Cursos
- Trainer/in: Liliane Yasmine Sharha Gottschalk
- Trainer/in: Nils Christian Michael Grube
- Trainer/in: Enrico Gualini
- Trainer/in: Vanessa Denise Vogel

M1/2 Projektseminar Wintersemester 2023/24
Ein Hotelentwicklungsplan für Berlin
Steuerung der Neuansiedlung von Hotels in Städten
Donnerstags, 14-17 Uhr, Raum tba.
Der Tourismus ist zurück in den Städten. Auch wenn die aktuellen Übernachtungszahlen noch nicht ganz das Vorpandemie-Niveau erreicht haben, prägt er wieder weite Teile des Stadtbilds. Gleichzeitig werden Erinnerung an die Zeit vor Corona geweckt, als mit dem Tourismuswachstum auch die Konflikte vor allem in den innerstädtischen Wohnquartieren zunahmen. Als Reaktion auf Negativeffekte eines drohenden Overtourisms hatte die Stadt Berlin 2018 mit seinem neuen Tourismuskonzept 2018+ die politische Leitlinie eines stadtverträglichen und nachhaltigen Tourismus ausgerufen. Darin wurde das zuvor primär als Wirtschaftsfaktor betrachtete Thema auch als ein drängendes Handlungsfeld der Stadtplanung begriffen. Ein Beispiel hierfür ist der formulierte Bedarf an Maßnahmen zur stärkeren Steuerung der Neuansiedlung von Übernachtungsstätten: Die im Konzept konstatierte räumliche Konzentration des Hotelbestands als auch der zukünftig geplanten Neubauprojekte im Innenstadtbereich trägt zur Verschärfung der dortigen Flächenkonkurrenz bei. Als Aufgabenfeld 7 „Steuerung des Beherbergungswesens“ wurde entsprechend „eine Prüfung strategischer und planerischer Steuerungsmöglichkeiten“ (Tourismuskonzept 2018+, S. 39) angestrebt. Bislang hakt jedoch deren Umsetzung: Eine Potenzial- und Bedarfsanalyse des Berliner Beherbergungsmarktes, die als Grundlage für die Entwicklung eines Hotelentwicklungskonzeptes dienen soll, wurde 2019 beauftragt, Ergebnisse wurden aber auch 2023 trotz mehreren parlamentarischen Anfragen im Abgeordnetenhaus Berlin nicht verkündet.
Dieser Anlass soll dazu genutzt werden, im Rahmen
des Projekts die Herausforderungen und Chancen der Hotelentwicklungsplanung im
städtischen Kontext zu untersuchen. Ausgehend vom Fallbeispiel Berlin werden
planungsrelevante Grundlagen ermittelt und Lösungsansätze anderer Städte
herangezogen, um einen umfassenden Vergleich zu ermöglichen. Ziel des Seminars
ist es, konkrete und praxistaugliche Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die
sich als Teil einer nachhaltigen Tourismusentwicklung verstehen lassen und der
politischen Leitlinie des stadtverträglichen Tourismus gerecht werden.
- Dozierende*r: Nils Christian Michael Grube
- Trainer/in ohne Editorrecht: Liliane Yasmine Sharha Gottschalk
- Trainer/in ohne Editorrecht: Simona Uhlemann

B1-4 Projektseminar Wintersemester 2023/24
Der sogenannte Öffentliche Raum | Hermannplatz Neukölln
Öffentlicher Raum erfüllt sehr unterschiedliche Aspekte und Funktionen: Er dient dem Verkehr, dem Kommerz oder dem Konsum. Er ist Raum für Veranstaltungen, Sport, Erholung oder Freizeit. Und vor allem ist er Ort des politischen Protests, der kulturellen Begegnung, des kollektiven Erinnerns und des sozialen Lebens. Entlang dieser Dimensionen werden unterschiedliche Ansprüche gestellt, folglich ist der Öffentliche Raum, vor allem im innerstädtischen Bereich, durch permanente Nutzungs- und Interessenkonflikte gekennzeichnet.
Ziel des Projekts "Der sogenannte öffentliche Raum | Hermannplatz Neukölln" ist es, die skizzierte Komplexität öffentlicher Räume aufzudecken, um aktuelle Probleme und Herausforderungen innerhalb der einzelnen Schichten sowie in deren Überschneidungen zu untersuchen. Mit Hilfe dieser Querschnittsbetrachtung sollen Ursachen vertieft analysiert, Erfahrungen im Umgang mit Herausforderungen ermittelt und potenzielle Handlungsbereiche diskutiert werden. Als Untersuchungsgebiet dient der Hermannplatz in Berlin-Neukölln. Die im Projekt zu erarbeitende multiperspektivische Analyse der spezifischen Funktionsweise des Hermannplatz als Öffentliche Raum soll dazu beitragen, seine Bedeutung für den Kiez und die Stadtgesellschaft herauszustellen.
In einem ersten Schritt wird in Anlehnung an den experimentellen Ansatz von Georges Perec (1974) eine Langzeitbeobachtung unternommen, um das "Infra-Ordinäre" des Hermannplatzes Neukölln zu erfassen. Die ersten Befunde werden dann in einer tiefergehenden Untersuchung von Themenbereichen des Hermannplatzes als öffentlichem Raum ausgearbeitet und in theoretische Debatten eingebettet. Die Ergebnisse werden in Form von Infografiken und Kurzberichten aufbereitet. Im Sommersemester werden - in Kooperation mit der Politecnico di Milano - die bisher gewonnenen Erkenntnisse durch einen Vergleich mit einem Platz in Mailand erweitert. Die Exkursion vor Ort wird genutzt, um die Daten für eine vergleichende Studie zu erheben und die Ergebnisse in die Gesamtanalyse der Perspektive öffentlicher Räume in Städten einzubeziehen.
- Dozierende*r: Liliane Yasmine Sharha Gottschalk
- Dozierende*r: Nils Christian Michael Grube
- Dozierende*r: Vanessa Denise Vogel
- Trainer/in ohne Editorrecht: Simona Uhlemann
M4 A/B_Planning as Political Process I, WiSe 2023-24
Time: Tuesday, 10.00-12.00 (group A), 12.00-14.00 (group B)
Place: Room EB 224
Content: The module consists of contributions to a critical and reflective understanding of planning from a primarily socio-political perspective. It pursues an interdisciplinary approach which is meant to promote an exchange between urban and regional planning and urban and regional research, and in particular between planning theory and critical approaches to urban-regional and socio-spatial research, such as urban sociology, economic and political geography, political economy, as well as policy and governance research. The topics of the seminars are regularly updated with regard to current debates in planning theory and in urban and regional research. They deal with politico-economic and institutional conditions, with socio-political (power) relations and with spatial contexts of planning, with emphasis on the role of planning practises and discourses in the strategical-relational construction of socio-spatial settings.
Course supervision: Enrico Gualini | e.gualini@isr.tu-berlin.de
- Trainer/in: Liliane Yasmine Sharha Gottschalk
- Trainer/in: Enrico Gualini
- Trainer/in: Simona Uhlemann
- Trainer/in: Vanessa Denise Vogel
B9 Planungstheorie und -methoden | WiSe 23/24
Die Veranstaltung bietet eine Einführung in Theorien und Methoden der Stadt- und Regionalplanung und zielt darauf ab die Studierende auf einen selbstbewussten Umgang mit ihrer Disziplin vorzubereiten. In dieser Hinsicht beruht die Veranstaltung auf einem Verständnis von Raumplanung als öffentliche Produktion des Raumes und dementsprechend von Planungstheorie als eine kritisch-reflektive Beschäftigung mit Stadt- und Regionalplanung als gesellschaftlich-politischer Handlungsbereich. Dabei steht die Darlegung von Verfahren, Instrumenten und Methoden der Raumplanung stets vor dem Hintergrund einer sozial und politisch bewussten Bewertung der Legitimität und Effektivität von Planung als öffentliche Aufgabe.
Die Vorlesungen bestehen aus drei thematischen Abschnitten. Im ersten Abschnitt werden Theorien und Konzepte präsentiert, die zum Verständnis des Begriffs ‚Planung' im Allgemeinen und deren räumlicher Anwendung im Besonderen beitragen. Insbesondere werden hier Ziele, Funktionen und Instrumente der Planung in der Perspektive der rechtlichen und institutionellen Einbettung von Raumplanung. Im zweiten Abschnitt steht die Rationalität von Planung im Mittelpunkt. Anhand sich verändernder Rahmenbedingungen und unterschiedlicher Auffassungen dieser Dimensionen wird auch der Wandel im Verständnis von Planung als öffentlicher Aufgabe diskutiert. Im dritten Abschnitt stehen Instrumente und Methoden der Planung und deren Anwendung im Rahmen räumlicher Entwicklungsprozesse im Mittelpunkt.
Die Vorlesungen werden ergänzt durch die Übungsveranstaltung "UE Planungstheorie und -Methoden", in der die Inhalte praxisbezogene Anwendung finden.
- Trainer/in: Liliane Yasmine Sharha Gottschalk
- Trainer/in: Enrico Gualini
- Trainer/in: Emil Finn Jung
- Trainer/in: Simona Uhlemann
- Trainer/in: Vanessa Denise Vogel