Kurser

Ausgangspunkt des Seminars ist die aufmerksame Betrachtung des scheinbar Unbedeutendem. Wir begeben uns auf eine intensive Suche, eine Feldforschung. Wir beobachten, entdecken, sammeln, ordnen und kategorisieren und loten dabei neue Qualitäten aus. Es geht um ein Verstehen lernen der Zusammenhänge zwischen Ort, Wahl des Materials, Konstruktion und deren Transformationen.

Wir beabsichtigen eine Baukulturforschung im erweiterten Sinne, wir beschäftigen uns dabei mit einer Bandbreite an Baustilen, Konstruktionen und Materialien. Uns interessieren dabei genauso klassische Konstruktionsarten, wie dessen Brüche, konstruktive Fragmente sowie lokale Phänomene. Wir sind weniger an einer bauhistorischen Bestandsaufnahme interessiert, als vielmehr daran mit unterschiedlichen Methoden die Zusammenhänge zwischen Konstruktion, Ort, Nutzung, Material und Gestaltung zu erforschen und daraus für uns neue Rückschlüsse zu ziehen.

Für die Feldforschung begeben wir uns in ein Industriegebiet rund um die Nobelstrasse im Süden Neuköllns an der Grenze zu Treptow.


Entwerfen und Baukonstruktion 2 // 2. Semester BA // 12 LP

„Learning from the existing landscape is a way of being revolutionary for an architect. Not the obvious way, which is to tear down Paris and begin again, as Le Corbusier suggested in the 1920’s, but another, more tolerant way; that is, to question how we look at things.”

– Learning from Las Vegas, 1972

Venturi, Scott Brown, Izenour

Im zweiten Semester beschäftigen wir uns mit dem großen Thema „Kontext”. Wir gehen an einen Ort, an dem wir nicht die Ersten sind. Wir wollen den Ort kennen- und verstehen lernen, hier bleiben und gute Nachbarn werden.

Durch gezielte Untersuchung der vorhandenen Strukturen gewinnen wir ein Verständnis für die Besonderheit und Eigenschaften. Es gilt die Qualitäten aufzuspüren, zu charakterisieren und in ein Entwurfsthema zu übersetzen. Anschließend soll ein Entwurf die daraus gewonnenen Erkenntnisse in eine spezifische Strategie, Gestalt, Struktur und Haltung überführen.