Курсы

Facing urban transformation in light of the future of urban trade, the urban design-planning studio will explore innovative hybrid typologies inbetween stationary and digital trade, but also in the sense of „prosuming“, local and regional cycles, cradle-to-cradle and blue-green infrastructure design. Thereby a focus will be on applied living lab approaches. In close cooperation with the local actor network of Berlins City West WerkStadtForum and the TU Berlins living lab platform StadtManufaktur, the design works will be submitted to this year’s competition of the Knowledge Network City & Trade. The final group results are published in the form of a "BOUTIQUE of offers & options” presented as an exhibition in the City West.

 

Infos to the competition:

https://www.wissensnetzwerkstadthandel.de/studienprojekt-2022


Angesichts des urbanen Wandels im Hinblick auf die Zukunft des städtischen Handels erforscht das Stadtplanungsstudio innovative hybride Typologien zwischen stationärem und digitalem Handel, aber auch im Sinne von "Prosuming", lokalen und regionalen Kreisläufen, Cradle-to-Cradle und blau-grüner Infrastrukturgestaltung. Ein Schwerpunkt wird dabei auf angewandten Reallabor-Ansätzen liegen. In enger Zusammenarbeit mit dem lokalen Akteursnetzwerk der Berliner City West WerkStadtForum und der StadtManufaktur als Reallabor-Plattform der TU Berlin werden die Entwurfsarbeiten beim diesjährigen Wettbewerb des Wissensnetzwerks Stadt & Handel eingereicht. Die finalen Gruppenergebnisse werden in Form einer "BOUTIQUE der Angebote & Möglichkeiten" veröffentlicht und als Ausstellung in der City West präsentiert.

 

Infos zum Wettbewerb:

https://www.wissensnetzwerkstadthandel.de/studienprojekt-2022

 

Studio Leitung: Dr. Grit Bürgow. grit.buergow@tu-berlin.de


Städtebau und  Baukultur

Kursbeschreibung

Gegenstand des Kernseminares Städtebau und Baukultur ist der Zusammenhang zwischen der räumlichen Ausformulierung von Stadt und Raum sowie die sie gestaltenden Stadtproduktionsprozesse. Baukultur wird dabei als ein kultureller Prozess der Produktion und Gestaltung der gebauten Umwelt in den Diensten der Gesellschaft betrachtet, die einem permanenten Transformationsprozess durch gesellschaftliche und - zunehmend auch - klimatische Rahmenbedingungen und Ansprüche unterliegt. Im Rahmen des Seminars erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Bedingungen und Ansprüchen und der Frage, was am Ende Baukultur bestimmt und welchen bauliche-räumlichen Ausdruck sie findet: zum einen in Gebäuden, Ensembles, Infrastrukturen und den öffentlichen Räumen und zum anderen in der Affordanz und Aneignung, alltäglichen Bespielung sowie der Perspektiven und Bedeutungszuweisungen der Nutzer*innen.

Fokussiert werden soll dieses Semester unter anderem der Wohnungsbau in Beziehung zum öffentlichen Raum. Damit wird Wohnungsbau auch im Sinne des "Wohnens" thematisiert. Gerade in Städten wie Berlin (aber auch in anderen Großstädten) spitzen sich hier Konflikte zu, Menschen organisieren und mobilisieren sich und setzen sich mit der Gestaltung (und Produktion) von Wohnraum auseinander. "Wohnen" wird als ein weitgefasster Begriff verstanden, der über "ein Dach über dem Kopf" hinausgeht und die alltägliche Versorgung der Menschen und dazugehörige Infrastrukturen der Bildung, Kultur und Handels sowie auch den öffentlichen Raum miteinschließt. Dabei ist der Zugang zu nicht-monetarisierten/kommerzialisierten Sozialisationsräumen und öffentliche Infrastruktur zentral für die psychische Gesundheit (wie sauberes Trinkwasser und saubere Luft). Wohnraum und öffentliche Räume und Infrastruktur sollen daher gemeinsam betrachtet werden.

In den baukulturellen Debatten sind Fragen der städtebaulichen und architektonischen Qualität zentral und es existieren entsprechende Verfahren und Instrumente der Qualitätssicherung. Jedoch, nicht nur Sichtweisen von Experten und Laien unterscheiden sich, sondern auch unter Städtebauer selbst gibt es rege Diskussionen zu Wertmaßstäben, Prinzipien und Kriterien des „guten“ Städtebaus und Wegen zur Förderung einer „guten“ und auch sozialgerechten oder sozialverträglichen Baukultur. Im Idealfall werden im Wohnungsbau und der Gestaltung öffentlicher Räume und öffentlicher Infrastruktur die vielschichtigen Anforderung verknüpft, die sich in der Gestalt und im Gebrauch dann (durchaus bisweilen konfliktvoll) wiederfinden. Anknüpfend daran werden im Kernseminar Städtebau und Baukultur auch andere Lesarten von Räumen und ihrer Materialität thematisiert und realisierte Projekte und Stadträume besucht, diskutiert und bewertet. Reflektiert sollen das Verhältnis von Expertensicht (Politiker*innen, Planer*innen etc.) und Laiensicht (Bürger*innen, Expert*innen).

Das Kernseminar „Städtebau und Baukultur“ ist als integrierte Blockveranstaltung konzipiert und besteht aus Übungseinheiten und Vorlesungs- bzw. Inputeinheiten durch die Dozent*innen. Die Übungsaufgaben werden in Einzel- und Gruppenarbeit erarbeitet.

Die Veranstaltung wird durchgeführt in Zusammenarbeit mit dem Forschungsprojekt A02 "Raumwissen Jugendlicher: Die Konstitution von online, offline und hybriden Räumen" des SFB 1265 "Re-Figuration von Räumen" des Fachgebietes Städtebau und Siedlungswesen sowie mit dem Forschungsprojekt "Critical Mapping in Municipalist Movements CMMM" des Klab.

Ferner werden wir zusammenarbeiten mit Prof. Zenia Kotval und Studierenden der Michigan State University, School of Planning, Design and Construction, USA.

Das Seminar kann verbunden werden mit einer Exkursion, die in der Exkursionswoche vom 16. bis 22. Mai in Ústí nad Laben in Tschechien stattfinden wird. Die Exkursion ist ein Zusatzangebot und nicht verpflichtend für die Teilnehmer*innen des Kernseminars.
Es werden neue Perspektiven und Narrative auf post-sozialistischen Wohnungsbau in einer post-industriellen Tagebaulandschaft gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen erkundet. Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt auf ca. 12 Personen. Extra credits können für die Teilnahme an der Exkursion gewährt werden.