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Zeit/Ort:
Dienstag 10-12, Online, Zoom-Link:
Dozent:
Dr. Martin Meister
E-Mail: martin.meister@tu-berlin.de
Büro: FH 907
Sprechstunde: Do 13-14 Uhr, in der Zeit der Schließung der Universität per Mail, im Bedarfsfall auch per Telefon oder Videokonferenz, bitte per Mail vereinbaren.
Tutor:
Moritz-Niklas Ladage (moritz-niklas.ladage@soz.tu-berlin.de)
Inhalt:
Im Zuge ihrer Institutionalisierung und Differenzierung haben sich auch die methodischen Vorgehensweisen der Technikfolgenabschätzung (TA) stark differenziert. Dabei werden ganz unterschiedliche soziale Gruppen adressiert bzw. involviert: Neben den politischen Entscheider*innen sollen heute auch die Entwickler*innen sowie die ganz ‚normalen‘ Nutzer*innen in den Technikentwicklungsprozess sowie in die Antizipation seiner gesellschaftlichen Folgen einbezogen werden, häufig auch in einer Kombination.
Entsprechend breit ist die methodische „toolbox“ der TA. In diesem Seminar werden die wichtigsten dieser methodischen Vorgehensweisen der TA konzeptionell und an einschlägigen Beispielen vorgestellt und diskutiert. Das umfasst neben den klassischen Expertenstudien, die das bestehende Wissen über wahrscheinliche oder mögliche Folgen technischer Entwicklungen zusammenstellen, auch prospektive Verfahren (etwa Delphi- oder Szenarien-Methoden), die Anwendung betrieblicher und berufsethischer Standards (etwa die VDI-Richtlinie 3780 oder die Roboethics-Roadmap der EU), systemanalytische Verfahren (etwa die Lebenszyklus- und die Risikoanalyse) sowie partizipative Verfahren (etwa Participatory Backcasting oder Bürgerkonferenzen). Schließlich sollen auch Verfahrensvorschläge für eine Integration unterschiedlicher TA-relevanter Wissensbestände behandelt werden (etwa aktuelle Vorschläge zu einer integrierten Analyse von Technology Governance sowie die einflussreiche Konzeption von Responsible Research and Innovation). Das Seminar ist als eine praxisrelevante Vertiefung der „Einführung in die Technikfolgenabschätzung“ angelegt.
Literatur:
Ein ausführliches Literaturverzeichnis wird zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.
- Trainer/in: Moritz-Niklas Ladage
- Trainer/in: Camillo David Westerhoff
Technische Innovationen haben besonders im letzten Jahrhundert persönliche Lebensumstände und soziale Verhältnisse tiefgreifend verändert, und zwar unabhängig davon, ob nun die politischen Entscheidungsträger oder die gesellschaftliche Debatte diese Entwicklungen gewollt haben oder auch nur auf dem Schirm hatten. Erst mit sozialen Großkonflikten wie denen um die Atom- und später die Gentechnologie hat sich dann politisch wie auch wissenschaftlich das Bedürfnis entwickelt, systematisch und auf kontrollierbare Weise herauszubekommen, zu welchen gesellschaftlichen Folgen die Einführung neuer Technologien führen wird, und mit welcher Wahrscheinlichkeit des Eintretens solcher Folgen zukünftiger Technologie zu rechnen ist.
Um wissenschaftliche Antworten auf diese Fragen zu produzieren, wurde die Technikfolgenabschätzung (TA) institutionalisiert, die sich von ihren Anfängen als Politikberatung inzwischen zu einem großen und in sich vielfach differenzierten internationalen Forschungsfeld entwickelt hat. Das Seminar gibt einen Einblick in die wesentlichen Ansätze innerhalb dieser Vielfalt und geht dabei chronologisch vor. Erarbeitet werden in Konzept und Beispiel sowohl die parlamentarisch beratende wie die partizipative TA, Versuche der Integration in übergreifende Policy- oder Governance-Strategien besonders im Nachhaltigkeitsbereich, sowie aktuell diskutierte Ansätze der TA wie das Constructive Technology Assessment oder das Vision Assessment.
- Trainer/in: Moritz-Niklas Ladage
- Trainer/in: Camillo David Westerhoff
Zeit/Ort:
Dienstag 10-12, Online, Zoom-Link:
Dozent:
Dr. Martin Meister
E-Mail: martin.meister@tu-berlin.de
Büro: FH 907
Sprechstunde: Do 13-14 Uhr, in der Zeit der Schließung der Universität per Mail, im Bedarfsfall auch per Telefon oder Videokonferenz, bitte per Mail vereinbaren.
Tutor:
Moritz-Niklas Ladage (moritz-niklas.ladage@soz.tu-berlin.de)
Inhalt:
Im Zuge ihrer Institutionalisierung und Differenzierung haben sich auch die methodischen Vorgehensweisen der Technikfolgenabschätzung (TA) stark differenziert. Dabei werden ganz unterschiedliche soziale Gruppen adressiert bzw. involviert: Neben den politischen Entscheider*innen sollen heute auch die Entwickler*innen sowie die ganz ‚normalen‘ Nutzer*innen in den Technikentwicklungsprozess sowie in die Antizipation seiner gesellschaftlichen Folgen einbezogen werden, häufig auch in einer Kombination.
Entsprechend breit ist die methodische „toolbox“ der TA. In diesem Seminar werden die wichtigsten dieser methodischen Vorgehensweisen der TA konzeptionell und an einschlägigen Beispielen vorgestellt und diskutiert. Das umfasst neben den klassischen Expertenstudien, die das bestehende Wissen über wahrscheinliche oder mögliche Folgen technischer Entwicklungen zusammenstellen, auch prospektive Verfahren (etwa Delphi- oder Szenarien-Methoden), die Anwendung betrieblicher und berufsethischer Standards (etwa die VDI-Richtlinie 3780 oder die Roboethics-Roadmap der EU), systemanalytische Verfahren (etwa die Lebenszyklus- und die Risikoanalyse) sowie partizipative Verfahren (etwa Participatory Backcasting oder Bürgerkonferenzen). Schließlich sollen auch Verfahrensvorschläge für eine Integration unterschiedlicher TA-relevanter Wissensbestände behandelt werden (etwa aktuelle Vorschläge zu einer integrierten Analyse von Technology Governance sowie die einflussreiche Konzeption von Responsible Research and Innovation). Das Seminar ist als eine praxisrelevante Vertiefung der „Einführung in die Technikfolgenabschätzung“ angelegt.
Literatur:
Ein ausführliches Literaturverzeichnis wird zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.
- Trainer/in: Moritz-Niklas Ladage
- Trainer/in: Martin Meister
- Trainer/in: Camillo David Westerhoff
Technische Innovationen haben besonders im letzten Jahrhundert persönliche Lebensumstände und soziale Verhältnisse tiefgreifend verändert, und zwar unabhängig davon, ob nun die politischen Entscheidungsträger oder die gesellschaftliche Debatte diese Entwicklungen gewollt haben oder auch nur auf dem Schirm hatten. Erst mit sozialen Großkonflikten wie denen um die Atom- und später die Gentechnologie hat sich dann politisch wie auch wissenschaftlich das Bedürfnis entwickelt, systematisch und auf kontrollierbare Weise herauszubekommen, zu welchen gesellschaftlichen Folgen die Einführung neuer Technologien führen wird, und mit welcher Wahrscheinlichkeit des Eintretens solcher Folgen zukünftiger Technologie zu rechnen ist.
Um wissenschaftliche Antworten auf diese Fragen zu produzieren, wurde die Technikfolgenabschätzung (TA) institutionalisiert, die sich von ihren Anfängen als Politikberatung inzwischen zu einem großen und in sich vielfach differenzierten internationalen Forschungsfeld entwickelt hat. Das Seminar gibt einen Einblick in die wesentlichen Ansätze innerhalb dieser Vielfalt und geht dabei chronologisch vor. Erarbeitet werden in Konzept und Beispiel sowohl die parlamentarisch beratende wie die partizipative TA, Versuche der Integration in übergreifende Policy- oder Governance-Strategien besonders im Nachhaltigkeitsbereich, sowie aktuell diskutierte Ansätze der TA wie das Constructive Technology Assessment oder das Vision Assessment.
- Trainer/in: Moritz-Niklas Ladage
- Trainer/in: Ingo Schulz-Schaeffer
- Trainer/in: Camillo David Westerhoff
Modul: Technik und Gesellschaft
Zeit/Ort: Montags 14-16, Online
Dozenten:
Prof. Dr. Ingo Schulz-Schaeffer, schulz-schaeffer@tu-berlin.de
telefonische Sprechstunde: Mi 13-14h
Katharina Buch,
Tutor:
Moritz-Niklas Ladage (moritz-niklas.ladage@soz.tu-berlin.de)
Protokolle bitte sowohl an den Dozenten sowie an den Tutor schicken!
Veranstaltungskommentar:- Trainer/in: Moritz-Niklas Ladage
- Trainer/in: Ingo Schulz-Schaeffer
- Trainer/in: Camillo David Westerhoff
Zeit/Ort: Donnerstag 14-18, Online
Dozenten:
Prof. Dr. Ingo Schulz-Schaeffer,
schulz-schaeffer@tu-berlin.de
telefonische Sprechstunde: Mi 13-14h
Dr. Martin Meister, martin.meister@tu-berlin.de
Sprechstunde per Zoom: Do 13-14h
Tutor:
Moritz-Niklas Ladage (moritz-niklas.ladage@soz.tu-berlin.de)
Protokolle bitte sowohl an den Dozenten sowie an den Tutor schicken!
Veranstaltungskommentar:Werden Roboter in Zukunft zu Kolleg:innen am Arbeitsplatz, mit denen Montagearbeiter:innen oder Pflegekräfte in ähnlicher Weise Hand in Hand arbeiten werden wie mit ihren menschlichen Kolleg:innen? Zur Zeit werden Roboter entwickelt, die in direkter Interaktion mit menschlichen Arbeitskräften am gemeinsamen Arbeitsort zusammenarbeiten. In Einsatzgebieten wie der industriellen Fertigung oder der Pflege sind erste Pilotanwendungen bereits realisiert, und es liegen viele mehr oder weniger detailliert ausgearbeitete Szenarien des avisierten zukünftigen Einsatzes dieser Roboter vor. Hier werden die neuen Formen der Zusammenarbeit zwischen Menschen und Robotern ausgedacht, erprobt und als neue Wirklichkeit etabliert. Die Entwicklung, Aushandlung, Erprobung und Durchsetzung dieser neuen Formen sozio-technischer Konstellationen ist Gegenstand des Lehrforschungsprojektes.
Das Lehrforschungsprojekt bietet die Möglichkeit, in unterschiedlichen Projektgruppen empirische Projekte aus diesem Themenspektrum im Team zu entwickeln und durchzuführen. Aufgabe der Projektgruppen ist es, eine soziologische Fragestellung zu einem Thema aus diesem Spektrum zu entwickeln, ein passendes Forschungsdesign auszuarbeiten und empirisch durchzuführen, die empirischen Befunde auszuwerten und in einem Abschlussbericht festzuhalten. Die Wahl des theoretisch-konzeptionellen Rahmens und der empirischen Methoden erfolgt in Abhängigkeit von der Fragestellung.
- Trainer/in: Moritz-Niklas Ladage
- Trainer/in: Martin Meister
- Trainer/in: Ingo Schulz-Schaeffer
- Trainer/in: Camillo David Westerhoff
Vor dem Hintergrund des befürchteten „Pflegenotstandes“ werden seit einiger Zeit neuartige technische Lösungen diskutiert, um Pflegearbeit zu unterstützen, zu entlasten oder gleich ganz an Technik zu delegieren. Beispiele sind etwa digitalisierte Erfassungs-, Bewertungs- und Abrechnungssysteme für Pflegearbeit, sensorgestützte Fernüberwachung von Seniorenhaushalten, teilautonome Systeme für Hebe- und Transporttätigkeiten sowie die Verwendung von Robotern. Viele der Anwendungen dieser neuen Runde der Technisierung der Pflege sind zwar noch nicht über das Konzeptstadium oder erste Prototypen hinausgekommen. Dennoch haben sich unterschiedliche Bereiche der sozialwissenschaftlichen Forschung konzeptionell und empirisch mit dieser Thematik befasst.
Das Seminar führt in diese Forschungen in ihrer Breite ein und behandelt u.a. Studien aus der Technikethik, der Technikfolgenabschätzung, den Science and Technology Studies sowie der Arbeits- und Organisationssoziologie. Seminarthema wird auch die aktuelle Grundlagendiskussion in der Pflegewissenschaft sein, die sich in Deutschland gerade akademisiert und in diesem Zuge auch ihr generelles Verhältnis zu Technik theoretisch zu klären versucht.
- Trainer/in: Moritz-Niklas Ladage
- Trainer/in: Martin Meister
- Trainer/in: Camillo David Westerhoff
Die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft führt dazu, dass immer mehr, immer voraussetzungsreichere und zunehmend komplexere Entscheidungsprozesse an Computerprogramme delegiert werden. Computerprogramme bestehen aus Algorithmen, also aus Verfahrensvorschriften, die dem Computer sein Verhalten vorgeben. Diese Algorithmen werden von Menschen programmiert. Man könnte deshalb argumentieren, dass die Delegation von Entscheidungsprozessen an Computerprogramme kein grundsätzliches Problem darstellt, weil Computer letztlich nur Befehle ausführen, die Menschjen ihnen einprogrammiert haben. So einfach ist es jedoch nicht. Zum einen sind viele der Softwareprogramme, auf deren Entscheidungen wir uns im täglichen Leben verlassen, kommerzielle Produkte, und ihre Hersteller behandeln die in ihnen implementierten Entscheidungslogiken als Betriebsgeheimnisse. Zum anderen werden die Softwareprogramme zunehmend lernfähig. Das gilt insbesondere für die so genannten prädiktiven Systeme, die aus einem beobachteten Verhalten Muster ableiten, die dann verwendet werden, um Voraussagen über wahrscheinliches zukünftiges Verhalten zu treffen. Solche Algorithmen werden zunehmend in Bereichen eingesetzt, in denen Daten über das Verhalten menschlicher Akteure die Grundlage der Vorhersagen bilden. Im Alltag bereits weit verbreitet sind prädiktive Systeme, die aus den Daten von Kunden Vorhersagen über deren Konsumverhalten und künftige Vorlieben ableiten und dieses prädiktive Wissen beispielsweise für personalisierte Werbung einsetzen. In den USA nutzen Richter und Bewährungshelfer prädiktive Systeme, um die Rückfallwahrscheinlichkeit von Straftätern abzuschätzen. Auch bei der Personalauswahl in Einstellungsverfahren kommen solche Systeme bereits breit zum Einsatz. Der zunehmende Einfluss algorithmischer Entscheidungsprozesse in allen Sphären des gesellschaftlichen Lebens wirft eine Vielzahl soziologischer Fragen auf: Wie verändert sich das Verhältnis von Privatheit und Öffentlichkeit, wenn sich aus den Datenspuren, die Akteure in ihrem alltäglichen Leben hinterlassen, personenbezogenes Wissen über Verhaltensdispositionen verschiedenster Art ableiten lassen? Welche Gefahren der Manipulierbarkeit ergeben sich aus diesem prädiktiven Wissen? In welchem Umfang wirken prädiktive Systeme diskriminierend, etwa wenn vorurteilsbehaftete Verhaltenseinschätzungen in die automatisierte Musterbildung einfließen oder bei der Musterbildung Verhaltenseigenschaften mit gruppenbezogenen Personenmerkmalen verknüpft werden, um so personengruppenspezifische Vorhersagen treffen zu können? Gegenstand des Seminar ist es, diese und andere Fragen anhand aktueller Forschungsliteratur zu diskutieren.
- Trainer/in: Moritz-Niklas Ladage
- Trainer/in: Ingo Schulz-Schaeffer
- Trainer/in: Camillo David Westerhoff