Курсы
Infrastrukturen in der Bauleitplanung
Zwischen der Bauleitplanung und
der Infrastrukturplanung anderer Planungsträger bestehen vielfältige
Wechselwirkungen. Privilegierte Fachplanungen haben nach § 38 BauGB Vorrang vor
der Bauleitplanung; solche Planungen schränken die Möglichkeiten der
Bauleitplanung ein. Dazu können insbesondere von Umweltfachplanungen erhebliche
Auswirkungen auf die Bauleitplanung und die städtische Entwicklung ausgehen.
Behandelt werden sollen Umweltfachplanungen und Infrastrukturplanungen anderer
Planungsträger mit Relevanz für die städtebauliche Planung. In der
Veranstaltung sollen diese Umweltfachplanungen und Infrastrukturplanungen
behandelt und ihre Bedeutung für die städtebauliche Planung erarbeitet
werden.
Das Seminar besteht aus mehreren Teilen, wobei die Studierenden im Rahmen der Seminarveranstaltungen zur aktiven Mitarbeit aufgefordert sind. Als Leistungen sind zu erbringen:
1. Präsentation und Diskussion zu einem ausgewählten Thema
2. Schriftliche Ausarbeitung der Präsentation (Seminararbeit) mit einem Umfang von ca. 15 Seiten.
Das Seminar ist Teil des Moduls Städtische Infrastrukturen.
Bitte beachten Sie: Das Modul B15.31c 'Städtische Infrastrukturen' ist innerhalb von 2 Semestern abzuschließen! Wenn im WiSe begonnen wird, ist es im darauffolgenden SoSe abzuschließen und umgekehrt.
Dozentin: Anke Sterz
Termine: Mittwoch, 10:15-11:45 Uhr, Raum B 109
Veranstaltungsbeginn: 17.04.2024
Anmeldung: über den ISIS-Kurs zur Veranstaltung
- Trainer/in: Vincenzo Ballacchino
- Trainer/in: Anke Sterz
- Trainer/in: Martin Zabel
Thema: Raumordnung in Zeiten von Komplexität und Unsicherheit – Szenarien als Instrument für eine resiliente Raumplanung?!
Deutschland wurde in den letzten Jahren von unterschiedlichen Krisenereignissen und Schocks getroffen, die sich auf die Raumentwicklung ausgewirkt haben und für die Stadt- undRegionalplanung unmittelbar relevant sind, u.a. da sich daraus geänderte Flächenansprüche ergeben.
Hierzu gehören die Corona-Pandemie, der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine oder die Flutkatastrophe im Jahr 2021. Diese Krisenereignisse haben sehr deutlich gezeigt, dass wir zum einen in Zeiten von Unsicherheit leben und zum anderen die Komplexität sowie zeitliche Dynamik der Wechselwirkungen unterschiedlicher Entwicklungsprozesse noch einmal deutlich zunimmt.
Szenarien können hier als Instrument der Zukunftsforschung in der räumlichen Planung dienen. Sie erlauben eine Reduktion der Komplexität der vielfältigen Wirkungszusammenhänge und der Darstellung der Zusammenhänge. Die Chance liegt darin, mittels konsistenter Annahmen verschiedene räumliche Zukünfte zu entwickeln und darzustellen. Diese Zukünfte ermöglichen einen ergebnisoffenen und kreativen Dialog über die daraus resultierenden planungspraktischen Handlungserfordernisse und -ansätze und/oder ermöglichen das Weiterdenken verschiedener planerischer und politischer Entscheidungen und der daraus resultierenden räumlichen Entwicklungsprozesse. Szenarien können so einen wesentlichen Beitrag im Sinne des gesetzliche Vorsorgeauftrags für die Raumordnung liefern.
Im Rahmen des Projektes sollen räumliche Szenarien für einen im Projekt auszuwählenden regionalen Untersuchungsraum entwickelt werden, die sich unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten wie zum Beispiel der Siedlungsentwicklung (inkl. Industrie- und Gewerbeflächen), der Rohstoffsicherung oder der Hochwasservorsorge widmen. Die Szenarien sollen fundiert und systematisch schriftlich aber vor allem auch grafisch als Raumbilder/Zukunftsbilder (oder auch „Kartoszenarien“) aufbereitet werden. Eine Diskussion über die Chancen und Grenzen der Szenariomethodik wird ein weiteres wichtiges Ergebnis sein.
Abb.1: Beispiele für Zukunftsbilder / Szenarien für die Niederlande
https://www.pbl.nl/sites/default/files/downloads/pbl-2023-vier-scenarios-voor-de-inrichting-van-nederland-in-2050-
4832.pdf
Im Rahmen des Projektes erfolgt eine systematische Auseinandersetzung mit der Methode der Szenarien in der räumlichen Planung, mit relevanten und aktuellen räumlichen Entwicklungsprozessen, planungspolitischen Entscheidungen und deren Bedeutung und für einem ausgewählten Untersuchungsraum sowie der kreative Prozess der Fortschreibung dieser in die Zukunft mittels Szenarien.
Präsenzveranstaltung, mittwochs 12:15 Uhr-13:45 Uhr, Raum B 113
Projektstart: voraussichtlich Mittwoch, 17.4.2024; Anmeldung über die Projektplatzvergabe (Labor K)
Betreuung: Prof. Dr.-Ing. Swantje Grotheer
- Trainer/in: Vincenzo Ballacchino
- Trainer/in: Swantje Grotheer
Schwerpunktthema Sommersemester 2024: Umweltvorsorge in der Landes- und Regionalplanung
Aufbauend auf die Inhalte des Kernseminars wird im Seminar „Umweltbelange in der Bauleitplanung II“ im Sommersemester das Thema der Umweltvorsorge in der Landes- und Regionalplanung vertieft. Die Bedeutung der Umweltvorsorge sowie Ansatzpunkte in der Landes- und Regionalplanung werden untersucht und diskutiert. Dabei werden Möglichkeiten und Grenzen der Umweltvorsorge ebenso thematisiert wie die konkrete Ausgestaltung einer raumordnerischen Umweltvorsorge. Thematisch sollen Klima, Hochwasser, Grundwasser sowie Boden im Vordergrund stehen.
Das Seminar ist als Wahlpflichtveranstaltung Teil des Vertiefungsmoduls Raumplanung, Recht und Verwaltung.
Umfang: 3 LP
Die Studierenden sind im Rahmen der Seminarveranstaltungen zur aktiven Mitarbeit aufgefordert. Als Leistungen sind zu erbringen:
1. Impulsreferat sowie Strukturierung und Moderation einer dazugehörigen Diskussion zu einem ausgewählten Thema der oben genannten Inhalte im Rahmen des Seminars. Die Themenstellungen werden in einem der ersten Seminartermine verteilt.
2. Schriftliche Ausarbeitung der Seminararbeit.
Präsenzveranstaltung, mittwochs 10:15 Uhr-11:45 Uhr Raum B 113
Veranstaltungsbeginn: Mittwoch, 17.04.2024; Anmeldung vorab über ISIS
Dozentin: Prof. Dr.-Ing. Swantje Grotheer
- Trainer/in: Vincenzo Ballacchino
- Trainer/in: Swantje Grotheer
- Trainer/in: Martin Zabel
Umweltbelange in der Bauleitplanung I
Die Vorlesung führt ein in das Thema des Umweltschutzes in der Raumplanung und dessen Grundprinzipien. Hierzu sind Verfassungs- und unionsrechtliche Grundlagen des Umweltschutzes ebenso relevant wie ausgewählte Instrumente des Umweltrechts. Die Aufgaben der Raumordnung und Bauleitplanung und deren Verknüpfung zur Klimaschutz, Immissionsschutz, Naturschutz, Bodenschutz sowie Hochwasser und Wasserschutz werden ebenso thematisiert wie Regelungen zum Umgang mit Eingriffen in Natur und Landschaft und zur Umweltverträglichkeitsprüfung von Plänen und Programmen.
Die Vorlesung ist Teil des Moduls B 7.
Prüfungsleistung: Modulklausur
Präsenzveranstaltung, mittwochs 8:30 Uhr-10:00 Uhr Raum EB 222
Veranstaltungsbeginn: Mittwoch, 17.04.2024; Anmeldung vorab über ISIS
Dozentin: Prof. Dr.-Ing. Swantje Grotheer
- Trainer/in: Vincenzo Ballacchino
- Trainer/in: Swantje Grotheer
- Trainer/in: Martin Zabel
Schwerpunktthema im Sommersemester 2024: Postwachstum und
Raumentwicklung
In der räumlichen Planung besteht bereits seit einigen Jahrzehnten der – gesetzliche – Auftrag zur Erreichung einer nachhaltigen Raumentwicklung. Gleichzeitig ist diese nach wie vor einem eher traditionellen Wachstumsparadigma unterworfen, welches insbesondere beim Umgang mit der Ressource Boden bzw. Fläche sichtbar wird. In der wissenschaftlichen wie auch politischen und gesellschaftlichen Debatte wird nicht zuletzt seit den Klimaprotesten und Fridays for Future über die Notwendigkeit diskutiert, eine Transformation zu nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsformen zu erreichen. Im Diskurs stehen unterschiedliche (räumliche, planerische) Entwicklungsansätze hin zu einer stärkeren Gemeinwohlorientierung, der Umweltverträglichkeit sowie der Frage wie der Entwicklungsbegriff (neu) bewertet werden kann.
Im Seminar werden unterschiedliche theoretische und planungspraktische Ansätze der Postwachstumsplanung sowie raumbezogener Nachhaltigkeitstransformation in städtischen und ländlichen Räumen hinsichtlich ihrer Chancen und Grenzen diskutiert und dabei auch die Konzepte von Effizienz, Konsistenz und Suffizienz aufgegriffen.
Das Seminar ist als Wahlpflichtveranstaltung Teil des Vertiefungsmoduls Raumplanung, Recht und Verwaltung.
Umfang: 3 LP
Die Studierenden sind im Rahmen der Seminarveranstaltungen zur aktiven Mitarbeit aufgefordert. Als Leistungen sind zu erbringen:
1. Präsentation und Moderation einer Diskussion zu einem ausgewählten Thema der oben genannten Inhalte im Rahmen der Blockveranstaltungen. Die Themenstellungen werden am ersten Seminartermin verteilt.
2. Schriftliche Ausarbeitung der Seminararbeit.
Präsenzveranstaltung, drei Blocktermine (freitags): 26.04.2024, 28.06.2024, 05.07.2024; jeweils 9:00 – 16:00 Uhr in Raum B 113
Veranstaltungsbeginn: 26.04.2024, 9:00 Uhr; Anmeldung vorab über ISIS
Dozentin: Prof. Dr.-Ing. Swantje Grotheer
- Trainer/in: Vincenzo Ballacchino
- Trainer/in: Swantje Grotheer
- Trainer/in: Martin Zabel