Cursos

Infrastruktur ist allgegenwärtig:
Geprägt von Unterfinanzierung, strukturellem Wandel und neuen technischen Anforderungen stehen unsere Versorgungsnetze unter Druck.

Das Seminar infra.stories untersucht die uns zugrunde liegenden Systeme über ihre gebauten Manifestationen im Stadtraum. Ausgehend von einzelnen Bauwerken analysieren wir deren räumliche und gesellschaftliche Logiken und erschließen uns ihre Geschichte. Durch analytische Zeichnungen, narrative Mappings, Kurzexkursionen und Expert*innenbeiträge machen wir Zusammenhänge erfahrbar und erkunden die Potenziale, die infrastrukturelle Räume für eine resiliente Stadtentwicklung bieten.

In der Schule. Nach der Schule.

Nahe dem Alexanderplatz in Berlin Mitte, zwischen DDR-Plattenbauten und dem S-Bahn Viadukt, steht ein Schulbau des Typus SK Berlin 68. Das Gebäude der Evangelische Grundschule Berlin Mitte entspricht heute in vielerlei Hinsicht nicht mehr den pädagogischen und räumlichen Anforderungen an zeitgemäße Lernumgebungen.

Anhand dieses konkreten Bespiels untersuchen wir die Potentiale von seriellen Schulbauten, wie sie in den 1960-80er Jahren zahlreich in Ost-Berlin erbaut wurden. Kann ein Typenbau so umgebaut oder erweitert werden, dass er heutigen Lernkonzepten gerecht wird? Lassen sich baukonstruktive und räumliche Qualitäten im Bestand aktivieren? Können bauliche Ergänzungen das schulische Umfeld und die Außenräume aufwerten?

Titelbild: Andreas Hempel und Eberhard Auric

In der Schule. Nach der Schule.

Typenschulen sind systemische Schulbauten, die in der DDR in serieller Bauweise errichtet wurden, um schnell und effizient Bildungsinfrastruktur bereitzustellen. Heute finden wir diese zum Teil um- oder ungenutzt, da die geradlinigen Flurschulen weder aktuellen pädagogischen Konzepten, noch den räumlichen, technischen und energetischen Anforderungen zeitgemäßer Lernumgebungen entsprechen.

In dem Semesterentwurf widmen wir uns Nachnutzungsperspektiven dieses DDR-Erbes am Beispiel des Typs Berlin SK. Ausgehend von einer Bestandsaufnahme werden die (ehemaligen) Schulen auf ihre räumlichen, städtebaulichen und gesellschaftlichen Potentiale hin untersucht, sowie aktuelle Bedarfe im jeweiligen Kontext ermittelt. Ziel ist es, zukunftsorientierte Nachnutzungskonzepte zu entwickeln, die den Bestand als Ressource begreifen.

Titelbild: Bundesarchiv; Bernd Settnik

aufgleisen.

Die Überdachung des Gleisbettes der Nord-Süd-Fernbahn am Bahnhof Südkreuz wurde als Parkdeck konzipiert, jedoch nie für den Autoverkehr erschlossen. Die Brachfläche bietet großes Potential für eine neue Nutzungen in einem stadträumlich und strukturell einmaligem Kontext.

Welche Nutzungen sind auf der ungewöhnlichen Brachfläche denkbar und konzeptuell sowie räumlich sinnvoll?Wie kann aus dem Infrastrukturellen Knotenpunkt ein öffentlicher Ort und Treffpunkt für die heterogene Nachbarschaft werden?
Wie lässt sich die großflächige Infrastruktur in den Stadtraum einbeziehen und erschliessen?