Kurse
The core module takes place on Tuesdays from 4 to 7 p.m. in room EB 224.
Core Module Specialisation Area V: Urban and Regional Research
The content of the study focus is the examination of the different aspects of research in urban and regional planning. Different physical-geographical, political-economic, socio-cultural, institutional and legal-administrative framework conditions can play a role at different spatial scale levels. The major allows students to learn how to engage with a broad range of aspects of urban and regional planning from a scientific research perspective.
Language of core module: English
- Trainer/in: Liliane Yasmine Sharha Gottschalk
- Trainer/in: Enrico Gualini
- Trainer/in: Emil Finn Jung
- Trainer/in: Simona Uhlemann
M4 A/B_Planning as Political Process I WiSe 2021/22
Time: Tuesday, 10.00-12.00 (group A), 12.00-14.00 (group B),
Place: Room EB 224
Content: The module consists of contributions to a critical and reflective understanding of planning from a primarily socio-political perspective. It pursues an interdisciplinary approach which is meant to promote an exchange between urban and regional planning and urban and regional research, and in particular between planning theory and critical approaches to urban-regional and socio-spatial research, such as urban sociology, economic and political geography, political economy, as well as policy and governance research. The topics of the seminars are regularly updated with regard to current debates in planning theory and in urban and regional research. They deal with politico-economic and institutional conditions, with socio-political (power) relations and with spatial contexts of planning, with emphasis on the role of planning practises and discourses in the strategical-relational construction of socio-spatial settings.
Course supervision: Enrico Gualini | e.gualini@isr.tu-berlin.de
For issues regarding ISIS, contact Emil Jung | e.jung@campus.tu-berlin.de
- Trainer/in: Liliane Yasmine Sharha Gottschalk
- Trainer/in: Enrico Gualini
- Trainer/in: Emil Finn Jung
- Trainer/in: Simona Uhlemann
B9 Planungstheorie und -methoden | WiSe 22/23
Die Veranstaltung bietet eine Einführung in Theorien und Methoden der Stadt- und Regionalplanung und zielt darauf ab die Studierende auf einen selbstbewussten Umgang mit ihrer Disziplin vorzubereiten. In dieser Hinsicht beruht die Veranstaltung auf einem Verständnis von Raumplanung als öffentliche Produktion des Raumes und dementsprechend von Planungstheorie als eine kritisch-reflektive Beschäftigung mit Stadt- und Regionalplanung als gesellschaftlich-politischer Handlungsbereich. Dabei steht die Darlegung von Verfahren, Instrumenten und Methoden der Raumplanung stets vor dem Hintergrund einer sozial und politisch bewussten Bewertung der Legitimität und Effektivität von Planung als öffentliche Aufgabe.
Die Vorlesungen bestehen aus drei thematischen Abschnitten. Im ersten Abschnitt werden Theorien und Konzepte präsentiert, die zum Verständnis des Begriffs ‚Planung' im Allgemeinen und deren räumlicher Anwendung im Besonderen beitragen. Insbesondere werden hier Ziele, Funktionen und Instrumente der Planung in der Perspektive der rechtlichen und institutionellen Einbettung von Raumplanung. Im zweiten Abschnitt steht die Rationalität von Planung im Mittelpunkt. Anhand sich verändernder Rahmenbedingungen und unterschiedlicher Auffassungen dieser Dimensionen wird auch der Wandel im Verständnis von Planung als öffentlicher Aufgabe diskutiert. Im dritten Abschnitt stehen Instrumente und Methoden der Planung und deren Anwendung im Rahmen räumlicher Entwicklungsprozesse im Mittelpunkt.
Die Vorlesungen werden ergänzt durch die Übungsveranstaltung "UE Planungstheorie und -Methoden", in der die Inhalte praxisbezogene Anwendung finden.
- Trainer/in: Liliane Yasmine Sharha Gottschalk
- Trainer/in: Enrico Gualini
- Trainer/in: Emil Finn Jung
- Trainer/in: Simona Uhlemann

Krise der Partizipation?
Von der Überwindung der Kritik zu innovativen Praktiken
Partizipation ist eines der Grundprinzipien
demokratischer Gesellschaften. In städtischen Planungsprozessen spielt
Partizipation in Form der Einbindung von Elementen der Beteiligung schon länger
eine gewichtige Rolle, ebenso lang existiert jedoch auch eine Kritik an ihr: Wann,
wie und für was wird beteiligt? Wie hoch ist der Grad an Mitbestimmung
wirklich? Wird Beteiligung vorab eingegrenzt? Und wer beteiligt sich bzw. ist
in überhaupt in der Lage, sich zu beteiligen? Offensichtlich wird hierbei nicht
nur das Vorhandenseins eines Konflikts, den betroffene Gruppen mit bestehenden
Verfahren und Mitbestimmungsmöglichkeiten verspüren, sondern auch ein Wunsch
nach (Ver-)Änderung dieser.
Das Projekt widmet sich den Fragen, wie aus der Kritik an gängigen Beteiligungsverfahren in der städtischen Planung heraus neue innovative Praktiken entstehen und welche Rolle sie künftig für die Gestaltung räumlicher Prozesse einnehmen können. In Berlin (und anderswo) hat diese „Krise der Partizipation“ in der jüngeren Zeit zur Herausbildung innovativer Formen und alternativer Modelle partizipativer Stadtplanung geführt, die eine aktive(re) Rolle der Zivilgesellschaft kennzeichnen: Mit dem Begriff Community Based Design erprobt der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg einen neuen Ansatz einer ermächtigenden Planung in den Händen von Betroffenen. Projekte wie das Haus der Statistik oder der Rathausblock werden als Public-Civic-Partnership entwickelt, bei denen öffentliche Verwaltung und zivile Akteure in eine lokale Entwicklungskooperation tritt. Und andere stadtpolitische Initiativen wiederum greifen Methoden der direkten Demokratie auf und bringen per Volksreferenden drängende Themen wie Wohnungsmangel und Klimaschutz voran.
Das Wintersemester beginnt mit einem Einstieg
in das Thema der Partizipation in der räumlichen Planung sowie der Kritik an
bestehenden Verfahren. Nach einer ersten Bestanderhebung erfolgt die Einbettung
des ersten Befunds in relevante theoretische Debatten. Nach dem Jahreswechsel
werden in Vertiefungssitzungen aktuelle Ansätze von Partizipation in räumlicher
Planung gezielt betrachtet (Insurgent Participation / Planning,
Public-Civic-Partnership, Community Based Design und Direct
Democracy) und in Form von Gruppenreferaten ausgearbeitet. Das Semester
endet in einer Auswertung der erzielten Erkenntnisse und gemeinsamen
Überlegungen für die Durchführung eines praxisnahen Projekts im Sommersemester.
- Trainer/in: Liliane Yasmine Sharha Gottschalk
- Trainer/in: Nils Christian Michael Grube
- Trainer/in: Enrico Gualini
- Trainer/in: Emil Finn Jung
- Trainer/in: Simona Uhlemann