Cours

SEMINAR LANDSCHAFTSARCHITEKTUR GRUNDLAGEN

BETREUUNG

Prof. Jürgen Weidinger
M.Sc. Jennifer Münner

Kurzbeschreibung

Ziel des Seminars ist es, einen Einblick in aktuelle Gestaltungsansätze der Freiraumarchitektur zu erhalten, um dieses Freiraumwissen besser in städtebaulichen Entwürfen und Gebäudeentwürfen einsetzen zu können. Das Seminar wird durch Vorträgen zur Theorie der Landschaftsarchitektur sowie zu aktuellen Entwurfsansätzen eingeleitet. Der Schwerpunkt liegt in der Entwicklung eines Entwurfs und im Einüben der Fähigkeit über freiraumarchitektonische Entwürfe sprechen zu können.


Betreuung
Fachgebiet Landschaftsarchitektur Entwerfen
Prof. Jürgen Weidinger
Dipl. Ing. Norman Harzer

Teilnehmerzahl
15 Studierende

Kursbeschreibung
Das Vertiefungsstudio widmet sich der Fragestellung wie überraschend
andersartige Landschaftserfahrungen entwickelt werden können, indem
das atmosphärische Potential und die ästhetische Qualität aktuell viel
besprochener Wetter-Phänome von starker Trockenheit und üppigen
Regenspenden entwurflich thematisiert werden. Den örtlichen Bezug
bildet dabei das Regenwassersammelbecken des ehemaligen Flughafens
Tempelhof. Der Ort befindet sich von außen kaum wahrnehmbar
gerahmt von Sportanlagen und Kleingärten zwischen Columbiadamm
und Züllichauer Straße in Berlin-Tempelhof. Akteur:innen der Berliner
Stadtgesellschaft haben hier die sogenannte Floating University ( https://
floating-berlin.org/ ) gegründet, welche sich einer neuen Praxis des
urbanen Miteinanders über ein bewußt unscharf gehaltene Definition
des Selbstverständnisses nähern möchte. Mit einer partiell ähnlich
experimentellen Arbeits- und Denkweise in Analyse und Konzeptfindung
aber starken Fokus auf einen handwerklich gut gemachten und
dinghaften Entwurf wollen wir das Vertiefungsstudio angehen. Im Laufe
des Projektes arbeiten wir primär mit den landschaftsarchitektonischen
Gestaltungselementen Topografie, Bewegung im Raum, Vegetation sowie
nachrangig auch Verhaltensangeboten. Dabei soll die Beschäftigung mit
den sinnlich wahrnehmbaren Qualitäten des entworfenen Ortes sowie deren
Platz im Stadtgefüge im Vordergrund stehen.
Einfache Kompositionsübungen zu Beginn werden wir als Anlass
nehmen uns zu unserem Standpunkt in Bezug auf das Entwerfen von
Landschaftsarchitektur zu verständigen. Mit Analyse sowie experimentellen
Übungen und Stehgreifen werden wir eine Konzept erarbeiten, dass
schrittweise zu einem Entwurf verfestigt werden kann. Vergleichende
Analysen aktueller und rezenter Projekte der Landschaftsarchitkektur mit
vergleichbaren Schwerpunkt dienen der Verortung im Diskurs. Das Arbeiten
mit Skizzen, Collagen und Modell sowie die grafische Umsetzung des
Entwurfes mit digitalen Mitteln werden vorausgesetzt.

BACHELOR VERTIEFUNGSSTUDIO 2022/2023

BETREUUNG

Prof. Jürgen Weidinger
M.Sc. Jennifer Münner
M.Sc. Zhiyuan Peng
Paysagiste DPLG Camille Régimbart
Cand.B.Sc. Pauline Matzinger


Kurzbeschreibung

Aktuelle Diskussionen über öffentlichen Raum sowie steigender Nutzungsdruck von Freiräumen in Städten legen dar, dass derzeitige Freiräume neu gedacht werden müssen. Besonders Räume die ausschließlich zu bestimmten Zeiten genutzt und bespielt werden, können diesbezüglich neue Potentiale aufweisen. Ein Freiraumtypus, der diese ungenutzten Besonderheiten mitbringt ist der Hof im Bezug zu Bildungseinrichtungen. Das stellt die Rahmenbedingungen für das Vertiefungsstudio dar: Die Beschäftigung mit Schulhöfen die zwischen privaten und öffentlichen Zwecken vermitteln und wie diese auf einer landschaftsarchitektonischen Ebene gestaltet werden können. Durch die thematische Auseinandersetzung mit dieser Verzahnung sollen unter Berücksichtung der verschiedenen Nutzungsrhythmen raumgreifende und überraschende Entwürfe hergestellt werden, die die Grenzen zwischen privat und öffentlich neu ausloten.


Komposition- und Zeichenübungen sowie Analysen, Ideen- und Konzeptfindung sind bei dem Prozess hin zu einem Entwurf, der quantitative und qualitative Raumeigenschaften kombiniert und schärft, fester Bestandteil. Dabei wird zunächst die Priorität auf analogen Darstellungen liegen, die mit Verlauf des Semesters in digitale Grafiken überführt werden sollen.