Kursy
- Trainer/in: Sylvia Butenschön
- Trainer/in: Vera Katharina Emde
- Trainer/in: Stephanie Herold
- Trainer/in: Svenja Hönig
- Trainer/in: Vera Katharina Emde
- Trainer/in: Stephanie Herold
- Trainer/in: Vera Katharina Emde
- Trainer/in: Scarlett Wilks
- Trainer/in: Vera Katharina Emde
- Trainer/in: Stephanie Herold
- Trainer/in: Sylvia Butenschön
- Trainer/in: Thomas Thränert


Highway to Heritage? Denkmalpflegerische Qualitäten der autogerechten Stadt am Beispiel Bundesplatz
Bachelorprojekt WiSe 2023/24 SoSe 2024
Hinweis: Die Projektplatzvergabe erfolgt ausschließlich über den ISIS-Kurs des LaborK!
Die erste Sitzung findet am 24.10. statt, Treffpunkt ist um 13:30 Uhr am Bundesplatz: https://maps.app.goo.gl/JcYd9szAYGexgBZz7
Die „autogerechte Stadt“ war in den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg das oberste Ziel der Stadtplanung in Hinwendung zum Ausbau des Individualverkehrs. Heute ist die autogerechte Stadt ein Erbe, das Stadtplanende vor allem in Bezug auf die Umgestaltung und Neugestaltung der Städte umtreibt. In Hinblick auf eine Mobilitätswende, Klimagerechtigkeit und eine „menschengerechte Stadt“ scheint das Ideal einer autogerechten Stadt überholt und ihr bauliches Erbe nicht zukunftsfähig.
Aus denkmalpflegerischer Sicht lässt sich die autogerechte Stadt jedoch auch anders betrachten: Nicht als etwas, das es ausschließlich zu überwinden gilt, sondern als ein Erbe, das in Hinblick auf seine städtebaulichen, verkehrstechnischen und architektonischen Qualitäten und historische Bedeutungen hin diskutiert werden kann. In dieser Perspektive wird nicht die Umgestaltung, sondern der potentielle Erhalt baulicher Strukturen in den Fokus gerückt.
Zunächst wird zum Überblick über die Thematik die autogerechte Stadt als Planungsthema der Nachkriegsmoderne bearbeitet sowie die autogerechte Stadt als Thema des Denkmalschutzes betrachtet. Das Projekt beschäftigt sich dabei besonders mit Beispielen aus Berlin und es wird ein Fokus auf Platz- und Tunnelgestaltung gelegt. Neben herausragenden Beispielen wie der Autobahnüberbauung Schlangenbader Straße oder dem Ernst-Reuter-Platz – die beide unter Denkmalschutz stehen – möchte das Projekt vor allem Beispiele bearbeiten, bei denen potentielle Qualitäten bisher wenig beachtet und betrachtet wurden.
Eine interessante Fallstudie ist der Bundesplatz in Berlin. In aktuellen Debatten wird die autogerechte Gestaltung des Platzes von unterschiedlichen Akteur*innen wie Bezirksverwaltung, Bürgerinitiativen, Stadtplanung oder Presse als „städtebauliche Narbe“, „Highway to Hell“ oder „trostloser Winkel“ betitelt. Ein Diskurs um Qualitäten und historische Bedeutung des Entwurfs von Karl Schmidt aus dem Jahr 1967 bleibt weitestgehend aus. Das Projekt fragt daher nach erhaltenswerten Qualitäten des Platzes und diskutiert kritisch das „Erbe“ Bundesplatz.
___Der Kurs findet immer Dienstags von 14.00-18.00 im Raum B117 statt. Der gesamte Dienstag ist jedoch für die termingebundene und freie Arbeit am Projekt freizuhalten.
Dozentin: Svenja Hönig, svenja.hoenig@tu-berlin.de
Bei organisatorischen Fragen wendet ihr euch bitte an Fabian Schmerbeck (Tutor): schmerbeck@tu-berlin.de
- Trainer/in: Svenja Hönig
- Trainer/in: Fabian Sebastian Schmerbeck
Migration ist seit jeher ein Motor der Stadtentwicklung. Auch aktuell sind Städte und Gemeinden in Deutschland von zunehmender Migration und Diversität geprägt und es ist davon auszugehen, dass angesichts globaler politischer, demographischer und ökologischer Veränderungsprozesse internationale Migration auch die Stadtentwicklung der kommenden Jahrzehnte prägen wird. Zuwanderung konzentriert sich dabei oft in bestimmten Quartieren, sogenannten Ankunftsquartieren. In Deutschland zeigt sich in den vergangenen Jahren vermehrt, dass Zuwanderung nicht nur in „traditionelle“ Ankunftsquartiere mit langer Migrationsgeschichte und einem dichten Netz an Unterstützungsstrukturen, sondern auch in Quartiere, die bisher wenig(er) von Zuwanderung betroffen waren, stattfindet. Anhand der sachsen-anhaltinischen Landeshauptstadt Magdeburg befasst sich das Projekt mit der Entstehung und aktuellen Entwicklungen von und in „neuen“ Ankunftsquartieren. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Thema Wohnen.
Im Kontext von (neuen) Ankunftsquartieren ist Magdeburg von besonderem Interesse, weil
- die Stadt durch ihre DDR-Vergangenheit eine (im öffentlichen aber auch wissenschaftlichen Diskurs) oft weniger sichtbare Migrationsgeschichte hat, die es in ihren räumlichen Ausprägungen zu erkunden gilt.
- sich gerade in ostdeutschen (Plattenbau-)Vierteln neue Ankunftsquartiere entwickeln, die proportional sehr hohe internationale Zuwanderungsgewinne verzeichnen.
- Die Stadt zu einem Halbleiterindustriestandort mit 10.000 neuen Arbeitsplätzen ausgebaut werden soll, wofür internationale (Fachkräfte-)Zuwanderung erforderlich sein wird. Diese antizipierte Zuwanderung gilt es planerisch zu begleiten im Hinblick auf die Schaffung von Wohnraum, die Ausstattung mit (Ankunfts)Infrastrukturen sowie das gesellschaftliche „migrationsfreundliche“ Klima.
Im Projektseminar erarbeiten die Studierenden theoretische, forschungsmethodische und planerische Grundlagen im Themenkomplex „Migration und Stadt“. Die Beschäftigung mit der Geschichte, Gegenwart und (möglichen) Zukunft von (neuen) Ankunftsquartieren soll die Studierenden für die von Migration und Diversität geprägte Stadtentwicklung und die Rolle, die Planung dabei einnehmen kann, sensibilisieren. Mit einem Fokus auf dem Thema „Wohnen“ werden im zweiten Semester mit verschiedenen Methoden Szenarien entwickelt. Durch punktuelle Synergien mit dem transferorientierten Forschungsprojekt „Teilhabe in ,neuen‘ Ankunftsquartieren stärken“ (gefördert durch die Stiftung Mercator) erlangen die Studierenden zusätzlich Einblicke in aktuelle Forschungen und Handlungsstrategien.
Projektleitung: Miriam Neßler und Dr. Nihad El-Kayed
Tutorin: Mona Beyer
Dienstags 10-14 Uhr, Raum B109
Das Projekt richtet sich an Bachelorstudierende der Stadt- und Regionalplanung im ersten und dritten Semester.
- Trainer/in: Mona Gabriela Beyer
- Trainer/in: Nihad El-Kayed
- Trainer/in: Heike Hanhörster
- Trainer/in: Matteo Holzmann
- Trainer/in: Miriam Neßler
- Trainer/in: Galyna Sukhomud