Kursy
Das Seminar bietet eine Einführung in die Politiksoziologie. Im Zentrum steht die Frage, was Politik eigentlich ist. Was macht Politik aus als einen bestimmten Modus, eine bestimmte Form sozialen Lebens? Welche Bedeutung besitzt Politik für die Entstehung und Veränderung von sozialen Ordnungen? Was zeichnet eine politische Praxis, Handlung, Institution, oder Diskurs aus gegenüber anderen? Was beinhaltet es, wenn ein Thema politisiert wird?
Der Ansatz des Seminars ist es, zu zeigen, dass die Beantwortung dieser Fragen davon abhängt, wie Gesellschaft theoretisch verstanden und modelliert wird. Für verschiedene sozialtheoretische Strömungen (ausgehend von Weber, Durkheim, Marx, Foucault, Dewey, Schütz und Mannheim) erarbeiten wir, wie Politik jeweils konzipiert wird, welche Probleme im Vordergrund stehen und welche Forschungsansätze sich daraus ergeben.
In einer wissens-, praxis- und kultursoziologischen Perspektive betrachten wir die Ko-Existenz verschiedener Politikkonzepte (und der damit verknüpften Praktiken) als multiple Realität von Politik: Politik wird auf unterschiedliche Weise als je Verschiedenes gemacht und existiert damit tatsächlich als Verschiedenes zugleich. Die Auseinandersetzung darum, welches Konzept von Politik kollektiv gelten soll und realisiert wird, erscheint damit selbst als „ontologische Politik der Politik“.
- Trainer/in: Mariah Veloria Mosler
Das Seminar bietet eine Einführung in die Politiksoziologie. Im Zentrum steht die Frage, was Politik eigentlich ist. Was macht Politik aus als einen bestimmten Modus, eine bestimmte Form sozialen Lebens? Welche Bedeutung besitzt Politik für die Entstehung und Veränderung von sozialen Ordnungen? Was zeichnet eine politische Praxis, Handlung, Institution, oder Diskurs aus gegenüber anderen? Was beinhaltet es, wenn ein Thema politisiert wird?
Der Ansatz des Seminars ist es, zu zeigen, dass die Beantwortung dieser Fragen davon abhängt, wie Gesellschaft theoretisch verstanden und modelliert wird. Für verschiedene sozialtheoretische Strömungen (ausgehend von Weber, Durkheim, Marx, Foucault, Dewey, Schütz und Mannheim) erarbeiten wir, wie Politik jeweils konzipiert wird, welche Probleme im Vordergrund stehen und welche Forschungsansätze sich daraus ergeben.
In einer wissens-, praxis- und kultursoziologischen Perspektive betrachten wir die Ko-Existenz verschiedener Politikkonzepte (und der damit verknüpften Praktiken) als multiple Realität von Politik: Politik wird auf unterschiedliche Weise als je Verschiedenes gemacht und existiert damit tatsächlich als Verschiedenes zugleich. Die Auseinandersetzung darum, welches Konzept von Politik kollektiv gelten soll und realisiert wird, erscheint damit selbst als „ontologische Politik der Politik“.
- Trainer/in: Mariah Veloria Mosler
Was macht Wissenschaft, wie schafft Wissenschaft Wissen? Welchen Beitrag leistet Wissenschaft zur Konstitution gesellschaftlicher Ordnungen – oder zu ihrer Auflösung und Veränderung? Das Seminar greift diese Fragen auf und gibt dabei eine Einführung in die „science and technology studies“ (STS). In einer Rekonstruktion der historischen Entwicklung des internationalen Forschungsfeldes erarbeiten wir schrittweise zentrale Forschungszugänge und Konzepte.
Als praxisorientierter Strang der Wissenschafts- und Technikforschung geht es in den STS besonders darum, die kulturellen Grundlagen epistemischer Autorität und die praktische Herstellung kollektiv anerkannter Fakten herauszuarbeiten. Wissenschaft erscheint dabei nicht als ein neutrales Spiegeln der Natur, sondern als ein spezieller Modus der Herstellung und Ausbreitung von geordneten Realitäten. Dabei nehmen „Labore“ als künstlich vereinfachte und kontrollierbar gemachte Mini-Welten eine besondere Rolle ein. Hier werden experimentell Ordnungen hergestellt, die dann als Fakten und Technologien in weiteren gesellschaftlichen Zusammenhängen Geltung erlangen und das kollektive Leben bestimmen. Deshalb erscheint „science as politics by other means“ – als ein spezieller Modus, in dem Entscheidungen zur Gestaltung kollektiver Ordnungen getroffen werden. Daran schließen sich Fragen an, wie Wissenschaft demokratisiert werden kann.- Trainer/in: Mariah Veloria Mosler
Das Seminar bietet eine Einführung in die soziologische Beschäftigung mit sinnlicher Wahrnehmung und Erfahrung. Inwieweit ist unser Erleben von etwas als schön und begehrenswert bzw. als hässlich und abstoßend ein Ergebnis gesellschaftlicher und kultureller Prägung? Wie tragen kollektiv etablierte „Sinnesordnungen“ zur Konstitution weiterer gesellschaftlicher Ordnungen bei, wie stützen oder unterminieren sie zum Beispiel kulturelle Identitäten und Institutionen? Und schließlich: Wie werden sinnliche Wahrnehmungs- und Erfahrungsweisen reflexiv gestaltet, z.B. durch Kunst, Design, Werbung, Propaganda, Aktivismus, Erziehung, Wissenschaft und alltägliche Praktiken. Mit der Gestaltung kollektiver Sinnesordnungen richtet sich die Aufmerksamkeit auf „ästhetische Governance“ und die „Politik der Sinne“.
- Trainer/in: Mariah Veloria Mosler