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Cours

Ankündigungstext:

Das große geopolitische und außenwirtschaftliche Konzept der Belt and Road-Initiative (BRI) oder „Neue Seidenstraße“ steht im Fokus der Lehrveranstaltung. Es geht darum, die BRI zunächst aus chinesischer Perspektive zu verstehen, die Hintergründe dieser Konzeption kennenzulernen. Nach dem Verstehen wichtiger wirtschafts- und kulturhistorischer Hintergründe der Seidenstraßen-Entwicklung werden die verschiedenen außenwirtschaftlich  und geopolitisch bedeutsamen Aspekte der BRI analysiert. Vor dem Hintergrund einer „Zeitenwende“ in Europa gewinnt das Thema aktuell wieder stark an Bedeutung.

Nicht zuletzt daher wird der Blick auf die europäische Perspektive auf die Seidenstraße gewendet. Gemeinsam wird analysiert, wie man der Herausforderung der neuen Seidenstraße vom Westen her begegnen kann, welche Kooperationsformen und -möglichkeiten sich auftun. Entsprechende Hausarbeitsthemen zur Vertiefung sind möglich.
Schließlich analysieren wir aktuelle Projekte der BRI weltweit – und berücksichtigen dabei aktuelle Materialien u.a. der Außenwirtschaftsagentur Germany Trade and Invest (GTAI) und der Boston University, um dem dynamischen Charakter des Projekts Rechnung zu tragen.

Folgende Kursinhalte spielen eine Rolle:

            Die Genese der neuen Seidenstraße als chinesisches Konzept
            Grundzüge der alten Seidenstraße und wirtschafts- wie kulturhistorische Bezüge
            Die Erfindung und wissenschaftliche Entwicklung des Begriffs „Seidenstraße“
            Aktuelle Trends der Belt and Road-Initiative als Außenwirtschaftskonzept Chinas: Infrastrukturgetriebene Wirtschaft, Finanzierungs- und Schuldenproblematik, Logistik und neue Handelsrouten (mittlerer Korridor), neue multinationale Märkte in Asien
            Aktuelle Trends II: Von der Belt and Road-Initiative (BRI) zur Globalen Entwicklungs-Initiative (GDI)
            Europa und die neue Seidenstraße: Global Gateway als Antwort oder alternative Ideen für Europa?
            Herausforderung BRI: Blicke auf die USA, nach Japan und auf Indiens IMEC-Handelskonzept (India-Middle East-Europe Corridor)

Ankündigungstext:

Die Wirtschaftsbeziehungen zu keinem anderen Land prägen den öffentlichen Diskurs gerade so sehr wie die Beziehungen zu China. Es wird viel über die Chancen und Herausforderungen beim Umgang mit China gesprochen, aber wie genau funktionieren eigentlich die derzeitigen Handelsbeziehungen? Was ist die historische Grundlage für unser Engagement in China, welche Kooperationsbeispiele gibt es und laufen die Geschäfts eigentlich gut? Welche Rolle spielt dabei eigentlich die Politik in Berlin und Peking?

Dieser Kurs bietet nicht nur einen "Reality-Check" über den Status Quo der Beziehungen, er veranschaulicht auch die Handelsbeziehungen und macht sie greifbar. Anhand (anonymisierter) Fallbeispiele werden Kursteilnehmer daran herangeführt, was ein deutsches Unternehmen bedenken muss, wenn es im Jahr 2026 in China aktiv sein will. Welche Rechtsformen gibt es? Welche regulatorischen Hürden? Und überhaupt: Lohnt sich der Schritt nach China momentan noch für Unternehmen?

Ziel des Kurses ist ein Verständnis darüber, wie man als deutsches Unternehmen "China schaffen kann." - trotz aller Herausforderungen und aufgrund der Chancen.

Seminarteilnehmer:innen werden die Chance haben, betriebswirtschaftliche Gedanken über den geschäftlichen Erfolg in China zu machen. Zum Seminarabschluss wird der Kurs in "Die Höhle des Königs" eingeladen - Seminarteilnehmer:innen müssen einen Geschäftsplan entwickeln, regulatorische Vorgaben bedenken, und ein Produkt auf dem chinesischen Markt einführen und diese Geschäftsidee erfolgreich pitchen, um das nächste Kapitel der deutsch-chinesischen Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben - falls sie den König überzeugen!

Dieser Kurs ist für China-Kenner und China-Neulinge gleichermaßen geeignet, wobei generelle Vorkenntnisse über Geschichte und Wirtschaft Chinas sowie Interesse an Geo- und Wirtschaftspolitik von Vorteil sind

The lecture series “Political Economy China Lunch” focuses on current developments and structural dynamics in the political economy of the People’s Republic of China. It explores the interplay between state, market, and society, as well as the strategic orientations of China’s economic, industrial, and technology policies. Experts from academia and practice discuss topics such as innovation policy, digital platform economies, global supply chains, the financial system, sustainability, and geopolitical entanglements. The series aims to combine well-grounded analysis with informal lunchtime exchange and to foster interdisciplinary dialogue. It is aimed at researchers, students, and an interested public who wish to engage more deeply with China’s evolving economic and political landscape.    Die Vortragsreihe „Political Economy China Lunch" widmet sich aktuellen Entwicklungen und strukturellen Dynamiken der politischen Ökonomie der Volksrepublik China. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach dem Zusammenspiel von Staat, Markt und Gesellschaft sowie nach den strategischen Leitlinien chinesischer Wirtschafts-, Industrie- und Technologiepolitik. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis diskutieren Themen wie Innovationspolitik, digitale Plattformökonomien, globale Lieferketten, Finanzsystem, Nachhaltigkeit und geopolitische Verflechtungen. Ziel der Reihe ist es, fundierte Analysen mit informellem Austausch in der Mittagszeit zu verbinden und einen interdisziplinären Dialog zu fördern. Die Veranstaltung richtet sich an Forschende, Studierende und eine interessierte Öffentlichkeit, die sich vertieft mit Chinas wirtschaftspolitischer Entwicklung auseinandersetzen möchten.

Ankündigungstext:

Spekulative Zukünfte, das Verhältnis zwischen Mensch und Natur, Urbanisierung, Spielwelten und neue Wege der Spiritualität im digitalen Zeitalter – das alles und noch viel mehr sind Themen, die in der aktuellen Kunst in und aus China angesprochen und behandelt werden.
Das Seminar „Medienkunst in China – Zwischen Technik-Optimismus und spekulativem Storytelling“ erarbeitet einen Überblick über die Entwicklungen der letzten 15 Jahre bis heute. Anhand von einzelnen Künstler*innen werden Themenfelder und Techniken erläutert und die Studierenden in das facettenreiche Gebiet zeitgenössischer Medienkunst in und aus China eingeführt. Nicht nur in der technikaffinen Medienkunst werden aktuelle Themen verhandelt, auch in traditionelleren Medien wie Malerei, Tusche oder Fotografie befragen Künstler*innen ihre Umwelt und die Gesellschaften, in denen sie leben und arbeiten. Themen wie der Umgang mit Natur, die Entwicklung von Großstädten und Fragen von persönlicher Freiheit und Überwachung, sowie Religion und Spiritualität im digitalen Zeitalter werden in den Kunstwerken behandelt. Die chinesisch sprachige Diaspora in Berlin ist in der Kunstszene sehr präsent, im Seminar werden daher unter anderem Künstler*innen, die in Berlin leben und arbeiten vorgestellt und besprochen. In diesem Zusammenhang wird ein Teil des Seminars aus einem Atelier- oder Ausstellungsbesuch bestehen.

Seminardetails:
Hinweise zur Sprache: Das Seminar wird auf Deutsch angeboten, Referate können nach Absprache auch auf English gehalten werden. Die Lektüre für das Seminar ist bis auf wenige Ausnahmen auf Englisch.

Ankündigungstext:

Das Seminar widmet sich den gegenwärtigen Entwicklungen von Wissenschaft, Technologie und Innovation im heutigen China und analysiert die politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen sich das Land innerhalb weniger Jahrzehnte zu einer der führenden Wissenschafts- und Technologiemächte entwickelt hat. Im Zentrum stehen aktuelle technologische Durchbrüche, insbesondere Anwendungen Künstlicher Intelligenz, sowie deren Einbettung in staatliche Strategien, langfristige Planungsprozesse und globale Wettbewerbsdynamiken. Anhand ausgewählter Innovationsfelder wie KI-gestützte Plattformökonomien, Smart Cities, digitale Verwaltung, Mobilität, Umwelttechnologien, Gesundheitswesen, Robotik, Bildungstechnologien sowie Hochtechnologiebereiche wie Quantenforschung oder Nanotechnologie wird das Zusammenspiel von politischer Steuerung, Forschungsförderung, Universitäten und privatwirtschaftlichen Technologieunternehmen untersucht.
Ein besonderer Schwerpunkt dieses Seminars liegt auf dem Zusammenhang von Technologie, Sprache und Kultur. Technologische Transformationsprozesse verändern nicht nur Produktionsweisen und urbane Infrastrukturen, sondern auch Diskurse, Begriffsbildungen und kulturelle Selbstbeschreibungen. Industrialisierung, Digitalisierung und Urbanisierung hinterlassen sprachliche und symbolische Spuren, die gesellschaftliche Wandlungsprozesse sichtbar machen. Das Seminar fragt daher, wie technologische Innovationen in unterschiedlichen kulturellen Kontexten sprachlich gefasst, narrativ vermittelt und gesellschaftlich verhandelt werden. Im Vergleich deutscher und chinesischer Perspektiven werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den Diskursen über Fortschritt, Modernisierung, Künstliche Intelligenz und digitale Zukunft analysiert.
Ein integraler Bestandteil des Kurses ist die strukturierte Kooperation mit einem sprachwissenschaftlichen Partnerseminar an der Nankai Universität in Tianjin (VR China) unter Leitung von Prof. Xian Peixin. In mehreren gemeinsamen Online-Sitzungen arbeiten Studierende beider Universitäten in binationalen Teams zusammen. Ziel ist die Entwicklung eines gemeinsamen Mini-Forschungsprojekts, das Aspekte von Industrialisierung, Technologie, Urbanisierung, Sprachentwicklung und kulturellen Ausdrucksformen vergleichend untersucht. Die Studierenden dokumentieren beispielsweise sprachliche Entwicklungen im Kontext technologischer Innovation, analysieren urbane Sprachlandschaften oder erforschen kulturelle Narrative rund um Digitalisierung und KI.
Durch dieses projektbasierte Format werden nicht nur fachliche Analysekompetenzen im Bereich Innovations- und Technikforschung vertieft, sondern auch interkulturelle Kommunikationsfähigkeit, eigenständige internationale Zusammenarbeit und wissenschaftlicher Austausch zwischen unterschiedlichen akademischen Kulturen gefördert.

Ankündigungstext:

Die chinesische Automobilindustrie hat in den letzten Jahrzehnten eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen. Von einer weitgehend staatlich gelenkten und technologisch rückständigen Branche hat sie sich zu einem globalen Schwergewicht gewandelt, das heute nicht nur der größte Automarkt der Welt ist, sondern auch eine führende Rolle bei Innovationen und der Produktion von Fahrzeugen spielt.
Mit dem 15. Fünfjahresplan (2026–2030) tritt die chinesische Automobilindustrie in eine neue Entwicklungsphase ein. Aufbauend auf Jahrzehnten rasanter Expansion und staatlicher Förderung rückt der Plan die Branche noch stärker in den Mittelpunkt strategischer Ziele: Stärkung der „Produktivkräfte neuer Qualität“, technologische Eigenständigkeit in Schlüsselkomponenten, die beschleunigte Elektrifizierung sowie die flächendeckende Digitalisierung von Fahrzeugen und Infrastruktur. Entsprechend werden intelligente vernetzte Fahrzeuge, Elektro- und Wasserstoffantriebe, Halbleiter und Betriebssysteme fürs Auto, Lade- und Tauschinfrastruktur, sowie Standards und Datengovernance priorisiert. China konsolidiert damit seine Rolle als Leitmarkt für Elektromobilität und automatisiertes Fahren und verknüpft Industriepolitik mit grüner Transformation und Exportfähigkeit.
Mögliche Themenfelder, die im Kurs diskutiert werden können:
            Die chinesische Automobilindustrie im Rahmen des 15. Fünfjahresplans: Ziele, Fördermechanismen und regionale Industriecluster
            Autonomes Fahren in China: Regulatorik, Pilotzonen, Standardisierung und Infrastruktur (V2X)
            Wasserstofffahrzeuge und Wasserstoffökosysteme: Fokus auf Schwerlast, Logistik- und Industriecluster
            Batterien, Lade- und Tauschinfrastruktur sowie Kreislaufwirtschaft und Rohstoffsicherheit
            Daten-, Software- und Chipstrategien: Technologische Eigenständigkeit, Cybersicherheit und Exportanforderungen

Ankündigungstext:

This course offers students an opportunity to examine China’s evolving worldview—its historical roots, turbulent transformations into modernity, and the recent global ambitions—while also exploring how China is perceived in different parts of the world.
This leads into an examination of the formation of the modern international order—from the Westphalian system to the post-war US-led alliance construct—and its norms, institutions, and power structures. Against this backdrop, we analyze China’s changing role in the international community over the last decades. Students will explore how China understands its own place in the world today, how Chinese policymaking interprets concepts such as sovereignty, development, security, and civilization, and how China is viewed in Europe, the Global South, and the US.
The course concludes with a forward-looking discussion: How should Europe and Germany engage with China as partner, competitor, and systemic rival? What future scenarios are plausible?
This course combines lectures, discussions, case studies and group work. Students from all disciplines are welcome.

Ankündigungstext:

Der Kurs behandelt die Herausforderungen der zweiten Administration Trump – seit 2025 – und der dritten Präsidentschaft von Präsident Xi Jinping – seit 2023: Die USA, traditioneller Partner Europas, entfernen sich immer mehr von hergebrachten Gemeinsamkeiten in Außen-, Sicherheits-, Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik. China ist größter Handelspartner Europas seit 2020 (Deutschlands sogar fast durchgehend seit 2016), steht jedoch für politische Positionen, die sich erheblich von denen Europas unterscheiden.
Wie kann Europa mit dieser doppelten Herausforderung umgehen?
Welche Rolle spielt Russland in diesem Dreieck?
Hat es Bedeutung, dass in Paris und London möglicherweise bald rechtsnationale Kräfte regieren könnten?
Der Dozent hat über zwei Jahrzehnte in China gearbeitet und war im Auswärtigen Amt in den Bereichen Ostasien, EU und NATO tätig. Er hat deutsche Sicherheitspolitik in Genf, New York, Brüssel und London vertreten.
Auf der Grundlage dieser Erfahrungen wird er gemeinsam mit den Teilnehmern Antworten auf die o.b. und weitere Fragen erarbeiten.