Курсы

Dieses Seminar richtet sich ausschließlich an Studierende aus dem Master, sowie an BA-Studierende, die Methoden 1 ("Datenerhebung und Auswahl") sowie Methoden 3 („Uni- und bivariate Statistik“) bereits absolviert haben.

Zur Teilnahme am Seminar benötigen Sie einen PC (Windows, Mac, Linux) mit Internetanschluss, auf dem sie selbst Programme installieren können - am besten einen Laptop mit Windows 10. (Grundsätzlich besteht auch die Ausweichmöglichkeit Computer in den PC Pools der TU Berlin zu nutzen.) Zur Teilnahme benötigen Sie keine Vorkenntnisse. Ein substanzielles Interesse an den Inhalten und eine Bereitschaft sich selbst einzuarbeiten ist jedoch erforderlich.

Zum Inhalt:

Das Seminar beschäftigt sich mit einem Forschungsfeld, das derzeit dynamisch wächst. Immer mehr soziologische Forschung sieht sich der Tatsache gegenüber, dass digitale Daten die Gesellschaft durchdringen und deren Auswertung einen wichtigen Bestandteil sozialwissenschaftlicher Forschung darstellt. Gleichzeitig wird auch deutlich, dass neben kritischen Analysen aktueller sozialer Dynamiken auch ein konkreter Umgang mit digitalen Daten erforderlich wird. Dieser soziologische Umgang mit digitalen Daten lässt sich als „Social Data Science“ bezeichnen und beschreibt im Kern eine Weiterentwicklung statistische Analyseverfahren und sozialwissenschaftlicher Datenverarbeitung. Entsprechend vermittelt dieses Seminar konkrete Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Daten mit der freien Statistiksoftware R.

Aufbau und Vorgehen:

Das Seminar verfolgt ein hybrides Konzept, in dem Sitzungen vor Ort mit Lernvideos (Screencasts) und ggf. Onlinesitzung verknüpft werden. Die Inhalte werden stufenweise eingeführt und durch Übungen vertieft. Am Ende erfolgt die Umsetzung in eigenen kleineren Auswertungen. Das Seminarkonzept ermöglicht es statistische Grundkonzepte aufzufrischen bzw. zu vertiefen.

Nach einem ausführlichen Abschnitt, in dem Grundbefehle und Basisfunktionen von R vermittelt werden, erfolgt die Vertiefung anhand von zwei ausgewählten Datensorten – Zeitreihen/ Panel-Daten und Geo-Daten.

Eine umfangreiche Erläuterung des Konzeptes erfolgt in der ersten Sitzung. Bitte nehmen Sie unbedingt an der ersten Sitzung teil, wenn sie das Seminar besuchen wollen. Falls vorhanden, bringen Sie zur ersten Sitzung auf jeden Fall bereits ihren Computer mit, um die Statistiksoftware direkt zu installieren.

Wenn gewünscht, werden die Studierende in kleinen Gruppen eingeteilt, um sich während des Seminars kontinuierlich austauschen zu können.

Leistungsnachweise:

6 LP – Übungen und eigene Auswertungen

3 LP – eigene Auswertungen


Die Anmeldung für das Seminar muss bis zum 30.11.2022 über MTS erfolgen!

Schon seit Längerem werden verschiedene Veränderungen in der Organisation von Arbeit unter dem Stichwort der „Entgrenzung“ diskutiert. Im Zuge der derzeitigen „Digitalisierung“ der Arbeitswelt scheinen sich solche Entgrenzungsprozesse noch zu beschleunigen. Welche Dimensionen kann „Entgrenzung“ haben und was bedeutet dies für Organisationen und Beschäftigte? Werden neben der Verwischung von Grenzen – zum Beispiel von Organisationen oder zwischen „Arbeit“ und „Leben“ – vielleicht auch neue Grenzen gezogen? Diese und andere Fragen zu verschiedenen Phänomenen der „Entgrenzung“ von Arbeit, die insbesondere im Zusammenhang mit dem Einsatz digitaler Technik stehen (z.B. mobile Arbeit, Crowdwork), sollen im Seminar bearbeitet werden.

Details zum Veranstaltungsplan und den zu erbringenden Leistungen werden in der ersten Sitzung besprochen.

Das Seminar kann sowohl im Modul „Digitalisierung der Arbeitswelt“ als auch im Modul „Arbeitswelt, Wirtschaft und Gesellschaft“ angerechnet werden.


Die Anmeldung für das Seminar muss bis zum 30.11.2022 über MTS erfolgen!

Im Zusammenhang mit dem Begriff „Digitalisierung“ werden viele aktuelle Entwicklungen in der Arbeitswelt diskutiert. In welchem Umfang könnte Beschäftigung wegfallen, da Tätigkeiten automatisiert werden? Inwieweit verändern sich Tätigkeiten durch „Digitalisierung“? Entstehen ganz neue Formen (der Organisation) von Arbeit? Zentrale Akteure, die diese Entwicklungen mitgestalten, sind die Akteure der Arbeitsbeziehungen in Deutschland: Gewerkschaften, Arbeitgeber(verbände) und Betriebsräte. Nach einer kurzen Einführung zu Akteuren und Institutionen der Arbeitsbeziehungen in Deutschland soll in diesem Seminar beleuchtet werden, welche Herausforderungen „Digitalisierung“ für die Akteure der Arbeitsbeziehungen mit sich bringt und wie diesen begegnet wird. Wie kann „Digitalisierung“ im betrieblichen Kontext gestaltet werden? Organisieren sich Crowdworkers in Gewerkschaften? Und kann es überhaupt Tarifverträge für Solo-Selbstständige in der Plattformwirtschaft geben? Solche Fragen sollen im Seminar auf unterschiedliche Art und Weise bearbeitet werden (u.a. gemeinsame Arbeit an Texten, Diskussion mit Praktiker*innen).