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Kurzy
Das Programm der Soziologie ist: das Soziale zu verstehen und zu erklären. Dabei zeichnet sie sich durch eine Vielfalt theoretischer Ansätze, empirischer Gegenstände und konzeptioneller Zielsetzungen aus. Die Reihe »10 Minuten Soziologie« sieht diese Heterogenität als Stärke. So wie es für die Betrachtung der modernen Gesellschaft keinen »Archimedischen Punkt« (Luhmann) gibt – also keine Beobachtungsper-spektive, von der aus das Soziale ›von außen‹ oder ›objektiv‹ ultimativ beobachtbar wäre –, trägt auch die Disziplin diesem Umstand der modernen Gesellschaft als einer Welt ohne letzte Wahrheit Rechnung. Sie kehrt sich weder von der Welt ab, noch proklamiert sie in einem kontrafaktischen Duktus absolute Wahr-heiten. Stattdessen bietet die Soziologie Beobachtungsmöglichkeiten an, die es erlauben: zu erklären und zu verstehen. Der soziologische Blick sensibilisiert dabei für ein Auch-anderes-mögliches-Sein sozialer Tatsachen.
Die Beiträge eines Bandes der Reihe »10 Minuten Soziologie« nähern sich dem jeweiligen Gegenstand begrifflich aus unterschiedlichen Perspektiven und wenden das gewonnene Verständnis jeweils auf einen spezifischen Fall an. Im Mittelpunkt steht dabei die analytische Denkbewegung, also: ein theoretisches Konzept auf einen empirischen Gegenstand zu beziehen und diesen damit neu zu verstehen und zu erklä-ren. Die Reihe wird herausgegeben von Anna Henkel (https://www.transcript-verlag.de/reihen/soziologie/10-minuten-soziologie/?f=12320&p=1).
Im Mittelpunkt dieses Seminars steht das Thema »Konsum«. Nachdem im Sommersemester 2025 die gleichnamige Vorlesung an der Universität Passau stattfand, wurden im Wintersemester 2025/26 die Kurzvorträge schriftlich ausgearbeitet, um sie im Laufe des Sommersemesters 2026 druckfertig zu ma-chen. Der Band »10 Minuten Soziologie: Konsum« erscheint im Herbst 2026 in der Reihe »10 Minuten Soziologie« bei transcript in Bielefeld.
Im Seminar werden die einzelnen Beiträge für dieses Buch Kapitel nach Kapitel diskutiert, nebst Zusatzliteratur. Die Art der Leistungsnachweise wird zu Beginn des Seminars erörtert.
- Trainer/in: Kai-Uwe Hellmann
- Trainer/in: Agnese Trentini
- Trainer/in: Leonie Maria Abt
- Trainer/in: Isabell Stamm
- Trainer/in: Toni Elliot Weiser
- Trainer/in: Isabell Stamm
- Trainer/in: Agnese Trentini
- Trainer/in: Toni Elliot Weiser
- Trainer/in: Nina Baur
- Trainer/in: Isabell Stamm
- Trainer/in: Agnese Trentini
- Trainer/in: Toni Elliot Weiser
Vermögen rückt in zunehmender Weise in der Vordergrund wirtschaftssoziologischer Forschung. Hierbei geht die Analyse über rein messbare Zahlen hinaus - viel eher geht es beispielsweise darum zu verstehen, wer überhaupt vermögend wird, wie diese Personen vermögend werden, wie Vermögen weitergegeben wird, wie Vermögende ihre Lebenschancen strukturieren und wie sich dies auf die Gesellschaft im weiteren Sinne auswirkt. Im Zuge jüngerer Forschung wird hierbei klar, dass Unternehmerfamilien und Wirtschaftseliten zentrale Akteur*innen im Kapitalismus darstellen, die als Unternehmer*innen und Philanthrop*innen häufig durch die aktive Nutzung von Recht und Governancemechanismen eine bedeutende, wenngleich oft verborgene Rolle bei der gesellschaftlichen Strukturierung spielen.
Hier stellen sich allerlei Anschlussfragen: Wie schaffen Eliten es, Reichtum zu legitimieren? Wie sorgen sie für Kohäsion innerhalb ihrer Familien? Durch welche Mechanismen wirkt sich so stark zentralisierte ökonomische Macht gesellschaftlich aus? Die Antworten auf diese Fragen sind vielfältig und von zentralem Interesse aktueller organisations-, rechts- und wirtschaftssoziologischer Forschung.
- Trainer/in: Allan George Sandham
- Trainer/in: Agnese Trentini
- Trainer/in: Toni Elliot Weiser
- Trainer/in: Allan George Sandham
- Trainer/in: Isabell Stamm
- Trainer/in: Agnese Trentini
- Trainer/in: Toni Elliot Weiser
- Trainer/in: Gina Glock
- Trainer/in: Isabell Stamm
- Trainer/in: Agnese Trentini
- Trainer/in: Toni Elliot Weiser
- Trainer/in: Gina Glock
- Trainer/in: Isabell Stamm
- Trainer/in: Agnese Trentini
- Trainer/in: Toni Elliot Weiser

In diesem Lehrforschungsprojekt beschäftigen wir uns mit der wachsenden Konzentration von Vermögen und der Frage, wie sich Reichtum ganz konkret im exklusiven Wohnen niederschlägt. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, wo und wie Vermögende wohnen – und warum sie sich genau für diese Wohnformen und Orte entscheiden. Im Fokus steht dabei die Stadt Potsdam, die mit ihrer bewegten Geschichte des Reichtums in Monarchie, Sozialismus und Demokratie ein besonders spannendes Forschungsfeld bietet. Seit der Wende lässt sich hier eine neue Phase exklusiven Wohnens beobachten: in Villenvierteln zwischen Schlössern und Gutshäusern, historischen Parklandschaften, großzügigen Seegrundstücken und in unmittelbarer Nähe zum politischen Berlin. Am Beispiel Potsdams untersuchen wir, wie sich Eliten im urbanen Raum verorten, welche Orte sie aufwerten oder besetzen und wie sich dies auf die Stadt insgesamt auswirkt. Dazu gehört auch der Blick auf ihre wirtschaftlichen Aktivitäten, weitere Immobilien, Freizeitpraktiken oder die Schulwahl für ihre Kinder. Ein zentrales Anliegen des Seminars ist es zu verstehen, wie exklusives Wohnen zur Markierung und Reproduktion sozialen Status beiträgt – und welche sozialen Spannungen und Konfliktlinien daraus zwischen Villenbewohner:innen und anderen sozialen Gruppen entstehen.
- Trainer/in: Gina Glock
- Trainer/in: Maren Victoria Mank
- Trainer/in: Isabell Stamm
- Trainer/in: Agnese Trentini
- Trainer/in: Toni Elliot Weiser