologische Perspektiven auf Raum und Gesellschaft. Komplementär zu der Veranstaltung RSA2, in der die Studierenden erfahren, wie Raum durch soziale Praktiken produziert und reproduziert wird (Ziel: RSA2), vertieft das Modul STS 3 Ansätze, die die sozio-historische und materiell-räumliche Prägung von Gesellschaft thematisieren. Im Zentrum der Veranstaltung steht also die strukturierende Dimension von Räumen, die in ihrer Historizität und globalen Relationalität betrachtet wird. Typische Themenkomplexe, die in dem Modul bearbeitet werden, eröffnen makrosoziologische Perspektiven auf die strukturierende Bedeutung von Räumen schwerpunktmäßig in Bezug auf: Grenzregime sowie Globalisierung und Transnationalisierung. Wir werden uns insbesondere auf nationale Grenzen und Grenzräume konzentrieren und gemeinsam erarbeiten, wie diese die soziale Organisation, Interaktionen und Identitäten prägen. Dabei werden wir theoretische Konzepte und empirische Ansätze nutzen, um die komplexe Beziehung zwischen Raum und Gesellschaft zu verstehen. Wir beschäftigen uns mit gesellschaftlicher Bedeutung von Grenzen im Kontext von soziologischen Raumtheorien sowie mit Debatten über territoriale Abgrenzungen und transnationale Netzwerke. Neben soziologischen Ansätzen setzen wir uns in einem Themenblock auch interdisziplinär aus literatur-und kulturwissenschaftlicher Perspektive mit Grenzen auseinander. 

 

Ziele des Seminars

Makrosoziologische Theorien zu Raum und Gesellschaft:

    • Analyse von Originaltexten
    • Verständnis verschiedener makrosoziologischer Ansätze

Anwendung von makrosoziologischen Theorien auf Raumkonstruktionen:

    • Untersuchung der Bedeutung sozio-historischer Raumkonstruktionen
    • Entwicklung von Analysefähigkeiten im Hinblick auf gesellschaftliche Strukturen und Dynamiken

Entwicklung von Lesekompetenzen und eigenständiger Textarbeit:

    • Systematisches Lesen wissenschaftlicher Literatur
    • Erstellung kritischer Kurzzusammenfassungen und Reading-Journals

Vertiefung wissenschaftlicher Argumentations- und Diskussionsfähigkeit:

    • Offene Diskussionen
    • Arbeit in Kleingruppen

Entwickelte Kompetenzen und Sensibilisierung:

    • Verständnis grundlegender Konzepte und Theorien
    • Analyse von Grenzen und Grenzräumen als materiell-soziales Konstrukt
    • Sensibilisierung für die Bedeutung nationaler Grenzen und Grenzräume

Anwendung soziologischer Ansätze auf reale Raumkontexte:

    • Kritische Reflexion über die Rolle von Grenzen und Raum in der Gesellschaft
    • Untersuchung sozialer, politischer und kultureller Prozesse

 

 

 

Wichtige Informationen zu den Prüfungsleistungen 

5LP

Portfolioprüfung:

Die Leistung für das erfolgreiche Bestehen der Veranstaltung setzt sich aus einer mündlichen (Gewichtung 20 Prozent, unbenotet) und einer schriftlichen Leistung (Gewichtung 80 Prozent, benotet) zusammen.

Anforderungen für das erfolgreiche Bestehen der Veranstaltung sind:

• die regelmäßige und aktive Teilnahme an der Veranstaltung

• die Lektüre der auf dem Seminarplan angegebenen Texte (als PDF auf ISIS verfügbar)

• Erbringung der mündlichen Prüfungsleistung: Moderation einer Sitzung 

• die schriftlichen Prüfungsleistung

 

Mündliches Prüfungselement: Sie bereiten eine Sitzung des Seminars als Moderationsteam in enger Absprache mit der Dozentin vor. Zu der Moderation gehört das Formulieren und Versenden von 4 Lesefragen eine Woche vor der zu moderierende Sitzung, sowie die Moderation der Sitzung selbst.

 

Schriftliches Prüfungselement:

Jede Teilnehmer*in verfasst zusätzlich zu der eigenen Moderation einer Sitzung 5 Exzerpte (mindestens 500 Wörter pro Exzerpt) zu jeweils 5 anderen selbstgewählten Seminarsitzungen. An den ausgewählten Sitzungen, sollten die Exzerpte jeweils wöchentlich bis zum Dienstag (23:59 Uhr) vor der jeweiligen Sitzung eingereicht werden.

Als schriftliches abschließendes Prüfungselement schreibt jede Teilnehmer*in eine vertiefende Zusammenfassung der Seminardiskussion zu einem Text ihrer Wahl (Moderationstext oder zu einer anderen Sitzung) und illustriert diese Zusammenfassung der Seminardiskussion anhand eines aktuellen Grenz(raum)phänomens, oder räumlichen Phänomens der Globalisieurng (Ereignis, Objekt, Diskurs usw.). Diese Zusammenfassung beinhaltet mindestens 2000 Wörter (ohne Literaturverzeichnis, Gliederung und Deckblatt). Diese Zusammenfassung sollte bis zum 15.09.2024eingereicht werden. 


BA Soziologie

2 SWS, 5 LP: Portfolioprüfung: 90% Rezension, 10 % Referat


Space, Power, and Intersectionality in the City

This module will explore how race, class, gender, sexuality are being produced both in and through urban spaces, and how this produces intersectional and shifting subjectivities, political configurations and urban struggles. It will draw on a wide range of scholarship, including critical race theory, feminist geography, queer theory and post and decolonial theory, in order to examine how power is employed and contested across city spaces and how structural inequalities and ambivalent subjectivities and alliances are produced. Moving across the macro, meso and micro levels, we will examine how individuals can or cannot mobilise their citizenship, class privilege or whiteness to protect themselves, gain advantage and navigate hierarchical structures and everyday disadvantage. Meanwhile, how does structural phenomenon like racial capitalism, homophobia, transphobia, and class hierarchies interact with urban spaces? This course will aim to deconstruct blackness (and conversely whiteness) as homogeneous experiences, whilst linking these constructions and their lived experiences back to socio-spatial processes. We will critically interrogate how some subjects can become subjects of value in neoliberal capitalism, whilst others are rendered ultimately disposable. 

Ankündigungen und Nachrichten In dieser Vorlesung werden Grundlagen der Planungs- und Architektursoziologie dargestellt. Hierzu werden wichtige Autor*innen und prägende Ideen so präsentiert, dass interdisziplinäre Anschlussstellen gesucht werden. Themen sind z.B. soziale Ungleichheit und sozialer Wandel, Akteure und Akteurskonstellationen bei der Produktion von städtischen Räumen und Bauten, Nutzung und Aneignung von städtischen Räumen, Raumkämpfe und Raumbilder, Gender und 'Race' im Kontext von Städtebau und Architektur.

Die Vorlesung findet Montags von 18 bis 20Uhr im Raum A151 statt.

Anforderungen/Leistung: 3 ECTS für die Teilnahme an der Vorlesung und dem schriftlichen

Test Klausurtermine: Ersttermin 30.07.24, ganztags Zweittermin 24.09.24, ganztags Wiederholungstermin: 511.24. ganztags

Tutor*innen: Anastasia Schmidt (anastasia.i.schmidt@campus.tu-berlin.de) Jan Lietzke (lietzke@campus.tu-berlin.de) dir="ltr" style="text-align: left;">Modul: Geschichte und Soziologie der Architektur

Architektursoziologie Vorlesung

Montags 18:00-20:00 Uhr

Raum: A151

Prüfungsleistung: Klausur