Cursos

SHI Ming

LV-Nr.: 3131 L 176

 

MA-TGWT WTC

BA-KulT WTG 3, 4

BA-KulT FW 14, 15, 16

MA-TGWT WTG 3, 4

MA-GKWT 3, 5/2, 7/2

MA FW 11, 12, 14

 

SE/HS                                    China: Im Spiegel seiner Intellektuellendebatten

 

 

Raum: MAR 4.063 (China Center an der TU Berlin, Seminarraum Marchstr. 23, 10587 Berlin)

Beginn: 27.10.23

In deutscher Sprache

 

Blockseminar:

Block I: 27./28. Oktober (Freitag und Samstag)

Block II: 17/18. November (Freitag und Samstag)

 

China verstehen, indem wir seine Debatten verstehen: An Beispielen zu Nationalismus, Taiwan-Fragen; Wachstum und Umwelt und Humanismus/Menschenrechte

 

27./28. Oktober (Freitag und Samstag): Block 1: Einführung; Seminar 1: Debatten – worum geht es? Seminar 2: Wer debattiert mit wem? Seminar 3: Zensur, Desinformationen, Bürgerjournalismus; Q & A: Arbeitsgruppen und Zusammenfassung;

 

17/18. November (Freitag und Samstag): Block 2: Seminar 1: Wozu werden Debatten gestattet, wozu nicht? Seminar 2: Forschung kennt kein Tabu(?), Propaganda schon Disziplin – Elite und Elitewissen; Seminar 3: Wie blicken Chinas Debattiere in die Welt: Ideologie-, Narrative- und Ideenkopierer? Q & A: Arbeitsgruppen und Zusammenfassung

 

Zielsetzung:

Anhand der Beispiele soll

a). verdeutlicht werden, wie die Debatten innerhalb von China sich entwickeln, wer die Akteure sind, wie sie zur Macht und zum Volk stehen;

 

b). exemplarisch analysiert werden, wie mit Debatten die ersten modernen Think-tanks eingesetzt werden, im Rahmen des Parteistaates und, hin und wieder, sogar über diesen Rahmen hinaus;

 

c). ebenso exemplarisch gezeigt werden, welche Querverbindung diese Debatten und ihre Strukturen mit westlichen Narrativen entsteht und besteht, warum, und was diese Querverbindung für Europa/für den Westen bedeutet und bedeuten könnte, wenn man sie richtig versteht und zu handhaben vermag. (Kompetenzfrage)

 

Literatur:

 

Chinesisches Denken der Gegenwart – Schlüsseltexte zur Politik und Gesellschaft“ (Herausgegeben von Daniel Leese und Shi Ming, Beck-Verlag, 2023)

 

Lektüre als Wissensbasis empfohlen.

 


Dr. Sigrun Abels

LV-Nr.: 3131 L 178

montags, drei Mal im Semester, 12:15-13:30, online, im Zoom.

  1. 13.11.23
  2. 11.12.23
  3. 22.01.24

 

Vortragsreihe                                   Resilient China Lunch

Der Klimawandel erfordert entschlossene Maßnahmen auf nationaler und internationaler Ebene, da die Auswirkungen längst global spürbar sind. Als einer der größten Emittenten von Treibhausgasen spielt China eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung dieser Herausforderung und hat Anstrengungen unternommen, den Klimawandel einzudämmen und gleichzeitig seine Wirtschaft weiterzuentwickeln.

Die Förderung einer klimaresilienten Entwicklung und die Verringerung der Verwundbarkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels stehen dabei im Fokus.

In der Vortragsreihe „Resilient China Lunch“ werden ExpertInnen aus unterschiedlichen Fachbereichen das Thema beleuchten. 

Die Reihe richtet sich an Studierende und WissenschaftlerInnen sowie ein breites Publikum mit Interesse an Klimaschutz, Klimawandel und Chinas Klimapolitik.

 

 

 


Dr. Andreas Seifert

LV-Nr.: 3131 L 177

 

MA-TGWT WTC

BA-KulT FW 14, 15, 16, 18, 19, 20

MA‐GKWT bzw. MA-TGWT FW 10, 14

 

Blockseminar:

Beginn online, im Zoom: Freitag 20. Oktober 2023 – 14.00-16.00 Uhr

https://tu-berlin.zoom.us/j/62403320487?pwd=N0pYcW1sdUtWZ3ZrTDNJU3dReEgvQT09

Meeting-ID: 624 0332 0487

Kenncode: 336300


Präsenzblock I: Sa./So. 25.11.-26.11.2023 – 10.00-18.00 Uhr / 10.00-16.00 Uhr

Präsenzblock II: Sa./So. 9.12.-10.12.2023 – 12.00-18.00 / 10.00-18.00 Uhr

Raum: MAR 4.063 (China Center an der TU Berlin, Seminarraum Marchstr. 23, 10587 Berlin)     In deutscher Sprache

 

SE/HS            Printed Red - Chinesische Comickultur und Grafik zwischen sozialistischer Propaganda und Entertainment

 

Wenn ROT die Farbe Chinas der 1960 und 1970er Jahre war, in welchen Schattierungen müssen wir uns dann die anderen Jahrzehnte und die aktuelle Realität in der Volksrepublik malen – oder ist alles so, wie damals?

Im Kurs sollen die die Besonderheiten der Grafikproduktion (Comic, Karikatur, Illustration) in China behandelt werden – zeitlicher Fokus unserer Betrachtung liegt dabei auf dem 20. Jahrhundert. Wir wollen aber auch fragen, welche Verschiebungen nach der Jahrtausendwende eingetreten sind und worin sie bestehen? Welche Kontinuitäten gibt es und welche Differenzen? Damit soll der Kurs nicht nur einen Überblick eines Segments künstlerischen Schaffens in der VR bis zur Jahrtausendwende vermitteln, sondern auch helfen, die historischen grafischen Fragmente in der heutigen Zeit zu erkennen und zu interpretieren.

Im Einzelnen wollen wir uns mit der chinesischen Comickultur (vornehmlich lianhuanhua 连环画) in verschiedenen Perioden der Geschichte der VR China auseinandersetzen. Dazu zählen nicht allein das Medium selbst, sondern auch die Bedingungen seiner Produktion und seines Konsums. Ausgehend von einigen wiederkehrenden Motiven und Themen soll der Blick auf die Propagandakunst geschärft und das begleitenden Entertainment sichtbar werden. Ebenfalls behandelt wird die Karikatur (manhua 漫画) und die politische Grafik – die, z.B. anhand der Grafiken der Roten Garden aus der Kulturrevolution zu demonstrieren, noch einmal anderen Mechanismen unterliegt. Intermedialität wird in allen behandelten Zeiten eine Rolle spielen: die Übergänge von Film zur Bühne zum Comic und zurück in die Alltagsgrafik sind nicht zufällig.

 

Literatur:

Heike Frick, Kunst und politische Artikulation, Die chinesische Karikatur 1934-37, München 1995.

Gino Nebiolo (Hg.), Das Mädchen aus der Volkskommune, Hamburg 1972.

Andreas Seifert, Bildgeschichten für Chinas Massen, Köln 2008.

 


Dr. Jiagu Richter

LV-Nr.: 3131 L 175

 

MA-TGWT WTC

BA-KulT WTG 3, 4

BA-KulT FW 14, 15, 16

MA-TGWT WTG 3, 4

MA-GKWT 3, 5/2, 7/2

MA FW 11, 12, 14

 

SE/HS                                    Einführung in das chinesische Rechtssystem

 

Termine:

26.10.2023      13-16 Uhr

09.11.2023      13-16 Uhr

23.11.2023      13-16 Uhr

07.12.2023      13-16 Uhr

21.12.2023      13-16 Uhr

11.01.2024      13-16 Uhr

25.01.2024      13-16 Uhr

08.02.2024      13-14:30 Uhr

 

Beginn: 26.10.23

Online, im Zoom

In deutscher Sprache

 

Dieser Kurs bietet eine umfassende Einführung in das chinesische Rechtssystem. Er dient den Studierenden als ein erster Zugang zum Verständnis des chinesischen Rechts im Kontext der historischen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklung Chinas. Er beginnt mit einer kurzen Darstellung der frühen chinesischen Rechtsgeschichte und Rechtskultur und erläutert die Einführung des Kontinentalrechtsystems in der Endphase der imperialen Dynastien. Die Hauptinhalte des Kurses beschäftigen sich mit dem Rechtssystem der Volksrepublik China und der Analyse einer Auswahl aktueller Gesetze. Sie werden vor dem Hintergrund der politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen diskutiert, die die Rechtsentwicklung beeinflussen. Dazu werden Gesetze aus unterschiedlichen Rechtsbereichen präsentiert. Einige Fallstudien sollen das Verständnis der chinesischen Gesetze und ihrer Anwendungen fördern.

 

Die Inhalte der 15 Unterrichtseinheiten (je 2 Unterrichtsstunden) sind:

 

1.     Überblick über die Entwicklung des chinesischen Rechtssystems;

2.     die historische Entwicklung des chinesischen Rechtssystems und die Rechtsreform in der späten Qing-Dynastie;

3.     Zusammenfassung der Rechtssysteme der Republik China (1912-1949) und der Volksrepublik China (seit 1949);

4.     Verfassungen und Gesetzgebung der VR China;

5.     Zivilrecht (zwei Einheiten) der VR China;

6.     Strafrecht (zwei Einheiten) der VR China;

7.     Zivilprozessrecht der VR China;

8.     Strafprozessrecht der VR China;

9.     Umweltschutzrecht der VR China;

10.  Recht des geistigen Eigentums der VR China;

11.  Anwaltsrecht der VR China;

12.  Staatsangehörigkeitsrecht und

13.  Verwaltungsrecht der VR China.

 

Literaturangaben:

 

Jiagu Richter (Verfasserin) Fachsprache Recht, Bacopa Verlag, Österreich, 2016;

Jiagu Richter & Angelika Messner, Reader für Chinesisches Recht, Chinazentrum, Christian-

        Albrechts-Universität zu Kiel, 2022;

Yuanshi BU, Einführung in das Recht Chinas, C.H.Beck, München, 2017.

 


Dr. Dirk Forschner

LV-Nr.: 3131 L 174

 

MA-TGWT WTC

BA-KulT WTG 3

BA-KulT FW 14, 15, 16

MA-TGWT WTG 3

MA-GKWT 3, 5/2, 7/2

MA FW 11, 12, 14

 

SE/HS            Urban Mobility, Elektrische Nahverkehrssysteme, ein Vergleich zwischen China und Europa

 

 

Mi. wöchentlich, 10-12 Uhr

Beginn: 25.10.23

Raum: MAR 4.063 (China Center an der TU Berlin, Seminarraum Marchstr. 23, 10587 Berlin)       In deutscher Sprache

Mit dem Siemens Bähnchen auf der Gewerbeausstellung 1879 in Berlin, wird der elektrische Betrieb im Bahnwesen eingeleitet. Die angewandte Gleichstromtechnik erobert in Windeseile den städtischen Nahverkehr Welt weit. Bereits 1899 fährt die erste elektrische Tram in Beijing. 

Das Proseminar wird sich mit den Entwicklungen in China und Europa befassen und die verschiedenen Systeme von S-Bahnen, U-Bahnen, Hochbahnen, Straßenbahnen und Trolleybussen betrachten. Die Fragen die dabei beantwortet werden sollen sind:

 

Wo liegen die Unterschiede zwischen China und Europa?

Welche Bedeutung haben bestimmte Systeme, wie z.B. der Trolleybus in China und Europa?

Ist die Diskussion hier über den Bau von Straßenbahnen oder U Bahnen für China auch relevant? Wie wird öffentliche Mobilität in den zu betrachtenden Räumen inskünftig aussehen?

 

Literatur:

Berlin und seine Eisenbahnen, Bd II, der innere Personenverkehr, Berlin 1896

Beijing und seine Straßenbahnen, Magister Arbeit, FU Bln 1989

 

 


Prof. Dr. HAN Zheng

LV-Nr.: 3131 L 173


MA-TGWT WTC

BA-KulT WTG 3, 4 

BA-KulT FW 14, 15, 16 

MA-TGWT WTG 3, 4 

MA-GKWT 3, 5/2, 7/2 MA FW 11, 12, 14


SE/HS     Strategic management in China and Asia in the new era of globalization 

Blockseminar:

Block I: 20. und 21.01.2024 

Block II: 27. und 28.01.2024


Beginn: 20.01.2024

Online, im Zoom

https://tu-berlin.zoom.us/j/64922764561?pwd=RXh3eExBaDA5MTdocFMwbUFkVVYzZz09

Meeting-ID: 649 2276 4561

Access Code: 831962

In englischer Sprache


Globalization is undergoing a transformation in the Post-Covid era. Asian countries as growth engines of the world economy will play a more important role in the mid- and long-term. Despite the importance of China as an attractive market and investment destination many multinational companies (MNC)s have started to work on their China+1 or China+n strategies in recent years. This course will use the examples of China, Singapore and some selected Asian emerging economies to discuss the next stage of globalization in the region. The lecture will particularly address the following questions.

o What are the latest macro-economic developments in the aftermath of the Convid-19 pandemic in these countries?

o What are political and cultural differences? 

o What are the competitive strengths and weaknesses of these countries with a particular view on their economic policies, political systems, innovation ecosystems etc.?

o What are the implications for competitive strategies of MNCs in the Asian region?


Literature:

Anthony, S. (2015) How Singapore became an Entrepreneurial Hub, Harvard Business Review, February 15th, 2015

Black, S. J. & Morrison, A. J. (2021) The Strategic Challenges of Decoupling, Harvard Business Review, May-June 2021

Mitter, R. & Johnson, E. (2021) What the West gets wrong about China, Harvard Business Review, May-June 2021

WIPO (2022) What is the future of innovation-driven growth? - Global Innovation Index 2022, https://www.wipo.int/global_innovation_index/en/2022/



Nora Wölfing, M.A. 

LV-Nr.: 3131 L 172


MA-TGWT WTC 

BA-KulT FW 14, 15, 16, 18, 19, 20 

MA‐GKWT bzw. MA-TGWT FW 10, 14  



SE/HS Future Fictions: Visionen von Zukunft in Chinas zeitgenössischer Medienkunst


Mi. 14-tägig, 14-17 Uhr

Raum: MAR 4.063 (China Center an der TU Berlin, Seminarraum Marchstr. 23, 10587 Berlin)

Beginn: 25.10.23

In deutscher Sprache 


In der zeitgenössischen Kunst treten seit dem Beginn der 2000er Jahre vermehrt Kunstwerke auf, die sich stark am Genre der Science-Fiction Literatur und Science-Fiction Film orientieren.


Im Seminar werden wir Kunstwerke und Ausstellungen besprechen, die Zukunft in Form von Narrativ und Visualität erzählen. Cao Fei, Vvzela Kook, Lawrence Lek, Ming Wong, sie alle haben in unterschiedlichen Medien ihre Geschichte der Zukunft erzählt. Interessanterweise verwenden alle Künstler*innen in ihren Werken deutliche Anleihen aus der jüngeren oder älteren chinesischen Geschichte, so geben sie ihren Erzählungen eine lokale und situierte Dependenz, während die Zeitlichkeit in Bewegung gerät. Die Kunst kann im Vergleich zum klassischen Roman oder Kinofilm auf vielfältigen Ebenen gleichzeitig kommunizieren. Ming Wong entwickelt seine Science-Fiction- Erzählung „Blast off into the Sinosphere“ (2014) anhand einer Lecture Performance und geht der Thematik vertieft in anderen Werken in Form von Theater und Videocollage nach. Cao Fei produziert mit ihrem Film „Nova“ (2019) einen Abendfüllenden Science-Fiction Film, der ebenso im Kino gezeigt werden könnte. Sie erweitert jedoch die lineare Erzählung des Film durch Augmented Reality im Ausstellungsraum, zeigt Videostills in großformatigen Fotografien und legt dem Katalog zur Ausstellung einen Kurzroman bei, der die Geschichte des Film aufgreift und fortführt. Die dreiteilige digitale Videoarbeit „Confidential Records“ (2016-2021) der Hongkonger Künstlerin Vvzela Kook, besteht aus drei Videos, die wie Sequels der gleichen Serie miteinander verknüpft sind. Im Ausstellungsraum waren Objekte aus den Videos ähnlich einem Filmset arrangiert. Der Werkzyklus wird erweitert durch einen interaktiven Audiowalk, mit dem die Besucher*innen in den Hongkonger Stadtraum geleitet wurden. Diese multiperformativen Erzählungen sind raumgreifend und immersiv und verweisen alle auf Aspekte der chinesischen Geschichte.


Ursula K. LeGuin sagte in einem Interview “Future in science fiction is just a metaphor for now”, dies trifft ebenso auf die Erzählungen der Zukunft in der zeitgenössischen Kunst zu. Jedes Kunstwerk hat einen direkten Bezug zur Jetztzeit, zu politischen, gesellschaftlichen Bewegungen und reflektiert die persönliche oder auch generationale Haltung zur globalen Verfasstheit. Themen wie Überwachung, Privatsphäre, Urbanisierung, Gender und Geschlechterrollen werden auf unterschiedliche Weise ausgehandelt und bieten an unterschiedlichen Punkten Einstiegsmöglichkeiten in die aktuellen gesellschaftspolitischen Debatten des heutigen China.


Der Kurs „Future Fictions: Visionen von Zukunft in Chinas zeitgenössischer Medienkunst“ vermittelt Wissen über Künstler*innen aus China, Kunstinstitutionen und Ausstellungshäuser. Kunstproduktion wird im Hinblick auf gesellschaftliche Relevanz und internationale Auswirkungen hin betrachtet. Wir besprechen Kunstwerke und Ausstellungen, die sich mit dem Thema Science-Fiction befassen.


Literatur:


Andolfatto, Lorenzo (2021): Utopia/Wutuobang as a travellling Marker of Time. In Hist. J. 64 (1), pp. 121–138. DOI: 10.1017/S0018246X19000621.


Chan, Dawn (2016): Asia-Futurism. In ART FORUM (Vol. 54, No. 10). Available online at

https://www.artforum.com/print/201606/asia-futurism-60088, checked on 4/6/2021.


Conn, Virginia L. (2020): Sinofuturism and Chinese Science Fiction: An Introduction to the

Alternative Sinofuturisms (中华未来主义) Special Issue. In SFRA Review (vol. 50, no. 2-3).


Davidson, Jane Chin (2020): Staging art and Chineseness. The politics of trans/nationalism and global expositions. Manchester: Manchester University Press (Rethinking art's histories).


Fokkema, Douwe Wessel (2011): Perfect worlds. Utopian fiction in China and the West. Amsterdam: Amsterdam University Press.


Gebbers, Anna-Catharina; Kittelmann, Udo (Eds.) (2019): Micro era. Medienkunst aus China: Cao Fei, Fang Di, Lu Yang, Zhang Peili. New York, N.Y.: Kerber art.


Hou, Hanru; Trombetta, Monia (Eds.) (2022): Cao Fei. Supernova. Museo nazionale delle arti del

XXI secolo (Italy). Rome: MAXXI; Nero.


Jin, Emily Xueni (2022): The Questionable ‘Chinese-ness’ of Chinese Sci-Fi. Sixth Tone. Sixth Tone Website. Available online at https://www.sixthtone.com/news/1010832/the-questionable-chinesenessof-chinese-sci-fi, checked on 2/21/2023.


Jin, Emily Xueni (2023): After Yet Another Liu Cixin Adaptation, What’s Next for Chinese Sci-Fi? Sixth Tone. Sixth Tone Website. Available online at https://www.sixthtone.com/news/1012314/afteryetanother-

liu-cixin-adaptation%2C-whats-next-for-chinese-sci-fi%3F?source=channel_home,

checked on 2/21/2023.


Kernbauer, Eva (2021): Art, history, and anachronic interventions since 1990. 1st. London:

Routledge (Studies in art historiography).


Koch, Franziska (2012): Von "China Avantgarde" bis "Living in Time": Gruppenausstellungen

zeitgenössischer chinesischer Kunst in Deutschland seit 1993. In Marburger Jahrbuch für

Kunstwissenschaft 39, pp. 257–313. Available online at http://www.jstor.org/stable/23645672.


Niu, Greta A.; Huang, Betsy; Roh, David S. (Eds.) (2015): Techno-Orientalism. Imagining Asia in speculative fiction, history, and media. New Brunswick, New Jersey: Rutgers University Press (Asian American studies today).


Song, Mingwei (2015): After 1989: The New Wave of Chinese Science Fiction. In chinaperspectives 2015 (1), pp. 7–13. DOI: 10.4000/chinaperspectives.6618.


Wang, David Der-wei; Leung, Angela Ki Che; Yinde, Zhang (Eds.) (2020): Utopia and Utopianism in the Contemporary Chinese Context: Hong Kong University Press.


Wang, Xin (2017): Asian Futurism and the Non-Other. Edited by e-flux. Available online at

https://www.e-flux.com/journal/81/126662/asian-futurism-and-the-non-other/, checked on

4/6/2021.


Zhang, Gary Zhexi (2021): Sinofuturism and Its Uses: Contemporary Art and Diasporic Desire. In Verge: Studies in Global Asias 7 (2), p. 86. DOI: 10.5749/vergstudglobasia.7.2.0086.


Dr. Tania Becker

LV-Nr.: 3131 L 171

 

MA-TGWT WTC

BA-KulT FW 14, 15, 16, 18, 19, 20

MA‐GKWT bzw. MA-TGWT FW 10, 14  

 

SE/HS                        Zauber der Materie: Alchemie in China und im Westen

 

 

Di. einmal in zwei Wochen, 14-17 Uhr

Hybrid, im Zoom und in Präsenz: MAR 4.063 (China Center an der TU Berlin, Seminarraum Marchstr. 23, 10587 Berlin)

Beginn: 07.11.23

In deutscher Sprache

Alchemie, die Lehre vom Aufbau der Materie, ihrer Eigenschaften und Umwandelbarkeit ist im Abendland wie auch in China eng mit dem Wunsch nach Überwindung der eigenen Vergänglichkeit verbunden. In China experimentierten Alchemisten schon ausweislich der frühesten dokumentierten Schriften aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. mit der Verwandlung von Materie, eigenem Körper und Geist hin zur Unsterblichkeit. Diese soteriologische Funktion ist typisch für beide Hauptformen der Alchemie in China: der „äußeren Alchemie“ (waidan), die sich auf die Herstellung und Einnahme von Elixieren konzentrierte, und der „inneren Alchemie“ (neidan), die auf die innere Transformation durch Meditation abzielte. Das Spektrum der Alchemisten in China wie im Westen reichte von frühen chemischen und pharmazeutischen Experimenten bis zu vormodernen Vorstellungen über den Aufbau der Materie, wozu auch die Idee der Transmutation von Metallen und anderen Elementen gehörte. Am Ende stehen stark mystisch gefärbte Spekulationen über die kontrollierte Wandelbarkeit der Welt und des Adepten.

Das Seminar „Zauber der Materie: Alchemie in China und im Westen“ vergleicht die chinesischen alchemistischen Traditionen mit den Bestrebungen, die seit dem Mittelalter in westlichen Ländern vorherrschten und als Vorläufer heutiger Wissenschaften wie Pharmazie, Chemie oder Medizin gelten. Um die Zusammenhänge zwischen den beiden „Alchemien“ besser verstehen zu können, wird sich das Seminar mit dem wissenschaftshistorischen Horizont der damaligen Zeit auseinandersetzen: den kosmologischen Prinzipien und Vorstellungen sowie den philosophischen Schulen (z. B. dem religiösen Daoismus in China, oder der Scholastik und der Wiederentdeckung der klassischen griechischen Philosophie im Westen).

Das Seminar wird grundlegende Konzepte, Prinzipien und Praktiken dieser zwei parallel zueinander entstandenen „Alchemien“ untersuchen. Dabei werden u. a. folgende Themen besprochen: Zu welchem ​​Zweck beherrschten die Alchemisten chemische Manipulationen? Nach welchen Prinzipien haben sie ihre Prozesse gestaltet? Wie konstruierten sie entweder in ihren Labors oder in ihren Körpern Modelle kosmischer Ordnung und Prozesse? Mit welchen Absichten und welchen Interessen verfolgte die Alchemie die Transmutation der Stoffe (Goldmacherei)? Wie und wann verlor die Alchemie ihre Bedeutung und in welchen Bereichen existieren alchemistische Vorstellungen noch heute (Tiefenpsychologie bei C. G. Jung, Esoterik)? Gibt es eine Wiederkehr alchemistischen Denkens?

Ausgewählte Literatur:

Alchemie allgemein:

Eliade, Mircea: Schmiede und Alchemisten. Mythos und Magie der Machbarkeit. Herder Verlag, 1998.

Holmyard, E.J. Alchemy. Harmondsworth: Penguin Books, 1957.

Sheppard, H. J.: "Chinese and Western Alchemy: The Link through Definition." In Proceedings of the 16th International Congress of the History of Science, [vol. Ill:], Bucharest: Publishing House of the Academy of the Socialist Republic of Romania, S. 181-188.

 

Alchemie (China):

 

Needham, Joseph (Hrs.): Science and Civilisation in China. Vol. V Parts 2, 3 and 4, ”Chemistry and Chemical Technology: Spagyrical Discovery and Invention.”  Vol. V Part 5, “Physiological Alchemy,” Cambridge: Cambridge University Press, S. 1974–1983.

Sivin, Nathan: “Chinese Alchemy and the Manipulation of Time.” Isis 67 (1976), S. 513–26.

Sivin, Nathan: “The Theoretical Background of Elixir Alchemy.” In Needham, Science and Civilisation in China, Vol. V.4., S. 210–323.

Ware, James R.: Trans. Alchemy, Medicine and Religion in the China of AD 320: The Nei P’ien of Ko Hung. Cambridge, Mass.: MIT Press, 1966.

 

Alchemie Westen:

 

Gebelein, Helmut: Alchemie. München: Eugen Diederichs, 1991.

Meinel, Christoph: Die Alchemie in der europäischen Kultur- und Wissenschaftsgeschichte. Wiesbaden: Harrassowitz Verlag, 1986.

Priesner, Claus: Geschichte der Alchemie. München: Beck Verlag, 2011.

Principe, Lawrence M.: The Secrets of Alchemy. Chicago: University of Chicago Press, 2013.

Roob, Alexander: Das hermetische Museum. Alchemie & Mystik. Köln: Taschen Verlag, 1996.

Völlnagel, Jörg: Alchemie. Die Königliche Kunst. München: Hirmer Verlag, 2012.

 

Daoismus:

 

Robinet, Isabelle: Taoism: Growth of a Religion. Stanford: Stanford University Press, 1997.

Schipper, Kristofer: The Taoist Body. Translated by Karen C. Duval. Berkeley: University of California Press, 1993.

 

Unsterblichkeit im Daoismus:

 

Campany, Robert F.:  To Live as Long as Heaven and Earth: a Translation and Study of Ge Hong’s Traditions of Divine Transcendents. Berkeley: University of California Press, 2002. Part I :“The Nature of the Religion Reflected  in Ge Hong’s Works,” S. 18- 97.

Penny, Benjamin: “Immortality and Transcendence.” In Livia Kohn, Daoism Handbook. Leiden: Brill, 2000, S. 109–133.

 

Neidan:

 

Pregadio, Fabrizio: The Way of the Golden Elixir: an Introduction to Taoist Alchemy. Golden Elixir Press, 2014.

Robinet, Isabelle: The world upside down: essays on Taoist Internal Alchemy. Golden Elixir Press, 2011.

Yokote Yutaka: „Daoist Internal Alchemy,“ in Modern Chinese Religion Part I (Song, Liao, Jin Yuan (960-1368), Hrs.: John Lagerway and Pierre Marsone. Handbuch der Orientalistik Band 29. Leiden: Brill, 2015, S. 1053-1110.

 

Kosmologie:

 

Needham, Joseph (Hrs.): Science and Civilisation in China. Vol. II “History of Scientific Thought, ” Section 13: “The Fundamental Ideas of Chinese Science,” S. 216-345.

Granet, Marcel: Das chinesische Denken: Inhalt, Form, Charakter. München: Piper, 1963.

 


 Dr. Silvia Kettelhut

LV-Nr.: 3131 L 170

 

MA-TGWT WTC

BA-KulT WTG 2, 4

BA-KulT FW 16, 18, 19, 20

MA-TGWT WTG 3

MA-GKWT  5/1, 7/1

MA‐GKWT bzw. MA-TGWT FW 7, 8, 10, 14

 SE/HS                        Wissenschaft und Technik im vormodernen China

 

Do. wöchentlich, 10-12 Uhr

Online, im Zoom

Beginn: 26.10.23

In deutscher Sprache

 

Wir erarbeiten einen Überblick über grundlegende philosophische, wissenschaftliche und technologische Entwicklungen im traditionellen China bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Dabei beleuchten wir wichtige Beispiele, u. a. Wasserbau und Landwirtschaft, Kompass und Seefahrt, Textilherstellung, Keramik und Seide, Schießpulver und Medizin, Architektur, Papier und Drucktechnik. Wir gehen auf gegenseitigen Wissenschaftstransfer zwischen China und dem Westen ein und stellen die Frage nach den gesellschaftlichen Voraussetzungen für eine technologische Entwicklung. Bei den einzelnen Themen schlagen wir stets auch die Brücke zu gegenwärtigen Entwicklungen und Kontroversen.

 

Einführende Literatur - für Referate und Hausarbeiten erfolgen gesonderte Empfehlungen:

 

Needham, Joseph: Science and Civilisation in China, Cambridge, London, New York, usw.: Cambridge University Press 1954 - . (Ausgewählte Teile aus Volume 1 bis 7)

Schäfer, Dagmar (Hg.): Cultures of Knowledge. Technology in Chinese History, Leiden, Boston: Brill 2012.

Unschuld, Paul: Traditional Chinese Medicine. Heritage and Adaptation, New York: Columbia University Press 2018 (dt. Traditionelle chinesische Medizin, München: C.H. Beck 2013)

Winchester, Simon: The Man who loved China, New York: Harper Collins 2008.

Winchester, Simon: The Man who loved China. An evening with Simon Winchester, Asian American / Asian Research Institute, The City University of New York, October 7, 2008.

https://www.youtube.com/watch?v=PmQGLpF9V7c

Huang Yasheng: Rise and Fall of Technology in Chinese History | SOAS, YouTube, SOAS University of London, 8. März 2022, https://www.youtube.com/watch?v=cvGNDbp2E2U.

 

... und zur leichten Lektüre:

 

Breuer, Hans: Kolumbus war Chinese. Erfindungen und Entdeckungen des Fernen Ostens, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1980.

Deng Yinke: Ancient Chinese Inventions. Thousands of Years of Science and Technology, China Intercontinental Press, Peking 2010.

https://www.youtube.com/watch?v=PmQGLpF9V7c