Kursy

In der Region Rostock im Norden von Mecklenburg-Vorpommern spielt die Tourismuswirtschaft eine bedeutende Rolle. Der Tourismus hat in den vergangenen Jahren eine positive Entwicklung genommen und entfaltet wesentliche räumliche Wirkungen in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht, weshalb er ein bedeutendes Thema für die Regionalentwicklung darstellt.

Die Region Rostock (2 Quellen):

https://www.planungsverband-rostock.de/wp-content/uploads/2018/07/map_region-300x221.jpg

https://www.planungsverband-rostock.de/wp-content/uploads/2023/04/Leitbild_Region_Rostock_Auszug.pdf

Nach dem Beschluss zur Neuaufstellung des Regionalen Raumentwicklungsprogramms ist der Planungsverband Region Rostock derzeit mit der Erarbeitung des Entwurfs für dieses befasst. Im Teilkapitel Tourismus werden aus räumlicher Sicht Festlegungen getroffen, die die mit dem Tourismus entstehenden räumlichen Anforderungen steuern und koordinieren. Gemäß dem Landesraumentwicklungsprogramm Mecklenburg-Vorpommern (LEP M-V 2016) sind anhand einer Reihe von Kriterien Tourismusschwerpunkt- und Tourismusentwicklungsräume in den Regionalplänen festzulegen. Diese Kriterien stehen auf Basis der Erfahrungen mit den bisherigen Festlegungen sowie aktueller Entwicklungen im Tourismus derzeit auf dem Prüfstand. Die nach wie vor spürbaren Veränderungen durch die Corona-Pandemie (z.B. Betriebsschließungen) auf der einen Seite sowie die Diskussion um die Frage der Verträglichkeitsgrenzen von Massentourismus auf der anderen Seite erfordern eine inhaltliche Diskussion darüber, wie diese Kriterien weiterentwickelt werden können und welche inhaltlichen Veränderungen daraus resultieren. Im Kern geht es dabei auch um die Fragestellung, welche Ziele für den Tourismus aus Sicht der Raumentwicklung in der Region Rostock zukünftig verfolgt werden sollen und in Form welcher Festlegungen diese im Regionalen Raumentwicklungsprogramm berücksichtigt werden sollen.

Im Rahmen des Projektes werden zur Beantwortung und Diskussion der genannten Themen neben der Auswertung bestehender Literatur, von Dokumenten, touristischen Kennziffern u.a. auch eigene Analysen sowie ein Austausch mit dem Planungsverband der Region Rostock (Exkursion) erfolgen.


Infrastrukturen in der Bauleitplanung

Zwischen der Bauleitplanung und der Infrastrukturplanung anderer Planungsträger bestehen vielfältige Wechselwirkungen. Privilegierte Fachplanungen haben nach § 38 BauGB Vorrang vor der Bauleitplanung; solche Planungen schränken die Möglichkeiten der Bauleitplanung ein. Dazu können insbesondere von Umweltfachplanungen erhebliche Auswirkungen auf die Bauleitplanung und die städtische Entwicklung ausgehen. Behandelt werden sollen Umweltfachplanungen und Infrastrukturplanungen anderer Planungsträger mit Relevanz für die städtebauliche Planung. In der Veranstaltung sollen diese Umweltfachplanungen und Infrastrukturplanungen behandelt und ihre Bedeutung für die städtebauliche Planung erarbeitet werden. 

Das Seminar besteht aus mehreren Teilen, wobei die Studierenden im Rahmen der Seminarveranstaltungen zur aktiven Mitarbeit aufgefordert sind. Als Leistungen sind zu erbringen:

1.     Präsentation und Diskussion zu einem ausgewählten Thema

2.     Schriftliche Ausarbeitung der Präsentation (Seminararbeit) mit einem Umfang von ca. 15 Seiten.

Das Seminar ist Teil des Moduls Städtische Infrastrukturen.

Bitte beachten Sie: Das Modul B15.31c 'Städtische Infrastrukturen' ist innerhalb von 2 Semestern abzuschließen! Wenn im WiSe begonnen wird, ist es im darauffolgenden SoSe abzuschließen und umgekehrt.

Dozentin: Anke Sterz
Raum: EB 223


Regionalplanung und Regionalentwicklung

Die Vorlesung führt ein in die Aufgaben und das System der räumlichen Gesamtplanung und fokussiert auf die überörtliche Ebene mit der Bundesraumordnung sowie der Landes- und Regionalplanung und deren Zusammenwirken mit der örtlichen Gesamtplanung. Formelle und informelle Planungsinstrumente zur Erfüllung der Aufgabe der Koordination von Nutzungsansprüchen an den Raum werden thematisiert. Die Konzepte und Inhalte der Planungsinstrumente ebenso wie die Planungsverfahren und die Organisation der überörtlichen Gesamtplanung werden vertieft behandelt. Dabei wird auch die Notwendigkeit einer überörtlichen Gesamtplanung aufgezeigt und deren Schnittpunkte zur örtlichen Gesamtplanung ebenso wie zur Fachplanung thematisiert.

Die Vorlesung ist Teil des Moduls B 6.

Präsenzveranstaltung Raum EB 222 

Dozentin: Prof. Dr.-Ing. Swantje Grotheer


Thema: Flächeninanspruchnahme reduzieren – (Wie) das Flächensparziel „Netto- Null bis 2050“ erreichen?

Das Kernseminar (Schwerpunkt III) widmet sich im Wintersemester 2023/24 der Frage welchen Beitrag Regionalentwicklung und Raumordnung zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme vor dem Hintergrund aktueller raumrelevanter Entwicklungstrends mit einer sich ggf. verändernden Flächennachfrage leisten (können).

Die politischen Ziele zur Reduzierung der Flächen(neu-)inanspruchnahme für Siedlungs- und Verkehrszwecke sind in unterschiedlichen Dokumenten u.a. der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie (2021) und dem Klimaschutzplan 2050 (2016) festgehalten und sehen eine stufenweise Reduzierung der täglichen Flächenneuinanspruchnahme bis zum Jahr 2030 auf 30-X-Hektar bis hin zur Flächenkreislaufwirtschaft, d.h. der „Netto-Null“ bis zum Jahr 2050 vor. Auf wenn die tägliche Flächenneuinanspruchnahme in den vergangenen Jahren im Schnitt einen Rückwärtstrend hatte, so ist die Erreichung dieser Ziele gerade nicht in Sicht. Aktuelle Trends der Raumentwicklung sind hinsichtlich der Frage wie sie sich auf die Flächenbedarfe von Unternehmen und privaten Haushalten auswirken aktuell noch nicht final einzuschätzen und werden intensiv diskutiert. Neben den Anstrengungen auf örtlicher Ebene zur Stärkung der Innentwicklung oder einer stärkeren Nachverdichtung werden im Rahmen des Seminars die planerischen, instrumentellen und strategischen Möglichkeiten vor dem Hintergrund des bestehenden rechtlichen Rahmens auf überörtlicher und vor allem regionaler Ebene Blick genommen und diskutiert.

Das Seminar besteht aus mehreren Teilen, wobei die Studierenden im Rahmen der Seminarveranstaltungen zur aktiven Mitarbeit aufgefordert sind. Als Leistungen sind zu erbringen:

  1. Kurzpräsentationen mit Ergebnissen der Auswertung ausgewählter Landes- und Regionalpläne durch die Seminarteilnehmenden

  2. Präsentation und Diskussion zu einem ausgewählten Schwerpunktthema zu formellen oder informellen Ansätzen zur Erreichung der Flächensparziele oder zu Auswirkungen aktueller Trends hinsichtlich der Flächenbedarfe

  3. Schriftliche Ausarbeitung der Seminararbeit mit einem Umfang von max. 25 Seiten.

Das Seminar wird durch eine fachliche Einführung in die Thematik durch die Dozentin eingeleitet. Die genauen Themenstellungen werden im Rahmen des Seminars verteilt.

Präsenzveranstaltung im Raum B 113 

Dozentin: Prof. Dr.-Ing. Swantje Grotheer