Kursy
Der ISIS-Kurs ist unsere Ausweichmöglichkeit, euch die Daten der DB zur Verfügung zu stellen. Durch den Hackerangriff auf die TU könnt ihr ja gerade nicht auf die Daten auf der Cloud zugreifen.
Bitte nutzt die Daten wie besprochen zur Erstellung des Kriterienkatalogs.
- Trainer/in: Hans-Hermann Albers
- Trainer/in: Leon Kesselhut
Inhalte
‚Innovationskorridore‘ sind ein Arbeitstitel und sollen für eine nachhaltige räumliche Organisation des Arbeitsplatz-angebots in wissensintensiven Dienstleistungs- und Industriezentren (z.B. Zukunftsorten) am Beispiel des Verflechtungsraumes Berlin-Brandenburg stehen, die es zu entwickeln gilt, um regionalen Ungleichgewichten in der Raumentwicklung entgegenzuwirken.
Das überdurchschnittliche Wachstum des wissensbasierten Industrie- und Dienstleistungssektors hat in den vergangenen Jahrzehnten zu einem tiefgreifenden Strukturwandel in den Städten Mitteleuropas geführt. Dies lässt vor allem Metropolen als privilegierte Orte gegenwärtiger wirtschaftlicher Dynamik erscheinen und Berlin ist ein solcher Agglomerationsraum – mit stetig wachsender Bevölkerung und Arbeitsplatzangebot eben in diesen Wirtschaftssektoren.
Doch das anhaltende Wachstum der Stadt bringt vielfältige Herausforderungen und Probleme mit sich: der steigende Dienstleistungsanteil schafft vermehrt Arbeitsstellen für Besserverdienende, verteuert die Mieten in der Kernstadt und verdrängt weniger Qualifizierte zum Wohnen und Arbeiten in die Randlagen. Um den Anspruch der ‚gleichwertigen Lebensverhältnisse‘ im Berliner Stadtraum nachzu-kommen, sind daher Planwerke wie der Stadtentwick-lungsplan „Wirtschaft 2030“ oder weitere Strategien (Wohnen / Verkehr / Klima / Zentren) notwendig geworden, die Flächenkonkurrenz in der wachsenden Stadt mit den unterschiedlichen Bedarfen von Gewerbe- und Industrie-betrieben zusammenzudenken, um eine integrierte Stadtentwicklungsplanung auch im Hinblick auf ein nach-haltiges Gewerbe- und Industrieflächenmanagement anzu-streben.
Wie nötig Initiativen zur Umsetzung dieser Strategien sind, das wird an Zukunftsorten wie der Berlin-Campus Charlottenburg (TU Berlin), Berlin-Südwest (FU Berlin) oder Adlershof (HU Berlin) sichtbar, die inzwischen an Wachstumsgrenzen durch ein erhöhtes punktuelles Verkehrs-aufkommen und eine eingeschränkte Raumverfügbarkeit stoßen. Da Zukunftsorte wie Adlershof jedoch empfindlich zur wirtschaftlichen Entwicklung und dem Innovations-Image der Stadt beitragen, ist es dringend notwendig, hier neue nachhaltige Modelle der wirtschaftlichen Raumentwicklung (bezogen auf die Produktionsfaktoren / Stellschrauben Arbeit, Kapital, Boden, Verkehr, Wissen) zu erarbeiten.
Das Seminar findet in einer gemeinsamen Kooperation – mit die WISTA Management GmbH– statt, setzt am Produktionsfaktor Arbeit an und versucht, eine nachhaltige räumliche Organisation des Arbeitsplatzangebots im Bereich des wissensintensiven Industrie- und Dienstleistungssektors für ausgewählte Zukunftsorte und deren Verflechtungsräume in Berlin-Brandenburg im Rahmen eines Modellprojektes zu entwickeln.
Dabei sollen erstens anhand einer Analyse von regionalen Arbeitsmarktverflechtungen ausgewählter Zukunftsorte erste Anhaltspunkte für etwaige dezentrale Arbeitsstandorte (Satelliten) in Berlin und Umland gewonnen werden. Zweitens sollen in Stichproben zentrale Arbeitgeber*innen und -nehmer*innen an den Standorten im Hinblick auf Bedarfe für eine Auslagerung und Neuordnung der Arbeitsplätze befragt werden. Drittens gilt es Liegenschaften an geeigneten (Satelliten)-Arbeitsorten in Berlin zu identifizieren.
Diese ‚neuen Arbeitsorte‘ sollen als dezentrale Hubs im Sinne neuer und nachhaltiger Arbeitsmodelle – auch und vor allem vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus und mit der CoVid-19 Pandemie geschaffen werden, dezentrale Arbeitsplätze für Arbeitnehmer*innen sichern, eine Vernetzung vor Ort mit anderen Arbeitnehmer*innen ermöglichen und zu einer Verringerung der Pendelströme und Verkehrsprobleme beitragen.
Auf der Basis des Seminars sollen später dezentralen Hubs beispielsweise nach dem Vorbild von Co-Working Spaces entwickelt – jedoch mit dem Unterschied, dass diese gemeinschaftlichen Arbeitsorte mehrheitlich von den Arbeitnehmer*innen aus den Berliner Zukunftsorten genutzt werden und zudem offen für Selbstständige und Arbeitnehmer*innen aus der Nachbarschaft sein sollen. Dies ergibt einen zusätzlichen Effekt durch soziale Kohäsion und Vernetzung ganzer Nachbarschaften. Co-Working Spaces sind gemeinsam geteilte Arbeitsräume, die kleinteiliger/flexibler angemietet werden können und die anfänglich von freiberuflich Tätigen und Selbständigen genutzt wurden, nun aber immer häufiger auch von Unternehmen und ihren Mitarbeitenden in Anspruch genommen werden. Hier ist ggf. auch die Betrachtung übergeordneter Stadtentwicklungsziele – attraktive Sub-Zentren, lebendige Erdgeschosszonen (Kompensation von Wegfall Einzelhandelsflächen / Nutzungsmischung/ etc.) in Erwägung zu ziehen.
Gegenwärtig wird ein enormes Wachstum dieser Arbeitsorte sowohl in Agglomerationen als auch zunehmend in (semi-) peripheren Räumen angenommen. Neue Studien zeigen, dass ca. 40 Prozent der Erwerbstätigen in westlichen Industrieländern von zu Hause aus arbeiten könnten; dieser Trend von Home-Office-Nutzungen und -lösungen wurde/wird durch die Corona-Pandemie beschleunigt.
Basierend auf den obengenannten Schritten wird im Seminar versucht ein nachhaltiges Hub-and-Spoke-Modell im Rahmen von Innovationskorridoren (oder zumindest Teilen davon) für Arbeitsorte entwickeln, das neue Konstellationen zwischen Arbeits- und Wohnorten schafft, eine dezentrale Organisation von Arbeitsplatzkapazitäten anstrebt und damit neue digitale Möglichkeiten für Arbeitnehmer*innen aufgreift.
- Trainer/in: Hans-Hermann Albers
- Trainer/in: Leon Kesselhut
- Trainer/in: Max Daniel Lange
- Trainer/in: Lech Suwala
- Trainer/in: Anne Totz
Sustainability and Urban Renewal
Concept Currently, there is a growing concern with regard to health and supporting concepts like sustainability, liveability and well-being in science, economy, policy, and planning. More than ever before, those themes are dominating programs of major cities and governments, recently in line with the UN Sustainable Development Goals (SDGs). These programmes have in common a renovated interest in the “public space agenda”. Hereby, public spaces are considered as key ingredients for creating more socially, economically and ecologically responsible and sustainable cities. Apart from that, there is also increased attention in supra-national organizations (e.g. the World Health Organization, the European Commission) and their pertinent agendas to align to global challenges of the SDGs and find solutions. Accordingly, a majority of European cities are now implementing policies for sustainable urban planning and design, where aspects of their environmental performance are under particular scrutiny. Against this backdrop, the aim of this applied research-led seminar is to critically reflect on the current debate on Sustainable Cities, by looking at the interface of policy-practice so to assess how sustainability policies have been implemented through urban renewal projects. Berlin will be taken as a case study city and public space will act as a spatial framework for the development of this study. Specifically, the seminar will focus on an increasingly relevant theme, i.e. the notion of walkable cities and the creation of pedestrian-friendly places in Berlin. In the context of this seminar the Municipality of Berlin will act as a Project Partner and the students will be invited to work on one of the following case studies:
• CS#1: Assessment and redesign of the area Uhlandstr./Mecklenburgische Str. to favour the walkable connection between the two sections of the Volkspark Wilmersdorf.
• CS#2: Assessment of the “Pedestrian-friendly Shopping Street” concept implemented in Mitte Friedrichstrasse.
• CS#3: Creation of a map and a descriptive database, collecting both the temporary and permanent pedestrian-friendly places implemented in Berlin.
A broad range of research methods can be applied for the investigation of the case studies, such as: literature and policy documents review, press scanning, interviews with stakeholders and local residents, spatial and statistical analysis, case study analysis, behavioural mapping, ethnographic and auto-ethnographic methods. For the investigation, the students will be invited to select the case studies they would like to investigate among the options proposed, and the research methods. With the support of the instructor, the students will be required to organise themselves in small working groups, present the progress work during the course of the seminar by means of short presentations and elucidate the results of their work in the final outputs of the seminar (see below).
Learning Objectives
By attending this applied research-led seminar, the following learning objectives can be achieved:
• Knowledge acquisition about European policies and best practices regarding “walkable
cities”, with a focus on the city of Berlin;
• Learning of and experimentation with both traditional and creative research methods for data collection, analysis and design;
• Development of soft skills, such as: critical thinking, oral and written communication, presentation planning, leadership, team building, conflict management.
Project Outputs
Per each case study, the following final outputs are required:
• A written report of approx. 10-15 pages (a template will be provided)
• A poster (A3 format).
The outputs will be submitted to the Project Partner(s).
Assessment
• Attendance and active participation in the seminar (20%)
• No. 3 Group Presentations (3-5 slides per each group presentation) (10% each)
• Final outputs (50%)
- Trainer/in: Leon Kesselhut
- Trainer/in: Anne Totz
Inhalte:
Das Seminar „Globale Prozesse städtischer Transformationen“ im Kernmodul „Globale Stadtentwicklungsprozesse" hat sowohl städtische Strukturen als auch deren Dynamik im globalen Süden zum Gegenstand. Dabei sollen stadtplanerische, -geographische, und -ökonomische Ansätze und Konzepte anhand ausgewählter Städte in diesem Zusammenhang eine konkrete Anwendung erfahren. Hierbei werden zunächst im Rahmen von fünf einführenden Doppelvorlesungen (zu ausgewählten Städten und Stadtmodellen in Zentral- und Südamerika, im Südlichen Afrika, in Zentralasien und Südostasien) Grundlagen gelegt sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede in einem systemischen Zusammenhang anschaulich gemacht; in der Folge sollen dann Referate komplementär (Themen – sh. weiter unten) dazu gehalten werden. Es werden dezidiert eine planerische Perspektive eingenommen und insbesondere stadt- und regionalökonomische Sachverhalte zum Gegenstand gemacht.
Themen:
(1) Städte, Erdbeben und Diktatoren – ein Vergleich von Granada und Léon (Nicaragua)
(2) Ashgabat – die weiße Stadt – blendend oder Blender? (Turkmenistan)
(3) Mbabane, Manzini und Lobamba (Swaziland) – der Versuch einer Art städtischer Arbeitsteilung?(4) Medelin – Ansätze der Wirtschaftspolitk auf städtischer Ebene (CEDEZO, Cuidad Cluster, Medellin Creativa etc.)
(5) La Paz / El Alto (Bolivien) – rettet eine Seilbahn die Doppelstadt vor dem Verkehrsinfarkt?
(6) Touristische Fassade oder funktionierende Stadt? Das UNESCO Weltkulturerbe und Bocagrande als Gegensätze in Cartagena (Kolumbien)
(7) Havanna – Morbider Charme oder Aufbruch? Die besondere Aufgabe des Stadthistorikers (Oficina del Historiador de la Ciudad)
(8) Almaty (Kasachstan) – immer noch die heimliche Hauptstadt des Landes?
(9) Taschkent (Usbekistan) – der usbekische Industriemotor?
(10) Astana / Nursultan (Kasachstan) – Retorte oder Identitätsbilder für Kasachstan?
(11) Hanoi (Vietnam)– traditioneller Einzelhandel und Gastronomie im Viertel der 36 Gassen
(12) San Salvador (El Salvador) – Stadt der Erlösung oder Stadt in Gefangenschaft?
(13) Port-au-Prince – von der Perle der Karibik bis zum Armenhaus der westlichen Hemisphäre
(14) Kourou (Französische-Guayana) – Stadt oder Weltraumbahnhof? Zwischen High-tech Zentrum und ExPat Lager
(15) Santo Domingo (Dominikanische Republik) – zwischen traditionellem und modernem Einzelhandel
(16) Vientiane (Laos) – chinesische Trabantenstadt?
(17) Durban (Südafrika) – das wirtschaftliche und Verkehrskreuz mit Potential zur Global City?
(18) Sihanoukville (Kambodscha) – kambodschanische Traumstrände oder chinesische Spiel- und Betonhochburg?
-> ferner können eigene Themenvorschläge gemacht werden
- Trainer/in: Leon Kesselhut
- Trainer/in: Lech Suwala
- Trainer/in: Anne Totz
Megatrends der ökonomischen Entwicklungsprozesse wie Digitalisierung oder Globalisierung verändern inter- wie intraregionale Entwicklungsmuster. In der Lehrveranstaltung werden zunächst verschiedene regionalökonomische, wirtschaftsgeographische und sozialräumlichen Theorien, die solche Einflüsse erklären können, skizziert. Bei den Analysen geht es auf der einen Seite um die Identifikation von Entwicklungsdifferenzen zwischen Regionen, die beispielsweise unter den Schlagwörtern der schrumpfenden Stadt oder der Renaissance der Großstädte diskutiert werden. Auf der anderen Seite sind aber auch Veränderungen der ökonomischen Nutzungsstrukturen innerhalb der Regionen zu betrachten. Sollen große Städte noch Industrieflächen ausweisen? Welche Einkommens- und Haushaltsgruppen nutzen vermehrt die Stadt als Wohn- und Lebensraum?
In der Lehrveranstaltung werden darüber hinaus im Spannungsfeld zwischen hohem theoretischen und methodischen Anspruch und den in der Praxis restriktiven Einsatzmöglichkeiten verschiedene Prognoseansätze zur Beschreibung und Quantifizierung künftiger regionaler Trends diskutiert und bewertet. Die Kenntnisse sollen vertiefend anhand von Beispielen aus Forschungsvorhaben des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) sowie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam erarbeitet werden.
Betreuung ISIS-Kurs: Till Aumüller (t.aumueller@isr.tu-berlin.de)- Trainer/in: Leon Kesselhut
- Trainer/in: Anne Totz
Ziel der
Lehrveranstaltung ist es, die institutionellen Grundlagen des Wohnungswesens
(Akteure, Regelungen, Institutionen) zu beleuchten und aus stadtplanerischer
Sicht zu kontextualisieren. Zudem werden wohnungsmarktliche Entwicklungen und
Konflikte am Beispiel Berlins diskutiert.
- Trainer/in: Leon Kesselhut
- Trainer/in: Janet Merkel
- Trainer/in: Anne Totz
Neben Grundlagen zu ökonomischen Prinzipien werden sowohl Inhalte der Mikro- (u.A. Nachfrageentscheidungen der Haushalte, Güterangebot der Unternehmen) als auch Makroökonomie (u.A. Volkswirtschaftliche Gesamt-rechnungen, Wirtschaftswachstum und Postwachstums-ökonomien, Arbeitsmarkt, Geldwesen) stets vor dem Hintergrund, der Rolle und Interventionsmöglichkeiten der Planung/ des Staates darin (u.A. Wirtschaftsordnung, Marktversagen, Wirtschaftspolitik) gelehrt. Dabei wird explizit und zielgerichtet auf zahlreiche Anwendungsbeispiele für Stadt- und Regionalplaner (z.B. Mietbremse, Wohnungsgeld, Mindestpreise etc.) eingegangen. Ferner soll in einschlägigen Teilbereichen auch auf mögliche Auswirkungen der gegenwärtigen COVID-19 Krise eingegangen werden.
- Trainer/in: Hendrik Richard Franke
- Trainer/in: Leon Kesselhut
- Trainer/in: Lech Suwala
- Trainer/in: Anne Totz