Cursos
Beyond their functional, design, and material aspects, types constitute the basic elements of a language of architecture. Like the tropes and figures of speech in rhetoric, types are semiotic devices of the language of architecture. At the very least types have a narrative function as they tell us something about the time, purposes, customs, expediency and culture in general. With types, architecture leaves the realm of the elite codification of its sign system (style, history etc.). How does architecture speak through typology? How is meaning created through types? And in the first place, what does it mean if we talk of the language of architecture? How can architecture be meaningful at all? What is meant if we refer to architecture as language? The seminar is a basic introduction into architectural semiotics. Focusing on aspects of semiotics, rhetoric and language the seminar seeks to free typology from the hardened image of cataloged, formulaic knowledge and functionalist compartmentalization with the aim of casting a critical eye on the clichés and stereotypes that have been hardened in the debates surrounding postmodernism and the digital turn.
- Trainer/in: Jörg Gleiter
- Trainer/in: Johannes Medebach
Institut für Architektur WiSe 2021, Fachgebiet Architekturtheorie, Prof. Dr.-Ing. habil. Jörg H. Gleiter
Prüfung Architekturtheorie I (WiSe 2021)
Mittwoch, 6. Oktober 2021, 09:00 Uhr - 10:30 Uhr. Prüfungsdauer 60 Minuten.
Bitte finden Sie sich zwischen 08:45 - 09:00 Uhr auf Zoom ein. Der Zoom meeting room wird während der Prüfung für eventuelle Rückfragen aktiv sein:
https://tu-berlin.zoom.us/j/68701404317?pwd=WjRaVFZDUGdiaG91Z0kwcXpVNmx1UT09
Meeting ID: 687 0140 4317
Passcode: 776325
Zudem erreichen Sie uns während der Prüfung auf folgender Notfall-Nummer telefonisch: +49 (030) 314 - 219 58
Architekturtheorie ist ein zutiefst modernes Anliegen. Das Bedürfnis der Architektur nach kritischtheoretischer Reflexion ihrer kulturellen Grundlagen resultiert unmittelbar aus der besonderen Entwicklungsdynamik der Moderne. Mit dem Aufkommen neuer Materialien (Stahl, Beton, Glas), neuer Technologien (Maschine, Foto, Film, Computer, Smartphone) und neuer gesellschaftlicher Ordnungen kann die Architektur zur Bewältigung ihrer kulturellen Aufgaben ihre orientierenden Maßstäbe nicht mehr unhinterfragt den Vorbildern vergangener Epochen entlehnen. Wo alles ständig in Bewegung und in Veränderung ist, muss sie immer wieder ihre Ziele, Mittel und Methoden aufs Neue bestimmen. Evident wird dies besonders am Übergang von der manuellen zu maschinellen Produktion im 19. Jahrhundert, wie auch heute an der Wende vom analogen zum digitalen Zeitalter. Daher: Architekturtheorie ist das Medium der Reflexion über das Gemachtsein sowie Gemachtwerden der Architektur und über ihre kulturelle Funktion im jeweiligen, sich verändernden kulturellen Kräftefeld.
Die Vorlesung versteht sich als Einführung in die Architekturtheorie als jene Instanz kritischet Reflexion, die nach den Grundlagen der Architektur als sinnlich-ästhetische Erfahrung, als konstruktive Realität und soziales Bezugssystem im jeweiligen kulturellen Kräftefeld fragt. Sie versteht sich als Einführung in die philosophischen, ästhetischen, psychologischen, sozialen,wahrnehmungstheoretischen etc. Grundlagen der Architektur. Mit der nötigen historischen Vertiefung soll ein Überblick über die wichtigsten theoretischen Positionen, deren Defizite und Scheitern seit Ende des 18. Jahrhunderts bis heute gegeben werden.
- Trainer/in: Jörg Gleiter
- Trainer/in: Johannes Medebach
- Trainer/in: Katrin Ritter
In künstlerischen, philosophischen und literarischen Diskursen wird das Fragment verhandelt als ein ästhetischer Begriff, der den Aufbruch zu einer modernen Ästhetik signalisiert.[1] Den Kern dieser Neuerung bildet Friedrich Schlegels Theorie des Fragments, die Schlegel (1772–1889) in den „Athenäums-Fragmenten“[2] nicht nur darlegt, sondern auch im Text selbst umsetzt. Es ist eine offene Theorie, die in Form von Essays, Notizen und Aphorismen überliefert ist.
Die Auseinandersetzung mit der Fragment-Theorie verhilft uns dazu, Tendenzen und Konzepte in der Architekturgeschichte aufzudecken, die sich von der Idee der Vollendung und der Perfektion lösen, um stattdessen die Fragilität der fragmentarischen Raumordnung zu entdecken und zu praktizieren. Die Erscheinungsformen des Fragmentarischen in der Architektur bleiben nicht beim Bild des Bruchstückhaften, Unvollkommenen oder Zerstörten stecken; stattdessen verkörpern sie die Idee einer offenen, ambiguen und dynamischen Raumordnung.
Wir werden in Form eines Lektüreseminars architektonische, künstlerische und literarische Strategien des Fragmentarischen untersuchen und in Online-Sitzungen gemeinsam diskutieren. Ein weiterer Bestandteil des Seminars sind zeichnerische Analysen von ausgewählten Bauwerken. Unser Ziel ist es, uns gemeinsam an den Werkzeugen der Kritik, die uns die Theorie an die Hand gibt, zu üben, und zwar entlang eines Begriffs, der auch in Architektur wertvolle Erkenntnisprozesse im Gang setzen kann.
[1] Fetscher, Justus: Fragment, in: Barck, Karlheinz/Fontius, Martin/Schlenstedt, Dieter/Steinwachs, Burkhart/Wolfzette, Friedrich (Hg.): Ästhetische Grundbegriffe, Band 2, Stuttgart 2010, S. 551–588.
[2] Athenaeum ist der Titel der Zeitschrift, die von den Brüdern August Wilhelm Schlegel und Friedrich Schlegel herausgegeben und in Berlin gedruckt wurde. Zwischen 1798 und 1800 erschienen insgesamt sechs Hefte. Das Medium bildete das zentrale literarische Organ der Frühromantik in Jena.
- Trainer/in: Jörg Gleiter
- Trainer/in: Johannes Medebach
Architektur ist eine ortsgebundene Gestaltungsdisziplin. Ihre Umweltauswirkungen bilden ein Netz materieller Bedingungen, das unter anderem Gebiete, Bewohner, verschiedene Spezies und Ressourcen sowohl auf lokaler als auch auf globaler Ebene miteinander verbindet. Dies zeigt die Dringlichkeit integrativer Entwurfsmethoden, die auf einer experimentellen Analyse des Ortes als eines architektonischen Feldes beruhen, die nicht nur in der Lage ist, den Ort dem Bau anzupassen, sondern auch die vernetzte Realität des Ortes zur Erscheinung zu bringen. Wir werden von einem philosophischen Standpunkt aus über zeitgenössische Grundlagen einer experimentellen Ortsanalyse nachdenken, die wir im praktischen Teil auf spezifische Orte in Berlin anwenden werden.
Anmeldung: lidia.gasperoni@tu-berlin.de
1. Termin, 19. Oktober, 10.00-12.00
Info: Studierende die sich noch nicht immatrikulieren konnten, und deshalb noch nicht auf den Kurs zugreifen können erhalten im 1. Treffen ein temporäres Passwort mit Gastzugriff auf dem Kurs.
- Trainer/in: Lidia Gasperoni
- Trainer/in: Johannes Medebach
Forschungsprojekt mit Nachwuchsforschenden – X-Student Research Groups
im Rahmen der Berlin University Alliance: TU, FU, HU, Charité
Lehrforschungsprojekt 6 LP
Betreuerin: Gudrun Rauwolf / Anmeldung: g.rauwolf@tu-berlin.de
Einführungssitzung: Mittwoch, 20.10.21 von 14 – 16 Uhr über ZOOM
(Meeting-ID: 679 8950 2321, Kenncode: 382040)
Projektziel: Einsichten in Expert*innen- und Nutzer*innenperspektive zu Bewertungen unterschiedlicher Formen von pilzbasierten Materialien und deren Einbindung in architektonische Konzepte mittels einer architekturpsychologischen Explorationsstudie
Kontext & Projektbeschreibung: In den nächsten Jahren ist es notwendig, primär nachwachsende Rohstoffe zu nutzen und alternative Materialen zu entwickeln, die in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt werden können. Pilzbasierte Verbundwerkstoffe stellen hier eine vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Baumaterialien dar. Das Projekt MY-CO BUILD (um V. Meyer & S. Pfeiffer) stellt Pilzmaterialien in das Zentrum einer Debatte um zukünftige Bau- und Lebensweisen des Menschen und ist bis nächsten Herbst im Rahmen einer Ausstellung zu Gast im Museum FUTURIUM. Das Lehrforschungsprojekt MY-CO BUILD+AFFECT erweitert dies um die architekturpsychologische Perspektive. Die multisensorischen Dimensionen und Wirkungen auf Erleben und Nutzer:innenverhalten, sowie die Akzeptanzforschung stehen im Mittelpunkt der Untersuchungen, um offene Fragen zur Zukunftsfähigkeit dieser Materialien weiter aufzuklären.
Das Lehrforschungsprojekt bietet die Möglichkeit, sowohl mit Produktions- und Transformationsprozessen in diesem Bereich zu experimentieren und diese sichtbar zu machen, wie auch zukünftige Nutzer:innen als Akteure in Partizipationsworkshops einzubinden. MY-CO BUILD+AFFECT soll dabei als interdisziplinäres Projekt, erfahrbare Versuchsanordnung und Workshop von Studierenden konzipiert werden - als Innovationsraum für Nutzer:innenintegration und zur Datenerhebung für eine architekturpsychologische Explorationsstudie und Einsichten.
Ein interdisziplinäres Forschungsprojekt, dass sich vorwiegend an Studierende der Fachrichtungen Psychologie (HU, FU), Human Factors (am Institut für Psychologie und Arbeitswissenschaft der TU Berlin), Architektur (am Institut für Architektur der TU Berlin) und Biotechnologie (am Institut für Biotechnologie an der TU Berlin) im Master richtet - die (zusätzliche) Kenntnisse in der empirischen Forschung erwerben und diese an einem praxisnahen und relevanten Thema erproben möchten.
- Trainer/in: Gudrun Brigitte Rauwolf
- Trainer/in: Jörg Gleiter
Delicate actions and decisions are involved in transferring architectural artifacts to - supposedly neutral - archives. Which material is collected? Which not? Who collects what? What are the intentions of archivist? Who has access to archival materials? Who does not? In short, archiving is political through and through. The teaching research project will focus on the politics of taking care of architectural artifacts.
Info Session:
Tuesday, October 12, 13.10PM, online
https://www.youtube.com/c/InstitutfürArchitekturTUBerlin/featured
Sie finden sämtliche Informationen zur die Prüfung auf:
https://www.architekturtheorie.tu-berlin.de/menue/aktuelles/pruefungen_und_abgaben/
- Trainer/in: Katrin Ritter