Kurslar
Hubert Knoblauch
Montag 16-18 Uhr
FH 312
Die Sozialtheorie des Kommunikativen Konstruktivismus
Der kommunikative Konstruktivismus ist ein soziologischer Theorieansatz, an dessen Entwicklung das Fachgebiet maßgeblich beteiligt war und noch ist. Da sich die Lehre des Fachgebiets sehr stark an der Idee der Multiparadigmatik bzw. des theoretischen Pluralismus der Soziologie orientiert, wird der Ansatz zumeist nur im groben Überblick behandelt. Deswegen soll sich dieses Lektüreseminar dem Ansatz vertiefend widmen. Zur Lektüre stützt es sich auf eine Monographie des Veranstalters, wobei es sich in diesem Seminar auf die Sozialtheorie konzentriert. Die vergleichsweise komplexen Texte sollen im Rahmen der Veranstaltung erläutert und diskutiert werden, auch um einen besseren Zugang zur Theorie des kommunikativen Konstruktivismus wie auch den Theorien zu finden, die ihr zugrunde liegen. (Sie reichen von der Phänomenologie über den Sozialkonstruktivismus bis zum neuen Materialismus.)
Das Ziel der Veranstaltung ist ein tieferes Verständnis der soziologischen Theorie.
Erforderlich ist die regelmäßige Teilnahme an den Sitzungen sowie vorbereitete Kommentare zu den Texten.
- Trainer/in: Ricarda Frieda Kaiser
- Trainer/in: Hubert Knoblauch
- Trainer/in: Tom-Joshua Sauerländer
In diesem Kurs werden wir uns eingehend mit einem der dynamischsten Aspekte der Gesellschaft beschäftigen: den sozialen Bewegungen.
Soziale Bewegungen haben die Fähigkeit, das soziale, politische und kulturelle Gefüge einer Gesellschaft in bestimmten Formen zu reflektieren und auch zu verändern. Gleichzeitig sind sie dabei auch ein Teil der gesellschaftlichen Ordnung. Von feministischen Bewegungen über die Bürgerrechtsbewegung bis hin zu aktuellen Umweltbewegungen haben soziale Bewegungen das Potenzial, eine Art kollektive Akteurin zu schaffen, die gesellschaftliche Normen reflektiert, herausfordert und dadurch sozialen Wandel und neue gesellschaftliche Perspektiven anstoßen kann.
In diesem Seminar werden wir uns mit verschiedenen Aspekten sozialer Bewegungen beschäftigen. Wir werden ihre historische Entwicklung untersuchen. Dabei werden wir uns auch mit den theoretischen Ansätzen auseinandersetzen, die dazu beitragen, die Formen, Dynamiken und Auswirkungen sozialer Bewegungen zu beleuchten. Wir werden uns mit den vielfältigen Formen des Widerstands und der Mobilisierung befassen, angefangen bei Massenprotesten bis hin zu digitalen Aktivismusformen.
- Trainer/in: Frederike Julia Brandt
- Trainer/in: Ricarda Frieda Kaiser
Wissenschaft und Politik (Modul Kommunikation und Gesellschaft, 6 LP)
Dienstag 12-14 Uhr
Raum FH 314 (Ausnahme: 30.4., EB133C)
Das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Politik bereits in klassischer soziologischer Theorie durch Max Webers Ausführungen über die Wertefreiheit ein bedeutsames und zugleich selbstreflexives Thema bei der Beachtung der modernen Gesellschaft und ihrer Wissensstrukturen. Zugleich isr es ein komplexes Forschungsfeld an der Schnittstelle zwischen Wissenschafts- und Hochschulforschung, Politikwissenschaft und Governance-Theorien. Für die Wissenschaftsforschung ist es seit ihren Anfängen ein zentraler Gegenstand, der kaum an Aktualität eingebüßt hat. Bei bereits länger bestehenden Diskursen im Anschluss an die Diagnose der „Wissensgesellschaft“ um eine Politisierung der Wissenschaft und den Implikationen der Bemühung um eine „evidenzbasierte“ Politik, rückte zuletzt währen der Corona-Pandemie die gesellschaftspolitische Rolle wissenschaftlicher Expertise in den Fokus. Gleichzeitig stellen sich angesichts intensivierter geopolitischer Konfliktpotenziale auch neue Frage einer Politisierung der Wissenschaft, wodurch bisherige Konzepte und Paradigmen der „Global Science“ und „Open Science“ herausgefordert werden. Auf Basis der Erarbeitung zentraler theoretischer Ansätze zum Wechsel- und teils Spannungsverhältnis zwischen Wissenschaft und Politik, sollen diese gegenwärtigen empirischen Entwicklungen und neuere Forschungsperspektiven gemeinsam diskutiert werden. Hierfür werden auch die komplexen institutionellen Strukturen und Akteurskonstellationen, die die Beziehungen zwischen Wissenschaft und Politik prägen, besprochen.
Voraussetzung zur Erlangung eines Leistungsnachweises
· Regelmäßige, aktive Teilnahme
· Vorbereitung der Seminarlektüre
· Referat einzeln oder als Gruppe (max. 3) mit anschließender Diskussion und Handout
· Schriftliche Leistung Option 1: Abstract-Sammlung (Abstract abgeben jeweils zu Sitzungsbeginn zu mind. 10 Sitzung, 250-max.300 Wörter)
· Schriftliche Leistung Option 2: zwei kürzere Ausarbeitungen (à 1000-1500 Wörter) zu ausgesuchten Seminartexten erste Abgabe vorsl. Ende Mai, zweite Abgabe Ende Juni
- Trainer/in: Lynn Felicitas Sibert
New Directions in Globalization Theory ‐ From Globalization to Planetary Sociology (Sepcialisation in Societal Analysis, Modul Vertiefung Gesellschaftsanalyse 3LP)
Di 16-18:00
Room MAR 0013, (except 16.04 in MAR 0017)
One concept that seems to be almost ubiquitously referred to but whose terminology is hardly clearly defined is that of the "global". Despite the many sociological contributions to globalisation theory, the notion of the global in sociology is still a constant work in progress. In light of the critical reflection of the universalism of classical theories of modernity in sociology as well as current discussions about a truly global postcolonial sociology ("global sociology"), the question arises as to what constitutes globalized processes and how globality can be defined sociologically. The theories of reflexive modernisation, which have been influential for sociological globalisation research, have undergone multiple expansions and theoretical critiques. Dominant globalisation paradigms are further challenged through empirical observations of intensified geopolitical conflicts, the resurgence of borders, but also transboundary challenges and increasing interdependencies, e.g. with regard to global climate and sustainability.
In the seminar, we will explore newer perspectives on the global and globalisation processes and discuss the extent to which competing or alternative sociological concepts of the world can be identified, as well as the analytical potentials, limitations and challenges of these approaches.
Assessment and Grading criteria and requirements:
- Regular, active participation
- Preparation of the weekly seminar readings
- Presentation individually or as a group (max. 3) with follow-up discussion and handout
- Written assignment: Short Essay based on own presentation (1000-1500 words/ca 3 pages)
- Trainer/in: Lynn Felicitas Sibert
- Trainer/in: Ricarda Frieda Kaiser
- Trainer/in: Hubert Knoblauch
- Trainer/in: Tom-Joshua Sauerländer
- Trainer/in: Ricarda Frieda Kaiser
- Trainer/in: Hubert Knoblauch
- Trainer/in: Tom-Joshua Sauerländer
- Trainer/in: Ricarda Frieda Kaiser
- Trainer/in: Hubert Knoblauch
- Trainer/in: Tom-Joshua Sauerländer