Corsi

Im inhaltlichen Zentrum des Moduls und der Projektarbeit steht eine zentrale Fragestellung der aktuellen Mobilitätsforschung: Wie entstehen Mobilitätsmuster und Mobilitätsroutinen, und wie verändern sie sich im Zusammenspiel von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, räumlicher Infrastruktur und technologischen Innovationen? Mobilität wird dabei nicht nur als Ergebnis individueller Entscheidungen verstanden, sondern als sozial eingebettete Praxis. Vermittelt werden soziologische und psychologische Handlungstheorien in ihrer Anwendung auf das Verkehrsverhalten ebenso wie zentrale Ergebnisse der Verkehrsursachenforschung sowie der Verbraucher- und Konsumforschung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Wechselwirkung zwischen räumlicher Infrastruktur, Mobilitätsangeboten und Mobilitätsroutinen sowie auf der Soziologie technologischer Innovationen, etwa im Kontext von Digitalisierung, neuen Mobilitätsdiensten oder Automatisierung. Insgesamt bietet das Modul eine weiterführende und integrative Einführung in die Mobilitätsforschung.

In dieser integrierten Lehrveranstaltung werden die umwelt- und stadtentwicklungsplanerischen Herausforderungen vermittelt, die sich bei der Umsetzung integrierter Umweltgerechtigkeitskonzepte abzeichnen. Im Vordergrund stehen umweltpolitische und stadtplanerische Strategien und Maßnahmen im Land Berlin sowie in anderen europäischen Metropolenräumen, z.B. Amsterdam, Kopenhagen, Oslo. Das Ziel der Lehrveranstaltung besteht darin, die neuen Erkenntnisse, Handlungsempfehlungen und Umsetzungsschritte nachzuvollziehen und im Rahmen des umweltbezogenen Gesundheitsschutzes einordnen zu können. Gleichzeitig werden umweltrechtliche und städtebauliche Instrumentarien und Rahmenbedingungen aufgezeigt und diskutiert.

Die Entwicklung und Bewertung von Maßnahmen und Strategien zur Minderung verkehrlicher Auswirkungen steht im Fokus der Veranstaltung. Nach der Betrachtung von typischen Konfliktfeldern der Verkehrsplanung und der Präsentation erfolgreich umgesetzter Maßnahmen werden verschiedene Planungsinstrumente sowie unterschiedliche Evaluations- und Bewertungsverfahren vorgestellt und praktisch erprobt. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Partizipationsverfahren in der Planung. Im Übungsteil der Veranstaltung werden ausgewählte Inhalte in selbständiger Arbeit vertieft.

Zukunftsforschung beschreibt die systematische wissenschaftliche Praxis der Untersuchung zukünftiger Entwicklungen, die eine Zukunftsgestaltung mit einbezieht. Im Rahmen des Seminars werden deren theoretische Grundlagen thematisiert und diskutiert. Die gängig-sten Methoden der Zukunftsforschung werden anwendungsbezogen für die integrierte Verkehrsplanung vermittelt und mit Gestaltungsansätzen verknüpft. In Kleingruppen wird das Erlernte in einem selbst gewählten Projekt angewendet, um ein praxisorientiertes Verständnis von Zukunftsgestaltung im Planungsprozess zu erlangen.

Die Studierenden sollen in der Lehrveranstaltung Kenntnisse zu Potenzialen, Herausforderungen und Wirkweisen von Superblocks als lokalräumliche Maßnahmenbündel moderner Verkehrsberuhigung in Städten erwerben. Dieses Wissen soll dann angewandt werden um die Wirkungen verkehrlicher, städtebaulicher und sozialräumlicher Infrastruktur bei umgesetzten Kiezblocks in Berlin zu untersuchen. Durch Dokumentenrecherchen sollen die Fragestellungen konkretisiert, und Interviews mit lokalen Akteur*innen verschiedener Kiezblocks in Berlin vorbereitet und durchgeführt werden.

Dabei wird untersucht welche Veränderungen und Auswirkungen im jeweiligen Kiezblock seit den jeweiligen Maßnahmenumsetzungen erfolgt sind. Veränderungen können sich beispielsweise beim Verkehrsverhalten, bei der Verkehrsmenge und -Geschwindigkeit, bei der Aufenthaltsqualität oder beim Gewerbeumsatz zeigen.

The course aims to provide a comprehensive understanding of global transportation-planning trends and to cultivate critical thinking regarding the contextual challenges and innovative strategies adopted by countries worldwide. Structured across five modules, encompassing eight focus countries from both advanced and emerging economies; the course will also feature guest lectures from local practitioners, thereby adding a contemporary lens to the discourse of transport sector analysis. Participants will have the opportunity to critically engage with their own developed professional arguments and demonstrate their learning through creative group assignments.