Kursy

Becker, Tania & Lentner, Max

Module:

MA-TGWT WTC
BA-KulT FW 16
MA‐GKWT bzw. MA-TGWT FW 14
Mo. 12-15 Uhr, (alle 2 Wochen)

Online: Zoom-Veranstaltung

Beginn: 24.10.2022

 Seit einigen Jahren steht die Nutzung erneuerbarer Energien in China im Fokus der Umwelt- und Energiepolitik. Ziele der chinesischen Regierung sind eine Erweiterung des Energiemixes und eine zukünftig größere Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern (z.B. Kohle). China, die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt, hat seinen Energieverbrauch seit den 1960er Jahren mehr als verzehnfacht und ist heute unter den großen Volkswirtschaften die Nr.1 im Konsum von Energie aller Art, besonders von Kohle.

Wind, Wasser und Sonne, die Urkräfte der Natur und die Energiequellen der Zukunft, sind für die Entwicklung jedes Landes unabdingbar. Produktion, Transport und Anwendung der erneuerbaren Energien werden nur durch zeitgemäße Technologien und moderne Infrastrukturen ermöglicht. Ein intelligenter Stromtransport, ein „smart grid“, ist für den störungsfreien Ausgleich zwischen der periodisch unterschiedlich intensiven Erzeugung grüner Energie und den fossilen Grundversorgern unerlässlich und in einem Land von der Ausdehnung und Vielfalt Chinas nur mit KI machbar.

Wie bewerkstelligt China die Herausforderungen der heutigen Zeit, in der Wind-, Wasser- und Sonnenenergie immer größere Rolle bei der Senkung der CO2-Bilanz spielen? Sind die erneuerbaren Energien die einzigen Hoffnungsträger für eine Zukunft ohne Umweltkatastrophen? Stellen der globale gesellschaftliche Zusammenhalt und die Anwendung der KI eine Chance für die Bewältigung der jetzigen klimatischen Situation dar? Der Kurs will Beispiele aus dem Bereich der KI-gestützten Anwendung der erneuerbaren Energien in China präsentieren diskutieren.

Der Kurs ist auch ein Teil der Experten-Vorlesungsreihe „Climate China Lunch II“ und des Online-Features chinnotopia, wo die Studierenden gemeinsam mit der interessierten Öffentlichkeit einen Einblick über die neusten Entwicklungen im Bereich Umwelt und Klima in China gewinnen können.

Empfohlene Literatur:

Cheshmehzangi, Ali / Chen Hengcai (2021): China's Sustainability Transitions Low Carbon and Climate-Resilient Plan for Carbon Neutral 2060, Springer.

Gates, Bill (2021): Wie wir die Klimakatastrophe verhindern: Welche Lösungen es gibt und welche Fortschritte nötig sind, Piper.

Nadin, Rebecca / Opitz-Stapleton, Sarah / Xu Yinlong (2015): Climate Risk and Resilience in China, Routledge.

Tang Qiuhong / Ge Quansheng (2018): Atlas of Environmental Risks Facing China Under Climate Change, Springer.


Johannes Küchler

Module:

MA-TGWT WTC
BA-KulT WTG 3
BA-KulT FW 14, 15, 16
MA-GKWT 3, 5/2
MA FW 11, 12, 14

Di. 16-18Uhr  

Präsenzveranstaltung: TU-Gebäude Marchstr., Seminarraum 463

Beginn: 25.10.2022

Die Republik China unter der Guomindang und ab 1949 die VR China unter der Kommunistischen Partei übernahmen das ausgedehnte Imperium der Qing-Dynastie. Es umfasste über die 18  han-chinesischen Provinzen als chinesisches Kernland (bentu) hinaus die riesigen „Nebenländer“ oder „Außengebiete“ der heute so genannten „nationalen Minderheiten“ Tibeter, Turkvölker, Mongolen und Mandschuren. Diesen Völkern politische Unabhängigkeit zuzugestehen, war aus chinesischer Sicht ein abwegiger Gedanke. Nur Dank sowjetischer Einflussnahme gelang dies einmal mit der Gründung der Mongolischen Volksrepublik.

Die innen- und außenpolitischen Oszillationen der VR China hatten stets massive Rückwirkungen auf die Lebensbedingungen der Minderheiten. Diese nachzuzeichnen ist das allgemeine Ziel des Seminars. Dabei stehen exemplarisch im Mittelpunkt die vita und das Werk des uigurischen Wirtschaftswissenschaftlers Ilham Tohti, der bis zu seinem Berufsverbot an der Hochschule der Minderheiten in Peking lehrte und seit 2014 mit dem Urteil „lebenslänglich“ inhaftiert ist. Was meint „Autonomie“? Welche Positionen kennzeichnen die Sprach- und Bildungspolitik? Welche Spielräume gibt es für ein religiöses Bekenntnis? Die Grenzlage der Minderheiten – Bedrohung oder Chance?  Das Produktions- und Aufbaukorps als Herrschaftsinstrument …Zu diesen und ähnlichen Fragen hat sich Tohti geäußert. Darauf aufbauend geht es um die laufende gewaltsame Integration der Minderheiten in den han-chinesisch dominierten Staat der KPCh im Kontext der Terrorismusbekämpfung, des Ausbaus der neuen Seidenstraße und der nationalen Politik der Überwindung ländlicher Armut.

Studentische mündliche und schriftliche Beiträge sind erwünscht. Kenntnisse der chinesischen oder uigurischen Sprache sind willkommen.


Hoffmann, Jana; Dubrau, Christian

MA-TGWT WTC
BA-KulT WTG 3, 4
BA-KulT FW 14, 15, 16
MA-TGWT WTG 3, 4
MA-GKWT 3, 5/2, 7/2
MA FW 11, 12, 14

Do. 16:00 – 18:00

Präsenzveranstaltung: TU-Gebäude Marchstr., Seminarraum 463

Beginn: 27.10.2022

 

China als eine der ältesten Hochkulturen der Welt hat dementsprechend eines der ältesten

Rechtssysteme der Welt. Das Rechtsverständnis unterscheidet sich jedoch deutlich von dem

"westlicher" Staaten. Die Differenzen und die eurozentristische Sichtweise führen zu Konflikten auf internationaler Ebene, da zum Beispiel selbst ähnliche Rechtsgrundlagen mit einer völlig anderen Rechtsauffassung einher gehen.

Das chinesische Rechtssystem und deren Rechtsverständnis können nicht ohne der

jahrtausendealten Rechtsgeschichte und deren kulturellen Kontext betrachtet werden. Die

konfuzianische und die legalistische Lehre spielen dabei ebenso eine wichtige Rolle, wie die

Überformung mit marxistisch-leninistischen Ideologien in der Mao-Zeit und ab 1978 der Einfluss der führenden Industrienationen und wichtiger Handelspartner insbesondere mit Beginn der WTOBeitrittsverhandlungen ab 1986.

Grundlegend muss in diesem Zusammenhang die Frage erörtert werden, was ein Rechtssystem

überhaupt ist und was es ausmacht. Es muss insbesondere auf die Differenz von Law in Books und Law in Action eingegangen werden. Unter diesen Fragestellungen soll überprüft werden, wie sich das chinesische Rechtssystem und Rechtsverständnis in der Realität gestaltet. Anhand von aktuellen exemplarischen Schlüsseltexten, Filmen und bekannten Fällen aus den Medien - wie zum Beispiel den immer wieder kehrenden Streitigkeiten über den Schutz geistigen Eigentums oder ganz konkreten Fällen, wie dem Nagelhaus in Chongqing - sollen in diesem Seminar die Besonderheiten des chinesischen Rechts erörtert werden.

Studentische mündliche und schriftliche Beiträge der Teilnehmenden sind sehr willkommen.

Chinesischkenntnisse werden begrüßt, sind aber keine Notwendigkeit.

 

Jinfan Zhang: „The history of Chinese legal civilization“ (Band I und II), 2020.

William P. Alford: „To steal a book is an elegant offense : intellectual property law in Chinese

civilization“, 1995.

Harro von Senger, Lukas Heckendorn Urscheler (Hrsg.): „Das Recht der Volksrepublik China vor den

Herausforderungen des 21. Jahrhunderts“, 2016.

Zhang Yimou: "Die Geschichte der Qiu Ju", Film 1992.


Maria Faust

MA-TGWT WTC
BA-KulT WTG 3, 4
BA-KulT FW 14, 15, 16
MA-TGWT WTG 3, 4
MA-GKWT 3, 5/2, 7/2
MA FW 11, 12, 14

Di. 13-15 Uhr

Beginn: 18.10.2022

Online Zoom Veranstaltung

Erste Veranstaltung am 18.10. findet in Präsenz statt: in Raum MAR4.063

In einer Welt nach der Pandemie sehen wir uns zunehmenden geopolitischen Spannungen gegenüber, die von polarisierten Positionen zwischen dem Westen und der nicht-westlichen Welt dominiert werden. Diese insbesondere in den Medien vertretene Abgrenzung ist die zwischen dem Westen und andererseits China, das neben Russland auf der anderen Seite des Spektrums positioniert ist. Jüngste Ereignisse wie das Durchsickern der Polizeiakten von Xinjiang, der Beginn des Krieges in der Ukraine und Chinas ambivalente Haltung zum Krieg im Gegensatz zum jüngsten Mitgliederzuwachs in der NATO unterstützen die globale Blockbildung. Solche Entwicklungen sind jedoch weder nachhaltig, langfristig orientiert noch fruchtbar, um die Probleme anzugehen, die auf globaler Ebene auf dem Spiel stehen, nämlich Klimawandel, Wohlstand und Reichtum aller Nationen, Gleichberechtigung der Geschlechter und das Ende der Armut, um nur einige zu nennen.

 Aus der Perspektive der interkulturellen Kommunikation wollen wir zunächst die in China vorherrschenden kulturellen Wertefundamente ansprechen, d.h. zunächst die Harmonie in Bezug auf den Kollektivismus, und dann die individualzentrierten Grundlagen der westlichen Welt. Während diese Werte und Überzeugungen auf Makroebene vorherrschen, sind sie gleichermaßen in den Handlungen und Gewohnheiten des Einzelnen vertreten. Ein Konzept, um der zunehmenden Polarisierung zu begegnen, ist Ambiguitätstoleranz als akteurszentrierte Bewältigungsstrategie. Als psychologisches Konstrukt konzeptualisiert, ermöglicht es dem Einzelnen, beispielsweise solchen globalen politischen Dichotomien Bedeutung und Sinn zu verleihen, und wird es dem Einzelnen letztendlich ermöglichen, sich in der Welt zu zentrieren. Als Lösungsansatz betrachtet, wird es Einzelpersonen ermöglichen, Ressourcen freizusetzen, um nachhaltige Entwicklungen auf globaler Ebene anzugehen.


Tao Ruyu, Liu Hanxin

MA-TGWT WTC
BA-KulT WTG 3, 4
BA-KulT FW 14, 15, 16
MA-TGWT WTG 3, 4
MA-GKWT 3, 5/2, 7/2
MA FW 11, 12, 14
Do. 10-12 Uhr

Online: Zoom-Veranstaltung (Language English)

https://tu-berlin.zoom.us/j/66193013052?pwd=RkFRTHZ5WnhIekdIYmpYVnRiMGdldz09

Meeting-ID: 661 9301 3052

Kenncode: 484459

Beginn: 20.10.2022

The course aims to illustrate the use of heritage and the heritage empowerment in China. In this process, from elites and ordinary citizens represented by local officials and scholars, all use the broad and vague concept of cultural heritage to express own interests implicitly and legitimately, empowering specific cultural heritages, thus reinforcing the history and cognition of the group to which they belong in this process of continuous accumulation and self-persuasion. In the end, like genes, they aggregated into a definition of who the larger “we” are, and fit with the official historical interpretation, healing the division and trauma of the local community to a certain extent. But it also creates a potential "alienation" of history and the subject, obscuring the risk of long-term conflict resolution.

The relationship between history, collective memory and cultural heritage is a delicate and subtle. “But heritage is not history, even when it mimics history. It uses historical traces and tells historical tales, but these tales and traces are stitched into fables that are open neither to critical analysis nor to comparative scrutiny (Lowenthal 1998:121)”. In the contemporary social and cultural shaping context of China, especially since the 2000s, the synergistic exploration and interpretation of the above three concepts have never ceased and has always revolved around the ultimate metaphysical topic of 'who we are' and 'where we are going'. Starting with the " In Search of the Origins of Chinese Civilization1", which has been implemented continuously as a major national strategy since the beginning of the 21st century, to the revival of Confucianism (Hubbert 2017), to the trend of cultural heritage preservation and 'traditional cultural revival(TSCIO 2017)', until the "Rural Revitalization2" policy as a national strategy in 2017, all are seeking to link and give new meaning to past stories and places of historical significance. In this way, the aim is to find the basis for interpretation of specific events, policies and group positioning in the social situation that is increasingly volatile, full of uncertainty and intensifying contradictions, thus gain legitimacy for official discourse, ideological and policy changes.

Notes:

1.Since 2001, the multi-year project “In Search of the Origins of Chinese Civilization: a Long-term Transdisciplinary Program” has continued to receive the support of national research funding programs and has been in operation for decades until now, analysing issues concerning the origins of Chinese civilization. It is an interdisciplinary collaboration between the social sciences, humanities and the natural sciences, with archaeology at its core. Due to the controversy of this topic, especially whether the Chinese civilization could extend back 5,000 years, it has been greatly valued and supported by Chinese officials. See the detail description from The Institute of Archaeology CASS:

http://www.kaogu.cn/en/Research_work/Exploration_on_the_origin_of_Ch/2013/1025/30314.html

and from The State Council Information Office of China (SCIO):

http://english.scio.gov.cn/pressroom/2018-05/29/content_51528874.htm

 

2.The ‘Rural revitalisation(乡村振兴战略)’ strategy was introduced in October 2017, then applied in 2018. China now has increasing regards at rural areas development, February 2021, ‘The National Administration for Rural Revitalisation (国家乡村振兴局)’ was formed. April 2021, ‘Law of the People's Republic of China on the Promotion of Revitalisation of Rural Areas (中华人民共和国乡村振兴促进法)’ was adopted at the 28th session of the Standing Committee of the Thirteenth National People's Congress.

Reference:

Lowenthal, D. (1998) The Heritage Crusade and the Spoils of History, Cambridge: Cambridge University Press. P121

Hubbert, J. (2017). Back to the future: The politics of culture at the Shanghai Expo. International Journal of Cultural Studies, 20(1), 48-64.

The State Council Information Office of the People’s Republic of China. 2017. 关于实施中华优秀传统文化传承发展工程的意见[Opinions on the implementation of the project of the inheritance and development of the excellent Chinese traditional culture].

http://www.scio.gov.cn/xwfbh/xwbfbh/wqfbh/37601/38768/xgzc38774/Document/1634775/1634775.htm


Dirk Forschner

Module:

MA-TGWT WTC
BA-KulT WTG 3, 4
BA-KulT FW 14, 15, 16
MA-TGWT WTG 3, 4
MA-GKWT 3, 5/2, 7/2
MA FW 11, 12, 14

Mittwoch 10-12 Uhr

Beginn: 19.10.2022

Präsenzveranstaltung: TU-Gebäude Marchstr., Seminarraum 463

 

Die Entwicklung vom Transfer Empfänger zum Transfer Geber; wie sichtbar sind Eisenbahntechnologien Chinas in Europa und in Übersee? Die Lehrveranstaltung will die technischen Einflüsse aus Europa und den vereinigten Staaten nach China aufzeigen und dazu erarbeiten, welche Einflüsse der Export der Chinesischen Eisenbahnindustrie auf Eisenbahn Gesellschaften in der Gegenwart hat. Dazu sollen neben Monographien vor allem Fachzeitschriftartikel und Internet Beiträge zum Studium herangezogen werden. Zum Anfang des Seminar wird eine Einführung in das Eisenbahnwesen mit den Hauptbereichen Rollmaterial und Hoch / Tiefbau, Fahrweg gegeben.

 

Einführende Literatur: ZHOU, Xiaobao, die Lokomotiven der chinesischen Eisenbahn, Basel 1987.


Lehrkraft: Pei-Wang Nastansky

Module:

MA-TGWT WTC
BA-KulT WTG 3, 4
BA-KulT FW 14, 15, 16
MA-TGWT WTG 3, 4
MA-GKWT 3, 5/2, 7/2
MA FW 11, 12, 14

Blockseminar (virtuell)

04.11. 15:00 – 19:00 Uhr

05.11. 9:30 – 18:00 Uhr

06.11. 9:30 – 18:00 Uhr


Beginn: 04.11.2022

Course Description

This seminar will provide participants a profound understanding of the Chinese Education System that is a formative background for modern personnel development in China. It illustrates the deep roots in its ancient history, and, later, the progressive development in modern China.

 

Moreover, the seminar brings in perspectives from Chinese history, philosophy, culture, economy, business, as well as ongoing current human resources development and human capital transformations and trends. Case Studies will demonstrate Chinese sociocultural characteristics, lifelong learning aspects, and last but not the least, lessons-learned of multinational corporations in China.

 

1. Yuting ZHANG, Yu LIAO (2021): Higher Education for International Students in China: A Review of Policy From 1978 to 2020. ECNU Review of Education 2021, Vol. 4(4), Pages 873–889.  Editors' Top Picks for 2021 from ECNU Review of Education.

 

2. Postiglione, G. (2020). Expanding Higher Education: China's Precarious Balance. The China Quarterly, 244, 920-941. doi:10.1017/S0305741020000995

 

3. Cherrie Jiuhua Zhua,J.C.; Warnerb, M. (2017): The emergence of Human Resource Management in China: Convergence, divergence and contextualization. Human Resource Management Review, Volume 29, Issue 1, March 2019, Pages 87-97

 

4. Cai, Y., & Yan, F. (2017). Higher Education and University. In W. J. Morgan, Q. Gu, & F. Li (Eds.), Handbook of Chinese Education (pp. 169-193): Edward Elgar



Lehrkraft: Katja Levy

Mi. 14-16 Uhr

Online: Zoom-Veranstaltung

Beginn: 19.10.2022

In der Veranstaltung wollen wir den 20. Parteitag im Herbst 2022 in Echtzeit beobachten. Traditionell findet auf den Parteitagen, die nur alle 5 Jahre stattfinden, ein Führungswechsel in der Partei statt, der sich auch auf die Führung der Regierung und auf die politischen Ziele für die folgenden Jahre auswirkt. Da Xi Jinping's Amtszeit als Regierungsoberhaupt laut Verfassungsänderung erstmals entfristed wurde, wird dieser Vorgang besonders spannend. Wird Xi von seinem Recht, weiter im Amt zu bleiben, Gebrauch machen? Wird er auch Generalsekretär der Partei bleiben? Welche Politiker werden neben ihm im Politbüro der KP China die Geschicke Chinas in den nächsten 5 Jahren lenken?

Nach einer knappen Einführung in das politische System der VR China mit besonderem Schwerpunkt auf Rolle, Institutionen und Mechanismen der KP China, sowie Methoden der Politikbeobachtung in China werden wir die Berichterstattung zum Parteitag verfolgen und systematisch Antworten auf folgende Fragen finden: 1. Wer sind die neuen Politiker in der chinesischen Führung und welche politische Agenda verfolgen sie? 2. Welche Bedeutung haben die Dokumente, die auf dem Parteitag verabschiedet werden? 3. Wie wird über den Parteitag im Ausland berichtet? 4. Welche Auswirkungen haben die Entscheidungen, die auf dem Parteitag getroffen werden, auf die EU-China Beziehungen?

 

Erste einführende Literaturhinweise:

 

McGregor, Richard, and Jude Blanchette (2021). ‘After Xi: Future Scenarios for Leadership Succession in Post-Xi Jinping Era’. Report. Center for Strategic and International Studies, Lowy Institute for International Policy. China.  https://csis-website-prod.s3.amazonaws.com/s3fs-public/publication/210421_McGregor_After_Xi_0.pdf

 

Wu, Guoguang (2022). Politics and Norms in Leadership Reorganization toward the 20th Party Congress: Preliminary Observations  https://www.prcleader.org/_files/ugd/af1ede_1e729178b7b44da191377141f1385721.pdf

 

Wu, Guoguang (2015). China's Party Congress: Power, legitimacy, and institutional manipulation. Cambridge University Press.

McGregor, Richard (2012). The party : the secret world of China’s communist rulers. Revised edition. London: Penguin Books.


Silvia Kettelhut
LV-Nr.: 3131 L 170

Module:

MA-TGWT WTC
BA-KulT WTG 2, 4
BA-KulT FW 16, 18, 19, 20
MA-TGWT WTG 3
MA-GKWT  5/1, 7/1
MA‐GKWT bzw. MA-TGWT FW 7, 8, 10, 14

Do. 10-12 Uhr

Online: Zoom-Veranstaltung

Beginn: 20.10.2022

 Beschreibung:

Wir erarbeiten einen Überblick über grundlegende philosophische, wissenschaftliche und technologische Entwicklungen im traditionellen China bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Dabei beleuchten wir wichtige Beispiele, u. a. Wasserbau und Landwirtschaft, Kompass und Seefahrt, Textilherstellung, Keramik und Seide, Schießpulver und Medizin, Architektur, Papier und Drucktechnik. Wir gehen auf gegenseitigen Wissenschaftstransfer zwischen China und dem Westen ein und stellen die Frage nach den gesellschaftlichen Voraussetzungen für eine technologische Entwicklung.

Wir erarbeiten einen Überblick über grundlegende philosophische, wissenschaftliche und technologische Entwicklungen im traditionellen China bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Dabei beleuchten wir wichtige Beispiele, u. a. Wasserbau und Landwirtschaft, Kompass und Seefahrt, Textilherstellung, Keramik und Seide, Schießpulver und Medizin, Architektur, Papier und Drucktechnik. Wir gehen auf gegenseitigen Wissenschaftstransfer zwischen China und dem Westen ein und stellen die Frage nach den gesellschaftlichen Voraussetzungen für eine technologische Entwicklung.

Einführende Literatur - für Referate und Hausarbeiten erfolgen gesonderte Empfehlungen:

 Needham, Joseph: Science and Civilisation in China, Cambridge, London, New York, usw.: Cambridge University Press 1954 - . (Ausgewählte Teile aus Volume 1 bis 7)

Schäfer, Dagmar (Hg.): Cultures of Knowledge. Technology in Chinese History, Leiden, Boston: Brill 2012.

 Unschuld, Paul: Traditional Chinese Medicine. Heritage and Adaptation, New York: Columbia University Press 2018 (dt. Traditionelle chinesische Medizin, München: C.H. Beck 2013)

 Winchester, Simon: The Man who loved China, New York: Harper Collins 2008.

 Huang Yasheng: Rise and Fall of Technology in Chinese History | SOAS, YouTube, SOAS University of London, 8. März 2022, https://www.youtube.com/watch?v=cvGNDbp2E2U.

 ... und zur leichten Lektüre:

Breuer, Hans: Kolumbus war Chinese. Erfindungen und Entdeckungen des Fernen Ostens, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1980.

Deng Yinke: Ancient Chinese Inventions. Thousands of Years of Science and Technology, China Intercontinental Press, Peking 2010.