Cours

Aktuelle Forschungsarbeiten werden im Forschungskolloquium vorgestellt. Das Kolloquium findet dienstags im Semester von 16 bis 18 Uhr (c.t.) Forschungskolloquium: FH 804, Fraunhoferstr. 33-36, 10587 Berlin. Bei Fragen zu dem Forschungskolloquium bitte an Frau Köhler wenden (sekretariat@tis.tu-berlin.de) sowie für das Institutskolloquium bitte an Frau Heine (felicitas.heine(at)tu-berlin.de)

Im begleitenden Tutorium zur Einführung in die Techniksoziologie behandeln wir gemeinsam die verschiedenen Schwerpunkte. Zum einen besprechen und diskutieren wir die Seminartexte nochmal so, dass die theoretischen Kernpunkte für alle ersichtlich und verständlich sind. Als weiteren zentralen Punkt setzten wir uns mit den Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens auseinander. Daneben erhaltet ihr Unterstützung für das Schreiben eurer Textzusammenfasssungen, Protokolle und Essays.  



Das Seminar dient der vertieften Auseinandersetzung mit zentralen theoretischen Ansätzen und empirischen Befunden der sozialwissenschaftlichen Technik- und Innovationsforschung. Anhand von bekannten empirischen Einzelfallstudien und konzeptionellen Grundlagentexten wird die Breite der beiden sich überschneidenden Teilsoziologien behandelt. 

Das Seminar soll Studierenden, die von anderen Instituten kommen, eine kompakte Einführung bieten, ohne diejenigen, die bereits Soziologie technikwissenschaftlicher Richtung studiert haben, zu langweilen. Daher werden v.a. solche Texte verwendet, die in den Einführungsveranstaltungen in die Technik- wie die Innovationssoziologie nicht verwendet wurden.


Das Seminar wird zweimal angeboten. Alle Teilnehmer*innen werden gebeten daran mitzuwirken, dass alle Seminare in etwa die gleiche Teilnehmerzahl haben.

Veranstaltungskommentar: Erfindungen und Neuerungen und die mit ihnen einhergehenden sozialen und gesellschaftlichen Veränderungen spielen bekanntlich in der Geschichte der Entwicklung der Menschheit eine kaum zu überschätzende Rolle. Die zunehmende Geschwindigkeit und Wucht des gesellschaftlichen Wandels im Zusammenhang mit Erfindungen und Neuerungen haben Marx und Engels schon vor mehr als 150 Jahren eindrücklich beschrieben, wenn sie betonen, dass der neuzeitliche Kapitalismus „massenhaftere und kolossalere Produktionskräfte“ hervorgebracht habe „als alle vergangenen Generationen zusammen. Unterjochung der Naturkräfte, Maschinerie, Anwendung der Chemie auf Industrie und Ackerbau, Dampfschifffahrt, Eisenbahnen, elektrische Telegraphen, Urbarmachung ganzer Weltteile, Schiffbarmachung der Flüsse, ganze aus dem Boden hervorgestampfte Bevölkerungen – welches frühere Jahrhundert ahnte, daß solche Produktionskräfte im Schoß der gesellschaftlichen Arbeit schlummerten.“ (Marx/Engels 1848) Seitdem haben sich die Anzahl an Neuerungen, ihre Entwicklungs- und Ausbreitungsgeschwindigkeit und ihre verändernde Wirksamkeit noch einmal deutlich gesteigert. Dennoch ist erst in den letzten ca. 70 Jahren eine Forschungsrichtung entstanden, die den Zusammenhang zwischen der Erfindung von Neuem und dessen gesellschaftlicher Wirksamkeit systematisch in den Blick nimmt: die Innovationsforschung. Ziel der Integrierten Veranstaltung „Spezielle Theorien der Soziologie 2: Innovationsforschung“ ist es, grundlegend in dieses Forschungsfeld einzuführen.

Die integrierte Veranstaltung besteht aus einer Vorlesung und einem Seminar. In der Vorlesung werden die zentralen Konzepte, Fragestellungen und Herangehensweisen der sozialwissenschaftlichen Innovationsforschung vorgestellt und diskutiert. Das Seminar dient der vertiefenden Beschäftigung mit diesen Ansätzen. Dort werden vorwiegend empirische Texte erarbeitet, in denen die jeweiligen konzeptionellen Ansätze zur Anwendung kommen. 

Das Seminar wird zeitlich parallel doppelt angeboten. Alle Teilnehmer*innen werden gebeten daran mitzuwirken, dass beide Seminare in etwa die gleiche Teilnehmerzahl haben.


Dass die Soziologie sich mit Technik beschäftigt, ist nicht so unmittelbar einleuchtend wie dass sie zwischenmenschliche Interaktionen und Beziehungsmuster untersucht. Dennoch ist Technik aus guten Gründen Gegenstand der Soziologie: weil in die materielle Gestalt technischer Geräte und in die Ablaufregeln ihrer Prozesse soziale Normen und Konventionen und Aspekte sozialer Strukturen „eingeschrieben“ sind und weil diese sachtechnisch verfestigten sozialen Regeln und Strukturen das Handeln der Nutzer beeinflussen; weil eine Technik nicht nur aus dem jeweiligen Gerät besteht, sondern auch aus einer bestimmten Art und Weise seiner Benutzung, und weil Techniknutzung eine soziale Praxis ist, die nicht durch die technischen Eigenschaften des Geräts determiniert wird; weil genutzte Technik aus diesen beiden Gründen zum einen als Resultat sozialer Strukturierung untersucht werden kann, zum anderen als etwas, das sozial strukturierend wirkt. Ziel des Seminars ist es, grundlegend zu diskutieren, warum und in welcher Weise Technik Gegenstand soziologischer Forschung ist. 

Das Seminar wird doppelt angeboten. Alle Teilnehmer:innen werden gebeten daran mitzuwirken, dass beide Seminare in etwa die gleiche Teilnehmerzahl haben.


Das Seminar wird zweimal angeboten. Alle Teilnehmer*innen werden gebeten daran mitzuwirken, dass alle Seminare in etwa die gleiche Teilnehmerzahl haben.

Veranstaltungskommentar: Erfindungen und Neuerungen und die mit ihnen einhergehenden sozialen und gesellschaftlichen Veränderungen spielen bekanntlich in der Geschichte der Entwicklung der Menschheit eine kaum zu überschätzende Rolle. Die zunehmende Geschwindigkeit und Wucht des gesellschaftlichen Wandels im Zusammenhang mit Erfindungen und Neuerungen haben Marx und Engels schon vor mehr als 150 Jahren eindrücklich beschrieben, wenn sie betonen, dass der neuzeitliche Kapitalismus „massenhaftere und kolossalere Produktionskräfte“ hervorgebracht habe „als alle vergangenen Generationen zusammen. Unterjochung der Naturkräfte, Maschinerie, Anwendung der Chemie auf Industrie und Ackerbau, Dampfschifffahrt, Eisenbahnen, elektrische Telegraphen, Urbarmachung ganzer Weltteile, Schiffbarmachung der Flüsse, ganze aus dem Boden hervorgestampfte Bevölkerungen – welches frühere Jahrhundert ahnte, daß solche Produktionskräfte im Schoß der gesellschaftlichen Arbeit schlummerten.“ (Marx/Engels 1848) Seitdem haben sich die Anzahl an Neuerungen, ihre Entwicklungs- und Ausbreitungsgeschwindigkeit und ihre verändernde Wirksamkeit noch einmal deutlich gesteigert. Dennoch ist erst in den letzten ca. 70 Jahren eine Forschungsrichtung entstanden, die den Zusammenhang zwischen der Erfindung von Neuem und dessen gesellschaftlicher Wirksamkeit systematisch in den Blick nimmt: die Innovationsforschung. Ziel der Integrierten Veranstaltung „Spezielle Theorien der Soziologie 2: Innovationsforschung“ ist es, grundlegend in dieses Forschungsfeld einzuführen.

Die integrierte Veranstaltung besteht aus einer Vorlesung und einem Seminar. In der Vorlesung werden die zentralen Konzepte, Fragestellungen und Herangehensweisen der sozialwissenschaftlichen Innovationsforschung vorgestellt und diskutiert. Das Seminar dient der vertiefenden Beschäftigung mit diesen Ansätzen. Dort werden vorwiegend empirische Texte erarbeitet, in denen die jeweiligen konzeptionellen Ansätze zur Anwendung kommen.

Das Seminar wird zeitlich parallel doppelt angeboten. Alle Teilnehmer*innen werden gebeten daran mitzuwirken, dass beide Seminare in etwa die gleiche Teilnehmerzahl haben.


Veranstaltungskommentar: Erfindungen und Neuerungen und die mit ihnen einhergehenden sozialen und gesellschaftlichen Veränderungen spielen bekanntlich in der Geschichte der Entwicklung der Menschheit eine kaum zu überschätzende Rolle. Die zunehmende Geschwindigkeit und Wucht des gesellschaftlichen Wandels im Zusammenhang mit Erfindungen und Neuerungen haben Marx und Engels schon vor mehr als 150 Jahren eindrücklich beschrieben, wenn sie betonen, dass der neuzeitliche Kapitalismus „massenhaftere und kolossalere Produktionskräfte“ hervorgebracht habe „als alle vergangenen Generationen zusammen. Unterjochung der Naturkräfte, Maschinerie, Anwendung der Chemie auf Industrie und Ackerbau, Dampfschifffahrt, Eisenbahnen, elektrische Telegraphen, Urbarmachung ganzer Weltteile, Schiffbarmachung der Flüsse, ganze aus dem Boden hervorgestampfte Bevölkerungen – welches frühere Jahrhundert ahnte, daß solche Produktionskräfte im Schoß der gesellschaftlichen Arbeit schlummerten.“ (Marx/Engels 1848) Seitdem haben sich die Anzahl an Neuerungen, ihre Entwicklungs- und Ausbreitungsgeschwindigkeit und ihre verändernde Wirksamkeit noch einmal deutlich gesteigert. Dennoch ist erst in den letzten ca. 70 Jahren eine Forschungsrichtung entstanden, die den Zusammenhang zwischen der Erfindung von Neuem und dessen gesellschaftlicher Wirksamkeit systematisch in den Blick nimmt: die Innovationsforschung. Ziel der Integrierten Veranstaltung „Spezielle Theorien der Soziologie 2: Innovationsforschung“ ist es, grundlegend in dieses Forschungsfeld einzuführen.

Die integrierte Veranstaltung besteht aus einer Vorlesung und einem Seminar. In der Vorlesung werden die zentralen Konzepte, Fragestellungen und Herangehensweisen der sozialwissenschaftlichen Innovationsforschung vorgestellt und diskutiert. Das Seminar dient der vertiefenden Beschäftigung mit diesen Ansätzen. Dort werden vorwiegend empirische Texte erarbeitet, in denen die jeweiligen konzeptionellen Ansätze zur Anwendung kommen.

Das Seminar wird zeitlich parallel doppelt angeboten. Alle Teilnehmer*innen werden gebeten daran mitzuwirken, dass beide Seminare in etwa die gleiche Teilnehmerzahl haben.


Dass die Soziologie sich mit Technik beschäftigt, ist nicht so unmittelbar einleuchtend wie dass sie zwischenmenschliche Interaktionen und Beziehungsmuster untersucht. Dennoch ist Technik aus guten Gründen Gegenstand der Soziologie: weil in die materielle Gestalt technischer Geräte und in die Ablaufregeln ihrer Prozesse soziale Normen und Konventionen und Aspekte sozialer Strukturen „eingeschrieben“ sind und weil diese sachtechnisch verfestigten sozialen Regeln und Strukturen das Handeln der Nutzer beeinflussen; weil eine Technik nicht nur aus dem jeweiligen Gerät besteht, sondern auch aus einer bestimmten Art und Weise seiner Benutzung, und weil Techniknutzung eine soziale Praxis ist, die nicht durch die technischen Eigenschaften des Geräts determiniert wird; weil genutzte Technik aus diesen beiden Gründen zum einen als Resultat sozialer Strukturierung untersucht werden kann, zum anderen als etwas, das sozial strukturierend wirkt. Ziel des Seminars ist es, grundlegend zu diskutieren, warum und in welcher Weise Technik Gegenstand soziologischer Forschung ist.

Das Seminar wird doppelt angeboten. Alle Teilnehmer:innen werden gebeten daran mitzuwirken, dass beide Seminare in etwa die gleiche Teilnehmerzahl haben.