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In unserer Gegenwart ist es enorm wichtig, sich neben oder vielleicht sogar statt dem Erstellen von Gebäuden mit deren Ver- schwinden zu befassen, konkret: Mit deren Abriss. Demo Lition wird hinter die (abgebrochenen) Fassaden blicken, Fragen stel- len, Zahlen aufbereiten, Orte des Geschehens besuchen und ver- suchen, aus dem Status Quo Ansätze für eine bessere Zukunft zu entwickeln.
Dass wir den Gebäudebestand als gespeicherte Energie und wertvolle Materialressource begreifen müssen, sollte mittler- weile eigentlich common sense sein. Trotzdem erleben wir auf unseren Wegen durch die Stadt täglich das Gegenteil und se- hen gewaltige Maschinen, die große Bauvolumen innerhalb von Wochen oder Tagen verschwinden lassen. Wir stellen außerdem fest, dass diese Abbrüche wenig durchdacht vonstatten gehen und so nur wilde Konglomerate von Abfällen hinterlassen.
Um dies zu hinterfragen und neue Wege des Umgangs aufzu- zeigen, wird an verschiedenen Stellen eingehakt: Bei der Moti- vation der Besitzenden, bei der Genehmigung der Behörden, bei der Technik der Abreissenden, bei der Logistik der Entsorgen- den und bei den Ideen der Wiederverwertenden. Diskussionen mit Gästen, Workshops mit Expert*innen und Exkursionen an markante Orte setzen ein Bild zusammen vom Abriss. Die In- formationen werden in Form von Berechnungen verarbeitet und grafisch aufbereitet, um schließlich auch Eingang in die soeben gestartete Website abrissatlas.de und eine Buch-Publikation zum Thema zu finden.
Nicht zuletzt wird das vertiefte Wissen unsere zukünftige Ent- wurfsmethodik grundlegend ergänzen und verändern: Entwerfen beginnt beim Umgang mit dem was schon entworfen ist. Entwerfen bedeutet das Gestalten von Prozessen.
Entwerfen schließt das Wissen über einen evtl. Rückbau mit ein.

Der Kurs wird in Kooperation mit dem FG Architecture for Health/Future (Gastprofessor*innen 
Elisabeth Broermann & Adrian Nägel) angeboten.

In response to the increasing impact of the construction indus- try on CO2 emissions and the disposability of certain buildings, the concept of the Anti-Monument emerges. Unlike traditional monuments, Anti-Monuments seek protection for reasons other than cultural value or beauty.

This course focuses on developing strategies to generate public interest in preserving buildings slated for demolition. Students will be assigned „ugly buildings“ and tasked with creating trans- formation strategies that are aesthetically pleasing, technically feasible, and financially viable. Through research, analysis, and creative problem-solving, students will explore architectural interventions, adaptive reuse, sustainable materials, and ener- gy-efficient systems.

By showcasing innovative design approaches and sustainability considerations, students will present persuasive proposals that highlight the positive impact of their strategies on cultural, so- cial, and environmental levels. Students get the opportunity to reshape the narrative around building preservation and uncover- ing the hidden potential of Anti-Monuments.

The course is supervised by Prof. Jacob van Rijs as a „masterc- lass“. It offers the opportunity for a direct and continuous ex- change between professor and student that draws on the great thematic experience of an architect and the unbiased approach of a student.